Die Firma Infineon

Ich kenne sehr viele Infineon-Ingenieure persönlich, und ich mag sie. Sie sind kreativ und mit Herzblut bei der Sache. Das Infineon-Management mit den Abschlüssen von der TU München, einer Eliteuniversität, war arrogant und herablassend und sie haben sich die ganze Zeit gestritten, anstatt ihre Arbeit zu machen. Ulrich Schumacher, Wolfgang

Ich kenne sehr viele Infineon-Ingenieure persönlich, und ich mag sie. Sie sind kreativ und mit Herzblut bei der Sache. Das Infineon-Management mit den Abschlüssen von der TU München, einer Eliteuniversität, war arrogant und herablassend und sie haben sich die ganze Zeit gestritten, anstatt ihre Arbeit zu machen. Ulrich Schumacher, Wolfgang Zibarth und Peter Bauer, alle waren sie gleich. Der Forschungschef von Infineon, ein Physikprofessor von der Eliteuni kam auf die Idee, dass man Mikrochips in Teppiche einbauen könnte, eine Schnapsidee in meinen Augen, und Infineon hat ein joint-venture mit der Teppichfirma Vorwerk gegründet. Auf die eigentlich naheliegenden Ideen, dass man mit Mikrochips total coole Sachen machen kann, elektronische Musik, Grafikkarten für Computerspiele oder Chips für die Medizintechnik, auf die Ideen sind sie nicht gekommen.

Die Minaturisierung der Chips, das Mooresche Gesetz, wird bald an Grenzen stoßen, und die betriebswirtschaftliche Grenze ist vielleicht heute schon, im Jahr 2009 erreicht, niemand weiß es. Ab 20 Nanometer Strukturbreite bekommt man Tunnelströme und die Isolatoren isolieren nicht mehr. Die Hitzeentwicklung ist auch ein Problem, Computerchips entwickeln mehr Wärme als Herdplatten, und Wasserkühlung oder gar Kühlung mit flüssigem Stickstoff ist ja eigentlich viel zu aufwendig. Der Leistungsverlust durch die Abstrahlung elektromagnetischer Wellen ist auch ein Problem, die hochgetakteten Chips sind wie Antennen. Ein weiteres Problem ist die Lichtgeschwindigkeit, die bei 3 mal zehn hoch acht Metern pro Sekunde liegt. Die Elektronen im Halbleiter sind zehnmal langsamer als das Licht, so dass sie bei den heutigen Taktfrequenzen im Gigaherzbereich nur noch Zentimeter oder gar Millimeter zurücklegen.

Kurz und gut, es gibt Grenzen, das Ende der Straße wird bald erreicht sein.

Chipherstellung ist nicht kreatives, man muss nur schnell sein und billig und die Abläufe in der Fab / Foundry effizient planen und durchorganisieren.

Das können die Chinesen inzwischen besser, sie haben heute, im Jahr 2009, state-of-the-art-technology, zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte.

Infineon wird bald pleite sein, und all die coolen und kreativen Leute, meine Freunde, die werden bald arbeitslos sein. Eine tragische Geschichte

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  1. Danke für die ungemein interessanten Aspekte. Ich weiß auch über die häufige Blindheit von hochqualifizierten Experten, die wegen ihres großen Wissens und Könnens in ihrer Sparte zu Unternehmensführern gemacht wurden. Aber genau das
    können sie nicht: ein Unternehmen erfolgreich führen. Wenn jeder in Bescheidenheit das tut, was er gut kann, schaffen wir viel mehr!