SG Eltmann nach hauchdünnem Sieg vor dem Klassenerhalt
Bundesliga Männer
Zurich Team VCO Berlin – SG Eschenbacher Eltmann
2:3 (23:25, 25:17, 19:25, 25:21, 12:15)
“Die Erleichterung war riesengroß und ich denke, dass die Mannschaft auf der Heimfahrt ein wenig gefeiert hat”, atmete Eltmanns Trainer Mark Lebedew auf. Zumal der Coach die Rückreise aus Berlin gar nicht mit angetreten hatte. Der Australier fuhr von der Bundeshauptstadt aus noch einmal nach Polen, um seine restlichen persönlichen Sachen bei seinem früheren Arbeitgeber abzuholen. Die nun 14 Tage spielfreie SG Eschenbacher Eltmann bekam nach dem ersten Sieg im fünften Match unter Lebedew, dem hauchdünnen 3:2 beim VCO Berlin, trainingsfrei bis Montag.
“Wir haben glücklich gewonnen.”
Dabei hatte gerade im Tie Break alles nach einer weiteren Niederlage ausgesehen. “Wir sind ganz schlecht in den fünften Satz rein gekommen und hatten einen richtigen Blackout”, berichtete Lebedew, angesichts des 0:4- und 2:6-Starts. Doch es kam noch schlimmer: Die für Berlin startende Juniorennationalmannschaft ging im entscheidenden Durchgang sogar mit 12:7 in Führung. Normalerweise ein uneinholbarer Vorsprung. “Ich hätte bei einem Wettanbieter keine zwei Euro mehr auf Eltmann gesetzt”, gab sogar der Trainer hinterher zu. “Wir haben glücklich gewonnen.”
Doch dann sorgte ausgerechnet der oft gescholtene Falko Steinke für das kleine Wunder. Mit einer Aufschlagserie – darunter ein Ass – sorgte der baumlange Diagonalangreifer für den Umschwung. “Falko hat das Spiel für uns gedreht”, so Lebedew, “ich bin mit seiner Entwicklung wirklich sehr zufrieden. Er war um Aufschlag, in der Abwehr sehr stark und gab auch dem Block Stabilität.”
Die Berliner Luft beflügelt den 23-Jährigen, der aus dem Großraum Berlin stammt, ganz offenbar stetig, denn schon beim 0:3 in Königs Wusterhausen zeigte der 2,05-Meter-Mann eine herausragende Leistung. Auch diesmal schaffte Steinke sage und schreibe 23 Punkte bei einer +/- Bilanz (für jede gelungene Aktion gibt es einen Plus, für jede misslungene einen Minuspunkt) von plus 14 – die mit Abstand beste aller Akteure. “Er hat quasi keine Fehler gemacht”, bestätigte Eltmanns Coach. Aber auch Lukas Bauer (14 Punkte/plus elf), Andras Geiger (13) und René Bahlburg (12) sorgten im Angriff für die nötige Durchschlagskraft.
Während der ersten vier Sätze gegen die stark spielenden Junioren, bei denen Denis Kaliberda (22 Punkte) und Christian Fromm (20) heraus ragten, hatte es ein stetes auf und ab gegeben. Einem starken gewonnenen Satz (25:23, 25:19) folgte jeweils der Einbruch (17:15, 21:25). “Konzentrationsschwächen” machte Lebedew dafür verantwortlich.
“Wir haben jetzt einen kleinen Vorsprung”
Dank des Erfolges dürften die Wallburgstädter dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen sein. “Wir haben jetzt einen kleinen Vorsprung”, so der SGE-Trainer. Doch drauf will sich Lebedew nicht verlassen, auch wenn nun nur noch Partien gegen die ersten fünf der Tabelle anstehen. “Die Saison hat gezeigt, dass keine Mannschaft auf konstant hohem Niveau spielen kann.” Eltmann habe durchaus Chancen, weiter zu punkten. “Ich denke, dass es jetzt besser läuft und wir die Chance haben, weitere Siege einzufahren. Die Mannschaft hat ein solches Erfolgserlebnis einfach mal gebraucht.”
Berlin: Kaliberda, Cipowitz, Drößler, Fromm, Galandi, Krüger, Kohl (Libero). Eingewechselt. Quenzer.
Eltmann: Geiger, Nowak, Steinke, Bahlburg, Bauer, Alderman, deSalvo (Libero). Eingewechselt: den Boer.
Schiedsrichter: Jungen (Oberhausen), Bröstl (Offenbach).
Zuschauer: 80.
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