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Vermischtes + Internetkultur

Open Source Shopsysteme im Vergleich

Montag, den 23. Februar 2009 um 11:31 Uhr von Josef Willkommer
Webstandards-Tabelle via Autor

E-Commerce wird immer bedeutender. Bei einigen großen Versandhäusern haben die Web-Umsätze Größenordnungen erreicht, die vor nicht allzulanger Zeit noch undenkbar waren. Otto und Neckermann zum Beispiel generieren bereits den größeren Teil der Umsätze über das Web. 

Aber nicht nur bei den Großen ist das Web kaum mehr wegzudenken. Auch für kleinere und mittlere Unternehmen gehört ein Online-Shop mittlerweile schon fast zum guten Ton. Dabei buhlen zwischenzeitlich eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Systemen um die Gunst der Shopbetreiber.

Gerade im letzten halben Jahr hat sich hier nochmals einiges getan, so dass wir die Gelegenheit nutzen möchten und nachfolgend drei interessante Kandidaten vorzustellen. 

Doch bevor wir uns den Softwaretools widmen, sollte eingangs nochmals auf einige allgemeine Dinge im Zusammenhang mit einem Online-Shop hingewiesen werden, die als Grundlagen zu verstehen sind:

  1. Mal schnell einen Online-Shop aufsetzen und dann noch schneller reich werden, das klappt in den wenigsten Fällen.
  2. Als Neueinsteiger sollte man sich im Vorfeld genaue Gedanken machen, was ich wie verkaufen möchte. Ein Blick auf das Marktumfeld kann auch nicht schaden, denn der hunderste, kopierte Shop zum Thema “MP3s” wird wenig Aussichten auf Erfolg haben.
  3. Wer sich noch nicht ganz sicher ist und erstmal testen möchte, kann dies beispielsweise auch über eine günstige Einstiegslösung tun. Diverse Hoster bieten hier die unterschiedlichsten und auch sehr kostengünstigen Varianten an. Eine weitere Alternative wäre z.B. ein Mietshop bei Tradoria.
  4. Kostenlos gibt es heutzutage so gut wie nichts mehr. Seien Sie mit derartigen Aussagen daher vorsichtig und Open Source bedeutet in keinem Fall gratis! Etwas Startkapital ist in jedem Fall nötig, auch wenn Sie nur testen möchten.

Lassen Sie sich daher nicht zu sehr von der teilweise vorhandene Euphorie “blenden”. Ein Online-Shop kann ein interessantes und auch lukratives Geschäftsfeld werden. Doch wie heißt es so schön: Ohne Fleiß kein Preis – zusätzlich sollte dann allerdings auch noch ein wenig Startkapital vorhanden sein.

Jetzt aber Genug der einleitenden Worte. Werfen wir einen Blick auf mögliche Softwarelösungen:

xt:Commerce



Bei xt:Commerce handelt es sich um eine Weiterentwicklung des altbekannten OsCommerce, bei dem man jedoch deutlich mehr Layoutmöglichkeiten hat, da Layout und Funktionalitäten getrennt wurden. Hier muss beachten werden, dass die Software als Open Source Tool kostenlos heruntergeladen und verwendet werden kann, was auf der Webseite so möglicherweise nicht rüberkommt.

xt:Commerce gehört, zusammen mit osCommerce, zu der im deutschsprachigen Markt am stärksten verbreiteten Shoplösung. Dieser Umstand sorgt auch dafür, dass für xt:Commerce eine Vielzahl an Dienstleistern zur Verfügung stehen, die sich bei Bedarf um Anpassungen oder Erweiterungen kümmern. 

Sofern man über HTML- und PHP-Grundkenntnisse verfügt, kann man mit xt:Commerce sein Glück durchaus selbst versuchen.

