Zum 20. Jahretag des innerdeutschen Mauerfalls plant die Deutsche Bahn einen ungewöhnlichen nostalgischen Event: den Stasi-Express. Bahnchef Mehdorn denkt sich dabei sicherlich: Da können unsere ICE Kunden mal richtig von alten Stasizeiten schwärmen. Die Fahrgäste werden sogar durchsucht.
Seit Jahren durch “intensive Feldstudien” vorbereitet
Nach Aussagen der Deutschen Bahn soll es ein außergewöhnliches Event werden. Die ICE-Gäste in diesem Jahr sollen sich nicht wundern. Es könne sogar sein, dass wie in DDR-Zeiten ganze Züge mitten auf der Strecken halten würden (vom Transrapid zu Trancerapid) und uniformierte Volkspolizisten die Fahrgäste zum Aussteigen zwingen. Um die Wartezeiten neben der Strecke gemütlich zu machen, würde dann Grog ausgeteilt und Freddy Quinn Lieder gespielt. Höhepunkt seien Reden von Walter Ulbricht. Aber das sollen nicht die einzigen Überraschungen sein, die die Deutsche Bahn plant. Aus Führungskreisen sickert durch, man habe diese Aktion seit Jahren geplant, durch “intensive Feldstudien” der Bahnangestellten und Kunden.
Man wolle so den Weg in eine sichere Zukunft der Deutschen Bahn vorbereiten. Minister Tiefensee traut der Bahn ganz ungewöhnlich kreative Höhepunkte zu: Die sind für einige Überraschungen gut, verlautete es aus seinem Ministerium.
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Die hier angekündigten Darbietungen sind jedoch unvollständig. Um das Bild abzurunden muß unbedingt die MITROPA mit ihrem freundlichen, tüchtigen Personal und ausgezeichnetem Service sowie üppigen Speisen-und Getränkeangebot höchster Qualität mitmischen. Das würde die Sache zu einem wirklichen Genuss machen. Natürlich dürfte auch eine zünftige Grenzkontrolle mit sächsischen DDR-Grenzern und gewissenhaftem Blick in die Fahndungsliste sowie DDR-Zoll inklusive Zwangsuntausch nicht fehlen. Ein unbedingtes Muß wäre aber das Wort ” Gänsefleisch “. ( Gänsefleisch
ma ihrn Goffer offmachn ). Ich wünsche gutes Gelingen.
Bernd Stichler