Kaum zu glauben! Schon wieder eine Woche vorbei – eine Woche, die diesmal getrost unter dem Titel “Neuankömmlinge und gute alte Bekannte” stehen kann. Aufregend waren die letzten Tage ohnehin. Die Berichterstattung rund um die Situation im Nahen Osten aus vielerlei Perspektiven erschüttert, die Finanzkrise mit all ihren Konsequenzen hält uns weiterhin in Atem. Doch wie selten zuvor haben sich eine ganze Reihe neuer Gesichter auf der Readers Edition eingefunden und auch Autoren, die schon eine beachtliche Zeit geschwiegen haben, meldeten sich erneut zu Wort. Umso erfreuter starten wir heute also unseren kleinen Überblick über die Beiträge der vergangenen Woche.
Das Ding mit der Bildung samt internette Umtriebe
“Viel wurde in der letzten Zeit über Bildung und Bildungsreform gesprochen. Der Pisatest zeigte dabei, dass auch Deutschland in einer Bildungsmisere steckt”, sinniert unser Autor Lukas Lehmann bereits am letzten Samstag. Als Student selbst mitten in dieser Situation titelt er nun “Bildung 2.0 – Wie der Student von morgen arbeitet und studiert“. Bestsellerautor Don Tapscott, der sich nicht erst seit gestern ganz offen für eine “Reform des globalen Bildungswesen” einsetzt, spricht ihm dabei wohl gänzlich aus der Seele. Denn dieser ist sich sicher, dass das Ende des Lernens durch das stupide Einprägen von Informationen gekommen sei. Heute ist eine andere Herangehensweise gefragt: “Viel wichtiger sei es, den Schülern und Studenten beizubringen kreativ zu denken und das Wissen, das uns zur Verfügung steht besser zu nutzen.” Google, Wikipedia und Co. stellen hier wichtige Stützen dar, die nicht nur auf unseren Informationsfluss, sondern gar auf unser Gehirn wirken sollen. Wie Schulen und Universitäten sich dieser Herausforderung stellen, das bleibt weiterhin abzuwarten.
Apropos Herausforderungen: Zbigniew Menschinski hat am vergangenen Montag “Ein feines Forum” ausgemacht. Ein Ort, an dem “ganz aktuell (…) Rassismus und Selektionswahn im Keimungsprozess” beobachtet werden können. “Es beginnt ganz harmlos mit Getuschel über Einkaufsgewohnheiten”, erzählt der Autor über die Einträge auf der Seite einer “großen Volkspartei”. Doch dann geht es ziemlich hoch her – zur Ordnung ruft die Kommentatoren jedoch keiner. Welche “Empfehlungen” dort ausgesprochen werden und wie darüber zu urteilen ist, das lesen Sie jedoch besser selbst.
Raus aus der Krise oder doch lieber gleich ins TV?
Und nun kommt er, unser erster Neuankömmling in dieser Woche. Bernd Seckfort, Diplomingenieur und nun auch Autor auf der Readers Edition, gibt seinen Einstand am vergangenen Dienstag. “Es gibt einen Königswegs aus der Wirtschaftskrise!“, schmettert er uns entgegen, was “auf den ersten Blick unmöglich erscheint”. Nein, einfach wird das sicher nicht, da ist sich auch Herr Seckfort sicher. Eine “neue Dimension des Problemlösens” müsste in diesem Falle her, was jedoch wie folgt aussehen könnte: “(…) wir erschließen das geistige Potenzial von 6 Milliarden Menschen und erhalten dadurch die leistungsstärkste Denkmaschine in unserem Universum”. Einigermaßen detailliert beschreibt er nun seine Vorstellung, wie die “geistigen Neuschöpfungen” systematisch geordnet und gefiltert werden sollen. Frei nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark, ist er davon überzeugt: “Wenn wir diese intelligente Denkmaschine für den Königsweg aus der Wirtschaftskrise einsetzen, dann werden derartige kritische Situationen künftig nicht mehr eintreten.” Utopie oder wirklich handfest? Das wird sich wohl noch herausstellen.
Von der Finanzkrise wenden wir unseren Blick nun hin zu den kleineren Problemen des Lebens. Junge Menschen, auf der Suche nach ihrer Chance auf den Traumjob, das ist es, was wir seit geraumer Zeit auf einem bestimmten Fernsehkanal geboten bekommen. In der Pro Sieben Doku-Soap “Deine Chance” werden drei Kandidaten auf ihrem steinigen Weg begleitet. Sidney Gennies, der nach über einem Jahr Abstinenz wieder bei uns aktiv geworden ist, überschreibt seine persönlichen Eindrücke während eines Tages am Drehort mit den Worten “Fernsehen vom Fließband” und verschafft uns auf diese Weise einen interessanten und vor allem persönlichen Blick hinter die Kulissen.
Auf der Suche nach Fehlern – von Kino bis Politik
Auch Patrick Berger können wir seit gestern auf unserer Plattform Willkommen heißen. “Transporter 3 wird richtig gesehen!” ist sein Debütbeitrag, dem hoffentlich noch viele folgen werden. In diesem beschäftigt er sich mit dieseher.de, einer Webseite, die sich vornehmlich mit dem Aufdecken von Fehlern in Kinofilmen auseinandersetzt. “Transporter 3″ scheint hier ein “gefundenes Fressen” zu sein, boten doch schon die ersten beiden Teile genügend Stoff zum Schmunzeln. Doch halt, auch plausible Erklärungen seien möglich… Also, nicht zu früh das eigene Pulver verschießen.
Von selbigen dürfte Andreas Grieß allerdings noch viel mehr “verballern”. Er ist Nummer 4 im Bunde der neuen und alten Gesichter. “Ich hätte aufhören müssen, bevor ich angefangen habe!” ist sein erster Beitrag auf der Readers Edition. “Am Wochenende stehen in Hessen Neuwahlen an. Zur Urne gerufen sind dabei auch einige junge Menschen, die bei der vergangenen Wahl noch nicht in Hessen lebten: Erstsemesterstudenten”, beginnt er seinen gelungen Rundgang durch die studentischen Reihen, innerhalb dessen er von einigen Einzelschicksalen berichtet, die durchaus nachdenklich stimmen. Der Grund, weshalb sie gekommen waren, ist klar: keine Studiengebühren, die das ohnehin zumeist karg ausgestattete Konto noch zusätzlich belasten würden. Wie lange aber, und da liegt der Hase im Pfeffer, wird das noch so bleiben? Jana, Christian, Stephanie, Paulina, Anke und sicher viele andere mehr, sind jedenfalls skeptisch, was die Wahlkampfaussagen einiger großen Parteien angeht. Nach Sonntag wissen wir sicherlich mehr…
Das war’s auch schon wieder. Die dritte Januarwoche haben wir mit viel Schwung, neuen Eindrücken und erfrischenden Ideen hinter uns gelassen. Auch unser hochgeschätzter Autor Dr. Georg Erber war wieder mit von der Partie und hat uns erneut mit zahlreichen spannenden Artikeln die Welt der Finanzen näher gebracht. Ausführungen wie “Deutsche Bank: Hochmut kommt vor dem Fall” oder “Noch einmal: Mehrwertsteuer senken!” seien Ihnen deshalb noch einmal wärmstens empfohlen. Unser Dank gilt aber selbstverständlich auch allen anderen unermüdlich agierenden Autoren. Machen Sie weiter so! Wir lesen uns nächsten Freitag.
Ihre Redaktion Readers Edition
Photo Quelle/Copyright: marcogb81, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr
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