Aufgrund der relativ simplen Programmstruktur sollte man hier auch mit überschaubarem Aufwand recht ansehnliche Ergebnisse erzielen können. Hier liegt jedoch gleichzeitig eines der Hauptprobleme der Software. Da der Quellcode ziemlich verschachtelt ist, sorgen individuelle Anpassungen und Erweiterungen in aller Regel dafür, dass der Shop – wenn überhaupt – nur mit hohem Aufwand updatefähig bleibt.

Die verwendete Programmstruktur hat aber auch Vorteile. Der Quellcode ist relativ schlank und bringt – verglichen mit Magento – nur wenig Overhead mit. Dadurch ist xt:Commerce sehr performant und stellt auch nur wenig Anforderungen an die Hardware. Selbst für umfangreiche Shops reicht hier eine überschaubare Serverausstattung. Ein weitere Vorteil liegt darin, dass Anpassungen und Erweiterungen “Quick & Dirty” gelöst werden können, wodurch sich natürlich auch entsprechende Kostenvorteile bemerkbar machen. Einen xt:Commerce-Shop kann man durchaus in wenigen Tagen aus dem Boden “stampfen”.

Der Funktionsumfang von xt:Commerce lässt kaum Wünsche offen und kann durchaus mit teuren eCommerce-Lösungen mithalten:
Unterschiedliche Kundengruppen, Umfangreiches, anpassbares Versand- und Zahlungsmodul, Integriertes Content Management System für statische Seiten, Bannermanager, Staffelpreise und Sonderangebote, Verkauf von digitalen Downloadprodukten, Rechtesystem für Produkte und Kategorien, Import-/Export-Funktionalitäten etc.

Darüber hinaus besticht xt:Commerce durch eine Vielzahl an verfügbaren Schnittstellen zu Online-Shopping-Portalen und Preissuchmaschinen (z.B. Google Base, Milando, Geizhals, billiger.de).

Unterschiedliche Zahlungsmodule gewährleisten einen reibungslosen und problemlosen Einsatz bzw. die notwendigen Zahlungsabwicklungen (z.B. Paypal, iPayment, Worldpay, Click & Buy). 

Obwohl es durchaus größere Shops mit bis zu sechstelligen Produktanzahlen gibt, eignet sich xt:Commerce aufgrund der Softwarearchitektur tendenziell eher für kleinere und mittlere Shops.




Magento

Um die Open Soure Shop-Software Magento wurde im letzten Jahr einiges an Wirbel veranstaltet. Mit mehr als 650.000 Downloads gehört die Software zu der am schnellsten wachsenden eCommerce-Lösung weltweit und das Ganze kommt nicht von ungefähr. Version 1.0 wurde am 31.03.08 offiziell vorgestellt. Inzwischen sind wir bei Version 1.2 angelangt und das Entwicklsungstempo, das Varien – der in Los Angeles ansässige Hersteller von Magento – vorlegt ist beachtlich.

Auch die Community hinter Magento hat innerhalb der letzten zwölf Monate eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Magento gehört zweifelsohne zum modernsten und besten was an eCommerce-Lösungen derzeit verfügbar ist. Die Software ist “vollgestopft” mit interessanten Features und baut auf dem ZEND-Framework auf. Damit ist eine saubere Programmarchitektur sowie problemlose Erweiterbarkeit bei gleichzeitiger Updatefähigkeit gegeben.

Ein Auszug aus der Featureliste:Google-Analytics Integration, RSS-Feeds für neue Bestellungen sowie für knappe Lagerbestände, Umfangreiche, anpassbare Reports, Layered Navigation, Produktvergleich, Produkt Reviews, Schnittstellen zu zahlreichen Payment-Anbietern, Single Page Checkout, Umfangreiche und anpassbare Import- und Exportfunktionen, Saubere URLs und individuelle Metatags, sowie XML-Sitemap, uvm.

Obwohl Magento – verglichen mit xt:Commerce – noch relativ neu auf dem Markt ist, macht die Software bereits einen sehr soliden Eindruck. Die Geschwindigkeit während der Entwicklung wird bislang auch beim Bugfixing und der Weiterentwicklung beibehalten, so dass sich Magento mit ziemlicher Sicherheit sehr gut weiterentwickeln wird.

