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Politik + Wirtschaft

Ist die Finanzkrise von der Federal Reserve Bank selbst gemacht?

Sonntag, den 22. März 2009 um 16:33 Uhr von Rolf Ehlers

Eine Freundin machte mich auf einen Videovortrag (1 Stunde) des Wirtschaftsfachmanns Andreas Clauss aufmerksam, der verstehen lässt, dass die Weltfinanzkrise sich nicht einfach aus einer zufällig kulminierten Menge von Fehlern ergeben hat, sondern von den privaten Inhabern der Notenbankpresse in New York gezielt hervorgerufen wurde. Im Zusammenhang wird auch plausibel, dass die Regierungen Europas nicht für ihre Völker, sondern für den Erhalt dieses korrupten Systems arbeiten, bzw. dass sie wie Clauss es ausdrückt, gar nicht “unsere” Regierungen sind.

Wem so viel Verschwörungstheorie zu viel starker Tobak ist, mag sich mal Gedanken zu beispielsweise solchen Fragen von Clauss machen wie:

- Ist es ein Zufall, dass Obamas Wahlkampf von den großen fünf Systembanken der USA mit einer Milliarde Kampfgeld gesponsort wurde und dass er jetzt genau das tut, was die Federal Reserva Bank ihm vorgibt?

- Warum hat die Regierung der USA (Bush und Obama in Kooperation) von den Systemhäusern nur Lehman Brothers untergehen lassen, die ihr größtes Engagement in Übersee, gerade in Europa, hatten? Sollte Europa damit verstärkt auf Kurs gehalten werden?

Ich frage mich seit Langem, warum nur der Altkanzler Kohl alle Goldreserven der Bundesrepublik in die Obhut der Federal Reserve Bank in der Wall Street hat verschaffen lassen. Ob wir davon jemals etwas wiedersehen? Das war wohl nicht geplant.

Clauss bringt am Ende seines Vortrages einige praktische Vorschläge,wie eine vom fremden Geld abgekoppelte reale Wirtschaft gut funktionieren kann: mit gewisser Autarkie ohne völlige Aufgabe des freien Handels und mit einer besseren Versorgung aus der Region heraus. Er argumentiert nicht immer methodisch überzeugend, besonders wenn er sich auf sein angeblich so gutes Bauchgefühl beruft. Dabei machen seine Darlegungen auch ohne Rückgriff auf solche obskuren Erkenntnisquellen plausibel, dass wir seit Generationen im Griff von weitgehend im Hintergrund operierenden wirtschaftsmächtigen Kreisen sind. Solange wir in Europa noch Verfassungen haben, die nicht dem Diktat des Eiuroparats unterworfen sind, haben wir wenigstens formal eine Chance, unsere Geschicke einmal wieder selbst in die Hand zu nehmen, indem wir den Dollar und all das von ihm direkt abhängige Geld wie Euro, Pfund, Franken, Yen, Yuan und eigentlich alle Produkte aus fremden Geldpressen einfach nicht mehr achten und benutzen.

Hier geht’s zum Video:

videogold.de

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22 Reaktionen zu “Ist die Finanzkrise von der Federal Reserve Bank selbst gemacht?”

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  1. Ru55k13

    am 23. März 2009 um 06:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    1. Bei der Betrachtung der Spendenlist wurde nicht nur Obama von den Banken gesponsort, sondern auch der Gegenkandidat.

    2. Warum sollte man künstlich Unruhe riskieren, die den Machterhalt gefährdet?

  2. Wasser

    am 23. März 2009 um 10:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Is die Finanzkrise von der Federal Reserve Bank selbst gemacht?”

    Das kann man nicht wissen, es gibt jedoch im Weltnetz Quellen, die behaupten, die FED gehöre jüdischen Finanzkreisen und bestimmen somit, was in den USA läuft!

    Ich frage mich nur, warum die ihr eigenes System in Frage stellen wollen? Es lief doch bisher prima im Sinne von Israel!

  3. Mike

    am 23. März 2009 um 12:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Ehlers,
    danke für den Link zum Video und dieser Seite!

  4. Jan van Winried

    am 23. März 2009 um 12:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Herr Ehlers,

    haben Sie noch Hintergrundinfos zu der Auslagerung unser Goldreserven. Wann hat das stattgefunden? Wie waren die Umstände? Wieviel Gold wurde nach Amerika transferiert und warum?

