Und wieder die zehn Minuten-Pause

SG Eltmann beim 2:3 nach Geigers Verletzung von der Rolle – Maric nach Schwaig Bundesliga Männer Wuppertal Titans – SG Eschenbacher Eltmann 3:2 (22:25, 12:25, 25:23, 25:23, 15:7) “Es geht nicht auf Leben und Tod, es ist nur ein Spiel”, sagte Eltmanns Trainer Mark Lebedew nach der unerwarteten 2:3-Niederlage in

IMGvol.JPGSG Eltmann beim 2:3 nach Geigers Verletzung von der Rolle – Maric nach Schwaig

Bundesliga Männer
Wuppertal Titans – SG Eschenbacher Eltmann
3:2 (22:25, 12:25, 25:23, 25:23, 15:7)

“Es geht nicht auf Leben und Tod, es ist nur ein Spiel”, sagte Eltmanns Trainer Mark Lebedew nach der unerwarteten 2:3-Niederlage in Wuppertal. “Aber jetzt wird es schwer”, gab der Australier zu. Auch Bernd Hummernbrum, der Berater der SG Eschenbacher Eltmann sagte: “Natürlich sehe ich die Play-offs nun in Gefahr. Nun müssen wir Rottenburg auf jeden Fall schlagen.”

“Wuppertal war da total von der Rolle”

Zwei Sätze waren die Unterfranken in Wuppertal die Titanen und nicht die Hausherren. “Wir haben wirklich sehr gut angefangen und hatten nie den Eindruck, dass es eng werden könnte”, so Hummernbrum. Im ersten Satz führte die SGE immer mit drei bis fünf Punkten. Entsprechend hieß es nach 23 Minuten 25:22 und 1:0. Nach dem ersten Seitenwechsel spielten die Gäste noch größer auf. “Wuppertal war da total von der Rolle”, berichtete Eltmanns Berater. Die Wallburgstädter schossen die abstiegsgefährdeten Titans mit 25:12 regelrecht aus dem Bayer-Sportpark.

Doch bei 17:7 in diesem zweiten Satz passierte das, was nie und nimmer hätte passieren dürfen: Kapitän Andras Geiger bekam beim Block so unglücklich einen Ball ab, dass der rechte Zeigefinger dick anschwoll. Die Partie war damit für Eltmanns wichtigsten Spieler gelaufen. Geiger kam zwar im dritten und vierten Satz noch mal sporadisch zum Einsatz, um im Hinterfeld die Annahme zu stabilisieren, “aber er konnte nicht mehr schlagen”, so Trainer Lebedew. Eltmann musste somit ohne seine “Stamm-Außen” Geiger und Timo Wilhelm (Saison nach Hüftverletzung beendet) auskommen. Für Geiger kam er erst 19-jährige Florian Tafelmayer zum Einsatz, auf der anderen Seite spielte der 20-jährige René Bahlburg durch. “Sie haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht”, lobte Lebedew. “An Flo und René lag es nicht”, betonte auch Hummernbrum. “Aber diese jungen Leute sind natürlich noch nicht in der Lage, eine Mannschaft mitzureißen.” Mit Geiger fehlte einfach Herz und Seele des Teams.Den endgültigen Todesstoß versetzte Eltmann dann aber wieder die in Wuppertal übliche Zehn-Minuten-Pause nach dem zweiten Satz. Während die Wuppertaler von ihrem Coach Jens Larsen richtig heiß gemacht wurden, gar “aggressiv” (Hummernbrum) aus der Kabine kam, schafften es die Gäste nicht, Spannung und Konzentration hoch zu halten – zum wiederholten Mal in dieser Saison. Und so glitt der scheinbar sichere Sieg nach der 2:0-Führung wieder aus den Händen. Auch wenn die Sätze drei und vier mit 23:25 denkbar knapp endeten, eine echte Chance hatte die SGE kaum. Denn in beiden Durchgängen führten stets die nun bedingungslos fightenden Titans. Zweimal stand es bereits 24:21, ehe Eltmann noch ein wenig heran kam, dann aber den Ausgleich nicht schaffte. “Im vierten Satz hatten wir eine echte Chance dazu”, so Lebedew.

“Wir hatten uns mit Michi noch etwas erhofft, aber es hat nicht funktioniert”

Ein Grund, warum es nicht reichte, war auch, dass der bis dahin sehr gut spielende Diagonalangreifer Falko Steinke nach respektablen 15 Punkten deutlich nachließ. Für ihn kam noch im vierten Satz Michi Mayer, der aber nicht mehr recht ins Spiel fand und nur noch drei Punkte machte. “Wir hatten uns mit Michi noch etwas erhofft, aber es hat nicht funktioniert”, bekannte Hummernbrum. „Wir haben zuletzt fast ohne Diagonalangreifer gespielt.“

Im Tie Break funktionierte dann bei der SGE überhaupt nichts mehr. Schnell führten die nun wie im Rausch spielenden Wuppertaler mit 5:0 und gar 9:1 „Wenn es da mal 4:0 oder 5:0 steht, dann geht nichts mehr“, war Coach Lebedew machtlos an der Seitenlinie. Nach nur 14 Minuten machten die starken Gerrit Zeitler (21 Punkte) und Peter Lyck-Hansen (20) mit 15:7 den Sack zu und sorgte bei Eltmann für lange Gesichter.

Unterdessen gab Ex-Coach Milan Maric bekannt, dass er nicht wie vom Verein angeboten auf anderer Position nach Eltmann zurück kehrt. Der Serbe löste seinen Vertrag auf und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Zweitligisten SV Schwaig. Bereits am Montag leitete Maric dort sein erstes Training. Schwaig hat als derzeit Zehnter der 2.Liga Süd den Klassenerhalt noch lange nicht in der Tasche.

Wuppertal: Chowansky, F.Wilhelm, Dinglinger, Lyck-Hansen, Zeitler, Grübler, Späth (Libero)

Eltmann: Nowak, Alderman, Geiger, Bauer, Steinke, Bahlburg, deSalvo (Libero). Eingewechselt: Tafelmayer, Mayer.

Schiedsrichter: Zenner (Beckingen), Jungen (Oberhausen). Zuschauer: 400

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