Zwei Jahrzehnte “Kampf gegen rechts” sind nicht spurlos an der deutschen Jugend vorbeigegangen. Die Millionen und Abermillionen, die in Programme zur Demokratieerziehung und für aufklärende Schautafeln zum Dritten Reich ausgegeben wurden, bringen nun reiche Frucht. Geht es nach dem scheinwerfersüchtigen niedersächsischen Kriminalprogfessor Christian Pfeiffer, dem Erfinder des Kollektivtopfers in der DDR, sind inzwischen mehr 14 Prozent aller 15-Jährigen im Lande rechtsradikal. 4,9 Prozent von ihnen bilden sich sogar selbst ein, zu einer “rechten Kameradschaft” zu gehören.
Mehr als bisher angenommen
Erstmals ist damit amtlich, dass rechte Kameradschaften in Deutschland derzeit bereits rund 33.000 Mitglieder zählen, weit mehr als sie selbst bis gestern wussten, wie auch die taz staunt. Bislang war auch der Verfassungsschutz von zirka 200 Kameradschaften mit zwischen fünf und 30 Mitgliedern ausgegangen – rund 27.000 Kameradschaftsmitglieder, die sich bisher in geheimen Kameradschaften versteckt hatten, konnte erst Christian Pfeiffer durch direkte Befragung der Täter entdecken.
Ein schöner Erfolg für die nimmermüden Bemühungen der Bundesregierung und der restlichen Zivilgesellschaft, die Jugend auf den rechten weg zu bringen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Christian Pfeiffer (mit drei “F”) wollten einen Zusammenhang zwischen staatlichen Erziehungsbemühungen und Erziehungserfolgen jedoch nicht herstellen. Schäuble, der selbst schon Gesetze gebrochen, sich später aber dafür entschuldigt hat, teilte mit, er sei “erschrocken”. Die Zahlen seien ihm Anlass, dasselbe zu tun, was bereits die DDR immer tat, wenn das junge Volk nicht so wollte, wie das Politbüro gern gehabt hätte: Die Erziehungsbemühungen müssten nun weiter intensiviert werden, sagte der Innenminister. Dies sei Aufgabe der ganzen Gesellschaft, zitierte der Innenminister Eberhard Aurich, ehemals Vorsitzender der DDR-Jugendbewegung FDJ, der Mitte der 80er Jahre derselben Ansicht war. Damals ging es allerdings darum, die junge Generation vor den rock- und popkulturellen Nachstellungen des Imperialismus zu bewahren.
Auch Christian Pfeiffer, der die Ergebnisse der Studie bereits seit Monaten kennt, ist entsprechend der Zielstellung immer noch erschrocken über die “erschreckenden Erkenntnisse“. Trotz jahrelanger aufwendiger Förderprogramme denke unverständlicherweise ein Teil der Jugend immer noch nicht, was er denken solle. So liege die Quote der Jugendlichen, die der Aussage “In Deutschland gibt es zu viele Ausländer” uneingeschränkt zu stimmten, bei fast 29,7 Prozent. Auf antisemitische Einstellungen ließen die Antworten von 6,4 Prozent der Jungen und 2,1 Prozent der Mädchen schließen, erläuterte der Kriminologe.
“Es müsse die Gesellschaft aufrütteln, dass ein hoher Anteil der jungen Leute in das Fahrwasser der Rechten geraten sei, erklärte Pfeiffer.”
Eine aufgerüttelte Gesellschaft könnte dann bestimmt zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte dafür sorgen, dass junge Leute sofort nach ihrer Geburt dieselbe Weltsicht entwickeln wie alte, dasselbe denken wie ihre Eltern und keinerlei Interesse daran zeigen, zu rebellieren, indem sie sich etwa durch extreme Kleidung, extreme Musik oder extreme Ansichten von der vorhergehenden Generation abzusetzen versuchen.
Quelle: politplatschquatsch.com
Ich teile die Meinung, dass das Lamentieren über Statisitken nichts bringt. Alle Welt hat Verständnis dafür, dass Obama mit den “gemäßigten” Taliban verhandeln will.
Schröder fährt zu Verhandlungen in den Iran. Von den Streitparteien im Heiligen Land
wird erwartet, dass sie aufeinander zugehen. Aber rechtsradikal infizierte Jugendliche
werden in unserem Staat nicht einmal angesprochen.