    Unzweifelhaft haben Interessengruppen sowohl in Deutschland als auch in Europa die Politiker fest in Ihrer Hand. Die Staatenschwächung, durch fortgesetzte Privatisierung der Grundversorgung der Volkswirtschaften, ist nicht folgenlos geblieben. Interessant ist, dass es der Propagandamaschine immer noch gelingt, den Umbau der Volkswirtschaften als zukunftweisendes Modell zu verkaufen.

    Ich befürchte, dass wir vor einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel stehen, der uns künftig ganz neue Lebensumstände aufzwingen wird. Niedriglohn und Zeitarbeit wird für die meisten Bürger zur Alltagsrealität werden. Wer nicht spurt, wird aus dem System entfernt. Die Überwachungsinfrastruktur steht; Konten- und Gehaltstransparenz ziehen nach. Die “Elite” hat sich durch die ständige Erweiterung von Rechten und durch die Schaffung neuer Hierarchien gegen vermeindliche Konkurrenten abgesichert. Unsere Politiker haben leider noch nicht begriffen, dass sie künftig weitgehend überflüssig werden.

    Der neue Elitestaat hat allerdings einen entscheidenden Makel: Die Zahl der Profiteure ist zu gering, um so ein System lebendig zu halten. Staatliche Gewalt und Angstkulissen durch Überwachung werden nicht ausreichen, um den betroffenen Menschen das Recht auf Leben zu nehmen. Es wird trotzdem eine sehr schwierige Zeit kommen, da die neue Elite Menschen, die nicht zu Ihrer Gruppe gehören, mit absoluter Geringschätzung betrachtet und behandelt - eiskalt und mit bestialischen Mitteln. Wer denkt, dass ich hier übertreibe, braucht hinsichtlich der Methoden nur den Blick nach Amerika auszurichten. Guantanamo lässt schauerlich grüßen.

  5. Nagel

    am 23. März 2009 um 14:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    wirtschaft ist die fortsetzung des krieges mit anderen mitteln. da die zinsgewinne von ganz wenigen von ganz vielen erwirtschaftet wird, ist es nur das versprechen auf heil, dass das gross der menschen zu masoschistischen bluten veranlasst. wie muß das heil aber aussehen? es muß die heilung versprechen. um den glauben an heilung zu erzeugen, muß ich mir kompetenz aneignen, die glauben und vertrauen macht. wo ist der markt? der krebs? also muß ich die heilung versprechen. wer meine vitalkost kauft, bekommt keinen krebs. schon bringen die leute das geld in bewegung, in den vitalkostladen oder zum anlageberater. hat die bank genug kunden, verkauft sie die anlagen und legt selbt wieder an. die anleger verlieren ihr geld. selbst schuld. gewinnmaximierung. wenn der gegenwert nicht mehr stimmt, erhöht man die geldmenge oder gründet den amero. betrug ist es immer, wie bei der heilversprechenden vitalkost.

  6. Rolf Ehlers

    am 23. März 2009 um 14:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Nagel, Se werden lästig. Ich weiß nur nicht, ob ich mich an Ihnen reiben soll. Sie wissen ja, wie das ist mit der deutschen Eiche … Eigentlich ist mir Ihr ständiger Angriff vom Inhalt Ihrer Reden wie auch von dem Charakter, der dahinter steht, zu gering.
    Aber das Wort “Betrug” ist eine Beleidigung, inhaltlich wie formal. Sie müssen damit rechnen, dass ich ohne Vorankündigung den Rechtsweg einschreite, wenn Sie in Ihrer Verblendung so weiter machen! Ich überlege mir das noch. Denn im gerichtlichen Verfahren kann ich - auf Ihre Kosten - den Nachweis führen, dass eine Kost wie die AMINAS Vitalkost für praktisch jeden Menschen enorme gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

  7. Nagel

    am 23. März 2009 um 15:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    ehlers: sie sehen eher aus, wie eine deutsche esche. mit deutschen eichen kenne ich mich nicht aus. die letzten deutschen eichen die ich in den neunziger jahren vom platz gefegt habe, mit meinem artikel “dicke Bündel” im nachrichtenmagazin der spiegel waren die bundesdeutschen republikaner, die das heil versprachen und sich die taschen vollmachten. auch die firma braun, die mit ihrem produkt lyodura das heil versprach, und cjk tote servierten habe ich zur ader gelassen. ihr milliardenprodukt verschwand von der bildfläche.sie wollen damit sicher sagen, sie seien ein echter deutscher, vielleicht ein arier aus persien. das müßten sie mir aber nachweisen. geben sie mir ihre blutgruppe bekannt. ich sprach aber im meinem kommentar von inhärenten betrug im kapitalistischen system, was deswegen nicht funktionieren kann, weil exponentiale rechnung angewendet auf durch menschen geleistetet wachstum nie funktionieren kann.
    ich habe nichts dagegen, wenn sie rechstmittel aufwenden. sie versprechen mit ihrem produkt das heil und ich lasse es untersuchen. sie müssen sich da um gar nicht bemühen. haben sie etwas geduld. ich mache das schon.

