Frau Schnutinger mag es direkt. Und wenn sie nicht gerade mit ihren drollig gezeichneten Cartoons die Welt erfreut, dann greift sie auch selbst gern mal zu Mikrofon und Kamera. Seit 2007 gibt es ihr “Netzkabarett” auf Sevenload, das sie selbst als “besondere Mischung aus der berühmten Muppet-Show, dem tragisch-komischen Loriot und dem neurotischen Woody Allen” bezeichnet. Meist, so gibt sie unmissverständlich zu, wüssten weder sie, noch die Redaktion – bestehend aus Herrn Wirrkoppf, der Medienmieze, Strumpf und Socke sowie Walter – vorher nicht so genau, womit sie ihren Angriff auf die Lachmuskeln starten werden. Doch was dabei herauskommt, dass sei auf jeden Fall “brillante Comedy, wirrer Klamauk und knackige Satire”.
Kerner, Beckmann und Co. – “Journalismus vom Feinsten”
Auch in dieser Woche gibt Frau Schnutinger, die eigentlich Ute Hamelmann heißt und wie wir wissen, gerade ihr Baby zu stillen hat, ihre so ganz eigenen Beobachtungen zum Besten. Nach eingehendem Philosophieren über Twitter, Gedanken zur Amtseinführung Barack Obamas sowie einigen spitzen Bemerkungen zur diesjährigen CeBIT, widmet sich die studierte Historikerin nun den nächtlichen Talkrunden im Öffentlich Rechtlichen. Denn als Mutter habe sie während der Nahrungsaufnahme ihres Sohnes zu später Stunde ja mächtig viel Zeit. So kommen sie denn auch alle an die Reihe: Ganz gleich, ob Beckmann, Kerner oder auch Herr Plasberg, vier Minuten im Heimstudio reichen aus, um all diese Herrschaften ordentlich aufs Korn zu nehmen. Immerhin hätten wir es hier mit “Journalismus vom Feinsten” zu tun. Oder etwa doch nicht?
Nicht nur Peter Schwierz zeigt sich von ihrer Analyse des “neuen Wohlfühljournalismus”, der in Frau Schnutingers Augen durchaus auf gleicher Höhe mit dem Musikantenstadl rangiert, begeistert. Seiner Lobeshymne getragen von Aussprüchen wie “absolut sehenswert”, “großartig” oder “dufte” ist jedenfalls vollends zuzustimmen. Ihre Beiträge sind getragen von Natürlichkeit, Direktheit und Persönlichkeit und werden ihrem Anspruch “aus dem prallen Leben direkt vor die Kamera” mehr als nur gerecht.
Zu Paech schreibt der Tagesspiegel folgendes:
Der Tagesspiegel: Immer wieder neu entfacht. Streit um Antisemitismus in der Linkspartei
Berlin – Der Linkspartei gelingt es nicht, antisemitische Tendenzen in den eigenen Reihen nachhaltig abzuwehren. Jüngstes Beispiel: Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Norman Paech, hat im „Neuen Deutschland“ die Forderung nach einem Boykott israelischer Waren unterstützt – obwohl die Parteiführung die heikle Diskussion für beendet erklärt hatte.
Fraktionsgeschäftsführerin Dagmar Enkelmann versichert, Paech stehe in der Bundestagsfraktion mit seiner Position „sehr allein“ da. Doch Tatsache ist: Der Hamburger gewann immer wieder Mitstreiter – übrigens fast durchweg Westdeutsche. Im November war Paech Wortführer von elf Abgeordneten, die sich im Bundestag Anträgen zur Bekämpfung des Antisemitismus verweigerten, weil sie angeblich eine „undemokratische, anmaßende Tendenz“ hatten. Im Januar rief er gemeinsam mit weiteren acht Bundestagsabgeordneten zu einer pro-palästinensischen Demonstration in Berlin auf, in deren Verlauf „Tod, Tod, Israel“ skandiert wurde.
http://andersdenken20.wordpress.com/2009/03/09/kurz-gefasst-2/