Bei Magento gilt es jedoch im Vorfeld auch einige Dinge zu beachten und für sich abzuwägen. Zum einen ist es so, dass der Framework-Ansatz höchstmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglicht. Die “erkauft” man sich jedoch mit einem erhöhten Hardwarebedarf. Wer also nur einen kleinen Hobby-Shop plant oder erstmal ins eBusiness reinschnuppern möchte, der ist bei Magento höchstwahrscheinlich falsch aufgehoben. Zum zweiten sollte man über fundierte PHP-Kenntnisse sowie Erfahrung im Umgang mit Entwicklungsframeworks mitbringen. Andernfalls kann das Ganze zur Tortur werden. Zum Dritten sollte man auf eine vernünftige Hardware setzen – idealerweise einen eigenen Server – da Magento im Hinblick auf die Serverausgestaltung durchaus anspruchsvoll ist.

Die wesentlichen Parameter, die Einfluss auf die Kosten eines Magento-Shops haben sind das Design bzw. Layout, die gewünschten Funktionalitäten sowie des Größe des Shops. Und hier gibt es durchaus enorme Unterschiede…

Die nachfolgende Aufstellung sollte lediglich einen ersten Anhaltspunkt geben:

  • Design-Entwicklung: ab 3 Tage (bei komplexeren Shops kann das jedoch sehr schnell ein Vielfaches davon sein)
  • Template-Erstellung: ab 3 Tage
  • Installation & Grundkonfiguration: 2-3 Tage (Standard-Funktionalitäten!)

Dies bedeutet, dass man selbst bei einem “einfachen” Magento-Shop mit einem Minimal-Aufwand von acht Werktagen rechnen sollte. Wenn man jetzt mal von einem durchschnittlichen Agentur-Stundensatz von EUR 80.- ausgeht, dann liegt man hier bei rund EUR 5.000.-. Wenn das Layout etwas komplexer werden soll und hier besondere Funktionalitäten oder Schnittstellen zu externen Systemen benötigt werden, kann der Aufwand aber auch problemlos mit einem beliebigen Faktor versehen werden.

Natürlich kann man jetzt dazu übergehen und hier den einen oder anderen Kompromiss eingehen, nur mittel- und langfristig wird sich das bei einem derartigen System dann jedoch wieder rächen. Insofern gilt bei Magento: Die saubere Grund-Archtitektur der Software sollte bei der Anpassung eines solchen Shops in jedem Fall beibehalten werden und dies bedeutet im Klartext einfach erhöhten Initialaufwand. Im Zweifelsfall sollte man hier auf einen der autorisierten Magento-Partner zurückgreifen um sicherzustellen, dass die Software optimal zum Einsatz gelangt.

Wie bereits erwähnt, sollte man beim Einsatz von Magento beachten, dass die Software idealerweise einen eigenen, vernünftig dimensionierten Server benötigt. Zwar gibt es inzwischen einige spezialisierte Shared-Hosting-Pakete für Magento, die bei kleineren Shops durchaus ausreichen dürften. Wer jedoch einen Shop mit mehreren Tausend Produkten, einer Vielzahl an Bildern und vielleicht sogar Videos an Start schicken möchte, der dann idealerweise auch schon über etwas Traffic verfügt, sollte in jedem Fall von Beginn an auf einen eigenen Server setzen.

Ein anderer Gesichtspunkt, den es im Zusammenhang mit Magento zu beachten gilt, liegt in der Tatsache dass für den deutschen Markt noch nicht die Auswahl an Schnittstellen (Payment, WaWi etc.) vorhanden ist, wie dies z.B. bei xt:Commerce der Fall ist. Hier wird Varien sowie die Magento-Partner aber sicherlich sehr bald nachlegen.

