“Sind Sie in? Nico Posner, internationaler Produktmanager von Linked-In, ist es auf jeden Fall nicht!”, amüsiert sich Peter Schwierz heute Mittag auf turi-2.blog.de. Sein Urteil über das kürzlich online gegangene YouTube-Video mit dem die Internetwelt auf den deutschsprachigen “Frontalangriff von Linked-In auf Xing” nochmals eingeschworen werden soll, fällt durchwegs bitter für die Macher aus. “Schlichtweg peinlich” bezeichnet er das, was sich derzeit rund 1600 User angesehen haben. Das einzige, was dieser Spot seiner Meinung nach erzeugte, sei “irritierendes Kopfschütteln”.
Die Lübecker Bloggerin Nicole Simon, die den Ambitionen von Linked-In bezüglich einer deutschen Oberfläche generell skeptisch gegenübersteht, bezeichnet das Gesehene gar als “unsägliches Video“. Nach einer spanischen und einer französischen Version heißt es nun also: “Next Station: German!” Und das mit einfachsten Werbemitteln.
Lasst doch lieber die Kunden ran!
Doch sieht so der richtige Weg aus? Auf YouTube selbst sind die Kritiken noch verhalten. “wow. das ist so unglaublich 1986 lokalfernsehen”, meint etwa aleppo77. “Mein Tipp: das Video sofort rausnehmen, sonst droht Mitgliederschwund”, ist sich dagegen vranx ziemlich sicher. “schlimm” und “peinlich” wechseln sich ab mit Stimmen zwischen “gähn” und “lahm”, die sich derweil auch auf Twitter fortsetzen.Von “hölzern und wenig professionell” ist da die Rede – gar “intelligenzbeledigend” und “lächerlich” soll das Ganze sein. TimSKs Meinung zur 1:20-Minuten-Veranstaltung ist noch deutlicher: “Noch schlechter als der schlechteste Viral aller Zeiten”, lässt er die Runde seine Sicht der Dinge wissen. Blogger Tim Keil schließt sich da doch glatt an: “Leute, Leute was ist denn los? Nur weil jetzt alle ihre Videos bei YouTube hochladen können, heißt das noch lange nicht, dass jetzt auch jeder selbst Werbespots (aka Virals) machen sollte.” Ein Herr in Anzug und Krawatte reichen also wirklich nicht aus, um professionell daherzukommen. Sein Tipp: “Zur Not überlasst das mit der Werbung doch einfach mal den Kunden. Die kriegen sogar mit einem Palm Treo bessere oder zumindest charmantere Filme hin.”
Die fast ungeteilte Aufmerksamkeit der User ist den Videomachern sicher
Es wird geschimpft und gewettert. Doch gibt es auch nur eine Stimme, die ein gutes Haar an dieser low-budget-Einführung lässt? Vielleicht. Denn Roland, Kommentator bei turi-2.blog.de wiegelt um 14:51 Uhr ein bisschen ab. Er schreibt: “naja, in sachen albernen und peinlichen videos kann xing mit linked durchaus mithalten”.
Ob das künftig auch für die Mitgliederzahlen gelten kann, wird sich weisen. Denn fest scheint unterdessen zu stehen: Ob Top oder Flop – die fast ungeteilte Aufmerksamkeit der User ist den Videomachern sicher. Und ganz gleich wie gut oder eben auch schlecht produziert: “Es wird spannend sein zu beobachten, welche Dynamik der Markt für Business-Netzwerke in Deutschland jetzt bekommt. Xing ist der etablierte Platzhirsch, LinkedIn versucht mit seiner internationaleren Ausrichtung zu punkten. Der Kampf beginnt!
”
Und das mit oder ohne Video…
Ich sehs Problem nicht. Da haben sie halt ein paar Linked-In-User zu Wort kommen lassen. eben keine Schauspieler. Jetzt wollen die Blogger also schön professionell beschissen werden? Oder gehts hier um XING vs. Linked in?