1 000 Tage

Vorstellen kann sich das niemand. In irgend einem Loch hocken, wohl kein Licht sehen, angekettet in einem verminten Raum, lausiges Essen, hoffentlich abgekochtes Wasser, von denselben Entführern mal mehr, mal weniger freundlich “behandelt” werden. Vielleicht. Vielleicht nicht einmal das. Gilad Shalit ist seit Juni 2006 Teil des israelischen Kollektiv-Bewusstseins geworden.

Schalb.jpgVorstellen kann sich das niemand. In irgend einem Loch hocken, wohl kein Licht sehen, angekettet in einem verminten Raum, lausiges Essen, hoffentlich abgekochtes Wasser, von denselben Entführern mal mehr, mal weniger freundlich “behandelt” werden. Vielleicht. Vielleicht nicht einmal das.

Gilad Shalit ist seit Juni 2006 Teil des israelischen Kollektiv-Bewusstseins geworden. Gilad Shalit, der mittlerweile 22-jährige Soldat mit dem Harry-Potter–Blick, lächelt von Stickern auf unzähligen Autos, schaut dich von zehntausenden Fahnen und Fähnli im ganzen Land an. Gilad Shalit wurde zum Problem für die Militärs, die jungen Rekruten zu erklären haben, weshalb die Politik den Gekidnappten nicht endlich zurück nach Hause bringt.

Gilad Shalit wurde zum Maßstab für das Versagen von Premier Olmert, der ein paar Tage vor seinem endgültigen Verschwinden in den Mühlen der Justiz damit begann, sich aus politischen Gründen um die Freilassung des entführten israelischen Soldaten zu kümmern. Gilad Shalit lässt in Israel nur sehr wenige unberührt.

Gilad Shalit – heute vor 1 000 Tagen wurde er in den Gaza-Streifen entführt.

Gilad, keep going.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf andremarty.com, einem inhaltlichen Partner der Readers Edition.

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