PrestaShop



Mit Prestashop steht ein weiterer, recht neuer und derzeit noch wenig bekannter Open Source Shop aus Frankreich am Start. Die Software macht auf den ersten Blick einen recht aufgeräumten und frischen Eindruck, so dass gerade Einsteiger und Neulinge sich relativ schnell zu Recht finden werden. Bislang ist die Software jedoch nur in Englisch und Französisch erhältlich, wobei die Sprache jedoch über Language-Packs individuell angepasst werden kann.

Der Shop lässt sich ohne größere Aufwände praktisch vollständig anpassen, so dass auch der Einsatz im “etwas” komplexeren deutschen Rechtsraum problemlos möglich ist. Über Module kann der Shop jederzeit erweitert werden. 

Neben den altbekannten Standardfunktionen einer modernen Shopsoftware hier noch ein paar Features:

Meldungen per SMS/Text-Messages, Bar Codes, Kontextsensitive Hilfe, Suchmaschinenfreundliche URLs, Zoombare Produktbilder, Saubere URLs und individuelle Metatags, RSS-Feed, uvm.
Besonders interessant könnte die Möglichkeit von sog. Download-Produkte (z.B. eBooks, MP3s) sein, die bei Prestashop bereits standardmäßig integriert ist.

Tendenziell eignet sich Prestashop eher für kleinere bis mittlere Shops. Hier besticht die Software aber durch interessante Features, gute Anpassbarkeit und eine einfache Bedienung. Auch eine Anbindung an Payment-Anbieter ist vorhanden, wobei Paypal vorkonfiguriert ist.

 Mit Grundkenntnissen in HTML und PHP kann Prestashop relativ einfach an die individuellen Bedürfnisse des Shopbetreibers angepasst werden. Durch den schlanken Programmcode ist Prestashop recht performant und stellt nur minimale Anforderungen an die Serverumgebung.

Fazit

Während in den letzten Jahren nur wenige Alternativen im Open Source Shopbereich verfügbar waren, ist besonders im letzten Jahr frischer Schwung in diesen Bereich gekommen. Mittlerweile gibt es echte Alternativen zu den “Veteranen” OsCommerce und xt:Commerce, wobei jeder Shopbetreiber vorab seine Wünsche, Ziele und auch Budgets abstecken muss, anhand dessen man dann das geeignete System auswählen kann.

Durch den Start der neuen Systeme wie Magento oder PrestaShop werden unserer Meinung nach die bestehenden Tools nicht vollständig abgelöst. Es wird vielmehr zu Parallelwelten kommen, bei der xt:Commerce tendenziell eher für einfachere Shoplösungen zum Einsatz kommen (einfach heißt hier nicht klein!) und Magento den Part einer Enterprise-Lösung übernehmen wird, die mehr Hardware und mehr Entwicklungsaufwand verlangt. Dafür erhält man dann aber höchstmögliche Skalierbarkeit und Modularität gepaart mit einer intelligenten Programmlogik und interessanten Features. PrestaShop könnte sich in diesem Szenario als lachender Dritter erweisen, der gerade für den Einsatz bei einfacheren Shop-Projekten im deutschen Markt eine recht ansprechende Basis bilden kann.

Mehr zum Thema eCommerce und Magento finden Sie auch unter http://www.webshopnews.net.

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13 Reaktionen zu “Open Source Shopsysteme im Vergleich”

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  1. Magento Platinum Partner - Netresearch

    am 23. Februar 2009 um 17:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr gute Zusammenstellung. Vielen Dank. Letztlich kommt es bei der Auswahl des “richtigen” Shopsystems auf das konkrete Vorhaben, die Zielstellung, das Budget und das technische Geschickt sowie die zu erwartende “Last” an. Richtig ist auch, dass Magento auf den sog. Enterprise Bereich ausgelegt ist. Wer es dennoch einmal ohne großen Aufwand und unverbindlich testen möchte, für den gibt es Magento on Deman http://www.orgonix.com (derzeit noch Beta)

  2. Martin

    am 23. Februar 2009 um 21:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr gelungener Artikel! Glückwunsch! Hat jemand denn schon Praxiserfahrung mit Prestashop sammeln können?

