Iran: Blogger setzen sich für Tierrechte ein
Bereits im Sommer 2007 begann die iranische Polizei Hunde einzusperren. Dies waren keine herrenlosen Hunde, sondern Hunde, die einen Besitzer hatten. Während die Masseneinsperrungen der Hunde nach ein paar Wochen abnahm, sind Misshandlungen von Tieren jedoch immer noch weit verbreitet in der islamischen Republik.
Glücklicherweise unterstützen einige Blogger eine Initiative des iranischen Bloggers Mino Saberi, in der es darum geht die Rechte von Hunden, Vögeln, Katzen und anderen Lebewesen auf der Erde zu verteidigen.
Mino Saberi wendete [fa] sich in ihrem Text an Ezathollah Zaraghami, den Chef des der staatlichen Fernseh- und Rundfunkanstalt:
“Mr. Zaraghami,
ich bin, wie Sie, in einer muslimischen Familie geboren und ich bete zu Gott und liebe all seine Lebewesen. Können wir Gott verehren und gleichzeitig das gering schätzen, was er erschaffen hat?
Ihre Verantwortung ist nicht nur die Verteidigung der Unterdrückten in diesem oder in einem anderen Land. Schauen Sie sich um und sehen sich die Programme an, die von ihnen produziert werden. Wie lange soll die Geiselnahme von Tieren noch weitergehen, besonders in einflussreichen Medien, wie ihrem… Über Tierschutz zu sprechen steht nicht im Widerspruch dazu. Wie sind eine Gruppe von Bloggern und wollen, dass das iranische Staatsfernsehen Sendungen produziert, die lehren, die Natur, die Tiere und die Pflanzen zu respektieren.”
Darüber hinaus weist sie darauf hin, das der Prophet Mohammed die Liebe zu den Tieren lehrte.
Sadaf Farahni schreibt [fa], dass die Wurzel für die Mißhandlungen von Tieren entweder in schlechter Bildung läge, oder in psychologischen Problemen.
Asaljon protestiert [fa] gegen die Tötung von streuenden Hunden und ihren Welpen. Der/Die Blogger/in teilt dort seine/ihre Erfahrungen mit einer Hündin und ihren sieben Welpen. Eines Tages, schreibt er/sie, wurde die Hündin und ihre Welpen durch Schüsse nieder gestreckt. Asaljon fragt sich, ob es die richtige Entscheidung der iranischen Verantwortlichen war, diese unschuldigen Lebewesen zu töten.
Bidari schreibt [fa]:
“Tiere zu misshandeln, ist nach und nach zu einem Teil unserer Kultur geworden. Wie zum Beispiel das Ausdrücken von Zigaretten auf Katzen, das Abscheiden der Ohren von streunenden Hunden, und das sich nicht kümmern wollen um die Vögel, deren Zahl nicht beziffert werden kann. Das Staatsfernsehen zeigt Sendungen, in denen die Misshandlung und Foltern von Tieren als normal angesehen werden, anstatt einen freundlichen Umgang mit Tieren zu fördern.”
Es kamen keine Tiere zu schaden durch das Schreiben dieses Artikels. Das Bild oben zeigt einen Hund Namens “Lisa”.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Paul Lanon, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.











