Stauffenberg: Wieder keine Chance gegen Hitler

Viele Fans hatten gehofft, dass Hollywood das anständige Deutschland wenigstens in der zigsten Wiederholung gewinnen lässt. Aber erste Rückkehrer aus deutschen Kinos ließen inzwischen durchblicken, dass der Graf auch als Tom Cruise verkleidet nicht nahe genug an Bruno Ganz, diesmal gespielt von David Bamber, herankam, um seine Bombe erfolgversprechend für

stauff.jpgViele Fans hatten gehofft, dass Hollywood das anständige Deutschland wenigstens in der zigsten Wiederholung gewinnen lässt. Aber erste Rückkehrer aus deutschen Kinos ließen inzwischen durchblicken, dass der Graf auch als Tom Cruise verkleidet nicht nahe genug an Bruno Ganz, diesmal gespielt von David Bamber, herankam, um seine Bombe erfolgversprechend für eine finale Explosion zu platzieren.

Noch schwerer aber wiegt die Niederlage an de Kinokasse

Der neue Stauffenberg, von der Bundesregierung seit vergangenen Sommer mit Geldzuschüssen aufgepäppelt, mit Drehort-Entzug in die Schlagzeilen geschleudert und von Thomas Gottschalk auch dem auf Kotraten wartenden Publikum nahegebracht, lockte am ersten Anschlagswochenende seit 1944 nur rund 320.000 Menschen vor die Leinwand – 164.000 oder ein ganzes Drittel weniger als der ehemalige Führer und heute führende Fernsehmoderator (n-tv, Vox, ZDF) selbst, dessen letzten Auftritt in “Der Untergang” seinerzeit noch rund 484.000 Hobbyhistoriker hatten sehen wollen.

Quelle: politplatschquatsch.com

Photo Quelle/Copyright: Andreas Potzlow, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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  1. Ich ging von 1951 bis 1959 im Osten zur Schule. Uns hat man sinngemäß folgendes beigebracht: Es gab beim Widerstand gegen Hitler unterschiedliche Motivationen. Nicht nur Kräfte, die ein freies und friedliches Deutschland wollten, leisteten Widerstand, sondern auch monarchistische Kreise, denen ein Hitler nicht standesgemäß war und die
    wieder eine Monarchie errichten wollten. Zu letzteren Kreisen gehörte Stauffenberg, denn er war ein Junker.
    Wenn das stimmen sollte, was der Osten uns damals beigebracht hat, dann wäre die Grundaussage dises Filmes historisch falsch, also Geschichtsfälschung. Wer hier Recht hat, weiß ich nicht.

    Bernd Stichler