  3. Tom

    am 24. Februar 2009 um 13:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Martin,
    hier findest Du wohl auch Leute mit Praxiserfahrung:
    http://www.prestashop-forum.de/

  4. Frank Eichler

    am 3. März 2009 um 16:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Danke für den guten Beitrag.

    Leider vermisse ich die doch auch sehr interessante OpenSource Version von Oxid: Oxid eShop Community Edition.
    Wäre dieses Shopsystem inbegriffen, wäre der Artikel ein perfekter Überblick über den Markt der OpenSource-Systeme für anspruchsvolle Shopprojekte.

  5. Internet Shopping sorgt für Aufwind « SEO Blog

    am 3. März 2009 um 18:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] http://www.readers-edition.de/2009/02/23/open-source-shopsysteme-im-vergleich/ […]

  6. Oliver

    am 3. März 2009 um 20:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr gelungener Beitrag. Leider vermissen wir die Erwähnung von Joomla in Kombination mit dem Shopsystem Virtuemart.

    Wenn die Überschrift schon “Opensource Shopsysteme im Vergleich lautet”, dann darf das Angeschnittene nicht fehlen.

    Bedenken äußere ich zudem in der Zeitbetrachtung beim Aufsetzen des Design. Schon alleine die grafische Aufmachung von der ein Onlineshopsystem später lebt, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Wer das Design eines Onlineshops in drei Tagen aufsetzt, da kann sich im Vorfeld bereits sicher sein, dass es nicht gerade verkaufsfördernd aussieht.

  7. Arthur W. Borens

    am 5. März 2009 um 07:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Aussage: “Der Shop lässt sich ohne größere Aufwände praktisch vollständig anpassen, so dass auch der Einsatz im “etwas” komplexeren deutschen Rechtsraum problemlos möglich ist.” ist völlig falsch.

    PrestShop ist absolut nicht geeignet, im deutschen Rechtsraum eingesetzt zu werden, der übrigens bis auf das Abmahnverhalten und zwei Kleinigkeiten durchweg identisch mit den EU-Rechtsraum ist.

    Die Franzosen haben Presta von Anfang an in eine etwas falsche Richtung entwickelt und zu viel Augenmerk auf Design und einige Gmmicks gelegt, dabei aber einige elementare Funktionen, die der EU-Rechtsraum fordert, völlig außer acht gelassen.

    Die teils komplizierten steuerlichen Regeln können nur durch gewagte Zielland-Steuerklassenkonstrukte nachgebildet weden, mit der Gefahr, dass der Kunde sich eine falsche Steuerklasse aussucht. Keine Spur von automatischen und richtigen Zuordnungen der Steuerregeln und der EU-Binnenhalndel findet überhaupt nicht statt.

    Der Bestellvorgang entspricht nicht durchgängig den EU-Regeln. Die Lokalisierung ist immer noch halbgar und lässst sich nicht durchgängig durchführen, weil in den Translationtabellen weite Teile des Programms noch garnicht berücksichtigt sind.

    Ich bin schon etwas “überrascht”, dass eine solche Software überhaupt in diesem Test berücksichtigt wurde, denn verwendbar ist sie allenthalben nicht. Zumindest nicht ohne größere eigene Basteleien, die nach dem nächsten Update dann wieder obsolet sind. Und auch nicht ohne die Gefahr, doch eine Abmahnung einzufangen.

    Enweder hat der Autor dieses Artikels das vorsätzlich ignoriert oder benötigt noch etwas Nachhilfe in diesen Dingen. ;-)

    Ich kann nur eines sagen: “Finger weg von PrestaShop, der ist noch unreifer als grüne Bananen!”

  8. Arthur W. Borens

    am 5. März 2009 um 16:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nachtrag: Ich habe mir die Zeit genommen, PrestaShop 1.1 (die aktuelle Release) mal ausgiebig zu inspizieren. Ich will mir ja nicht nachsagen lassen, dass ich nicht weiß, wovon ich rede und zum andere soll man im meinem Job ja auch wissen, was der Markt so bietet. Auch wenn es noch so krude ist.

