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Wirtschaft + Internetkultur

Das Ende des “geistigen Eigentums”? - Ein Lesetipp

Mittwoch, den 11. März 2009 um 17:09 Uhr von nicole oppelt
Die beiden Wissenschaftler zeigen sich zuversichtlich, dass sich ihr radikaler Ansatz durchsetzen kann. Photo: Screenshot

Während die Medienwelt von den schrecklichen Ereignissen im baden-württembergischen Winnenden gefangen gehalten wird, hat sich heute Nachmittag fast unbemerkt eine hochinteressante Meldung auf heise.de eingeschlichen.

“Idealerweise würden wir gern Patent- und Copyright-Gesetze insgesamt ausradieren”

US-Wirtschaftswissenschaftler fordern Abschaffung ‘geistigen Eigentums’” ist da seit 14.49 Uhr zu lesen, was bei näherer Betrachtung einer Revolution gleich kommen könnte. Michele Boldrin und David Levine, die Köpfe hinter diesem Plan, sind sich sicher: in Anbetracht der derzeitigen Weltwirtschaftskrise sei der Begriff “geistiges Eigentum” mehr als nur reif für die Mottenkiste. Gäbe es eine Veränderung im juristischen Sinne, dann wäre in ihren Augen eine wahre Innovationswelle mit einhergehender Wiederbelebung der Wirtschaft die Folge.

“Idealerweise würden wir gern Patent- und Copyright-Gesetze insgesamt ausradieren”, so die Wunschvorstellung der mutig vorstoßenden Ökonomen, die auch danach ausreichenden Schutz für Erfinder und ihre Einnahmequellen gewährleistet sehen. Ganz wie auch Harvard-Professor Charles Nesson, kritisieren auch sie den derzeitigen Missbrauch des Systems. Deshalb gelte es zunächst vor allem das Patentwesen eingehend zu reformieren. Denn: “Mit Patenten schütze man keine eigenen Ideen mehr, sondern versuche nur noch, die Konkurrenz zu behindern.

In diesem Video in englischer Sprache erklären sie ihre Theorien:

Hier geht’s zur online lesbaren Ausgabe ihres Buches “Against Intellectual Monopoly”.

Hier kann der Interessierte das Werk kostenlos downloaden.

Hier geht’s zu ihrem Blog.

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4 Reaktionen zu “Das Ende des “geistigen Eigentums”? - Ein Lesetipp”

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  1. Bernd Stichler

    am 12. März 2009 um 07:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    Diese Idee ist ein zweischneidiges Schwert. Es wäre beispielsweise dann denkbar, daß auf dem Büchermarkt Bücher von fünf verschiedenen Autoren erscheinen, die alle den gleichen Inhalt haben, weil einer beim anderen unbehelligt abkupfern kann. Andererseits darf man jedoch nicht übersehen, daß einige Konzerne aufgrund geltenden Patentrechtes eine Monopolstellung aufbauen, um die Preise hochhalten zu können. Wie gesagt, ein zweischneidiges Schwert.

    Bernd Stichler

  2. Tenner

    am 12. März 2009 um 12:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wissenschaftler? Der Schuss geht nach hinten los. Die Milliardäre brauchen nur noch den Markt zu begutachten und überfluten den Markt mit Kopien wie es ihnen beliebt.

    Klar, jedem Raubkopierer gefällt die Idee.

  3. Franz Roth

    am 19. März 2009 um 06:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    Alle copyright-Gesetze “ausradieren”? Die Forderung nach dem Ende des geistigen Eigentums ist geistiger Dünnschiß! Nicht nur Konzerne leben von Copyrights und Patenten, auch Kleinunternehmen, wie z.B. meine Ein-Mann-Presseagentur. Genau von der Lizensierung von Copyright! Es wird ohnehin im Internet bereits geklaut, was das Zeug hält. Drum (siehe auch auf meiner Website das entsprechende Logo einer Initiative des Bundesverbandes der Pressebildagenturen und Bildarchive - BVPA): COPYRIGHT LIVES!

  4. Urheberrecht “ausradieren”? « Pressebuero Franz Roth

    am 19. März 2009 um 06:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Da ist zum Einen die Forderung von “Wissenschaftlern” nach “totalem Ausradieren” von Patenten und Copyrights! […]

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