    Krude wäre zu viel Lob für diese Software. Sie sieht zwar recht hübsch aus, aber unter der Haube herrscht stellenweise ziemliches Chaos.

    Ich habe mal für jeden gefundenen Bug innerhalb der implementierten Funktionen einen Strich aufs Papier gemacht und dann bei 100 aufgehört. Unglaublich, welches merkwürdige Eigenleben diese Software führt. Hinzu kommen dann noch fehlende Elementarfunktionen, ohne die es Abmahnungen hageln kann.

    Mein Fazit: Die Software ist bestenfalls frühes Betastadium und zum operativen Einsatz völlig ungeeignet.

  9. Drei Open Source Shopsysteme im Vergleich

    am 24. März 2009 um 22:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Josef Willkommer von Techdivision verglich für Readers Edition drei Open Source Shopsysteme. Neben xt:commerce von der alte Garde, kam natürlich Newcomer Magento zum Zug. Für mich völlig überraschend, da unbekannt, ist der Dritte im Bunde PrestaShop aus Frankreich. Im Fazit des längeren und lesenswerten Artikel mutmaßt Willkommer, daß xt:Commerce tendenziell eher für einfachere Shoplösungen zum Einsatz kommen (einfach heißt hier nicht klein!) und Magento den Part einer Enterprise-Lösung übernehmen wird. […]

  10. Julia Bangiev

    am 21. August 2009 um 14:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Prestashop hat in Deutschland leider bisher kaum Anwendung gefunden. Nicht zuletzt wegen negativer Beiträge nach dem 1.0 Release und Abmahnfähigkeit. Inzwischen hat sich aber Einiges getan. Die Version 1.2 hat viel mehr Funktionen, die Anzahl der Module wächst ständig, und auch was die Nutzung im deutschen Raum angeht, werden zur Zeit mehrere Module entwickelt, die den Einsatz ermöglichen. Ich hoffe, dass Prestashop schon sehr bald zu einer besseren Alternative von XT-Commerce heranreifen wird.

  11. Chris

    am 23. August 2009 um 12:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    Auch hier möchte ich zu den Kommentaren beitragen das sich seitens Prestashop einige Dinge geändert haben und auch in der Zukunft mit Sicherheit noch ändern werden. Das Shopsystem existiert in der Version 1 erst seit knapp 12 Monaten und die Community von Prestashop wachst mit einem wahnsinnigen Tempo und ist stetig daran den Shop weiter zu optimieren.

    Wir haben bereits einige Module die unter dem Namen “germanEdition” zu finden sind entwickelt die den Shop um nützliche Funktionen wie z.B. die MwSt. Anzeige, Datenschutzhinweise & eine abschließende Bestellübersicht ergänzen und für den Betrieb in Deutschland hilfreich sind.

    Die Entwicklung der Module wird über unser Forum bekannt gegeben, parallel dazu haben wir eine gebündelte Version der Informationen erstellt, wer sich das ganze anschauen möchte findet einen kompakten Einstieg unter: www.prestashop-deutschland.de.

  12. publicity4u

    am 16. Februar 2010 um 14:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    Eine stets aktualisierte Liste freier Open Source Shopsysteme findet man auch bei Publicity4u . Es können auch kostenfreie Onlineshops ergänzt werden.

  13. Benjamin Wegener

    am 17. Februar 2010 um 16:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    OXID, Magento, Zen Cart, Virtuemart, das sind wohl die neuen Shops, die die größte Zukunft vor sich haben. Aber auch für Wordpress gibt es inzwischen gute PlugIns, um einen kleinen Shop zu erstellen. osCommerce wird nicht mehr weiterentwickelt, den Part hat Zen Cart übernommen und Ubershop für Drupal bietet eine modulare Aufbauweise.

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