  8. Jan van Winried

    am 23. März 2009 um 15:47 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Nagel, lieber Herr Ehlers,

    es betrübt mich ein wenig, dass Sie sich hier gegenseitig das Leben schwer machen. Muss doch nicht sein! Auch wenn Ihre Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten grundlegend voneinander abweichen, sind Sie doch Beide mit einem hohen Maß an Sinn für Gerechtigkeit und moralischen und ethischen Werten ausgestattet. In diesen Zeiten ist es wichtig, zusammen zu halten und gemeinschaftlich gegen die Menschen vorzugehen, die uns tatsächlich die Existenzgrundlagen abgraben. Bleiben Sie kritisch und weisen Sie weiter mit Ihren guten Artikeln auf die tatsächlichen Mißstände hin.

    Herzliche Grüße

    J. v. Winried

  9. Nagel

    am 23. März 2009 um 17:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    jan van winfried: ich gebe ihnen grundsätzlich recht, aber ich sehe alles auch unter dem aspekt: dantons tod. es kann sein, dass die für die ich etwas mache, mich auch an den galgen heben. mein verhalten wiederum ist beschrieben in arthur köstlers buch: ein mann springt in die tiefe. ich tue was zu tun ist, und, hier verspricht jemand das heil. ich prüfe jetzt das versprechen nach. weil ich erschrocken bin, dass jemand unsagbares leid indirekt benutzt für ein produkt, daß er vertreibt. die auseinandersetzung auf dieser plattform werde ich aber einstellen.

  10. Franz Petersmann

    am 23. März 2009 um 18:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Interessant sind in dem betreffenden Vortrag auch die gesellschaftlichen Themen, welche im Anschluß des Geld- und Finanzvortrags folgen.
    “Die Iren konnten Lissabon verzögern, verhindern können es nur die Deutschen.
    Die einzigen, die das nicht wissen, sind die Deutschen.” Dieser Ausspruch hat mir besonders gefallen. Bei der Überlegung, was dies wohl bedeuten könnte, bleibt für mich nur der Hinweis auf die besondere deutsche Rechtslage.

    Nachdem ich vor kanpp fünf Jahren auf meine Fragen zum Art. 146 GG von der Bundeszentrale für politische Bildung die Antwort bekam, daß speziell zu der Frage, warum noch keine Verfassung zur Abstimmung gestellt wurde, in ihrem Hause kein Material zu finden sei, war für mich der Fall klar.
    Gerade im Januar wurde wieder einmal eine öffentliche Petition vom Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages ohne irgendeine Abstimmung abgelehnt.
    http://www.wahrheiten.org/blog/2009/02/12/unser-grundgesetz-ist-in-schlechter-verfassung/
    Wie lange wollen die BRD-Politiker dieses Spiel mit uns noch treiben?

  11. Rolf Ehlers

    am 23. März 2009 um 18:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Franz Petersmann: Clauss hat das ein bisschen sybillinisch gesagt, dass nur die Deutschen Lissabon verhindern können. Ich bin sicher, dass ich das juristisch richtig beurteile: unser Bundesverfassungsgericht wird alle Versuche, über Europa die
    Prinzipein der Demokratie und des Rechtsstaats auszuhebeln, zunichte machen!

    Die Klage läuft. Da die Verträge grob verfasungswidrig sind, können sie nur abgelehnt werden. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Geschichte auch schon mal einzelne Urteile gefällt, die es heute nicht mehr sprechen würde. Aber solch eine
    Zumutung wie die Europäische Verfassung und den Vertrag von Lissabon hat es noch nie gegeben. Da kann es nur ein ganz klare Antwort geben.

  12. Franz Petersmann

    am 23. März 2009 um 19:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    Da bin ich aber dann mal gespannt auf das Bundesverfassungsgericht. Irgendwas wird kommen - getreu dem Motto des luxemburgischen Regierungschefs Jean-Claude Juncker: ‘’Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.'’

    Wie ist das überhaupt mit der Gewaltenteilung in der BRD? Da Justizminister ein Weisungsrecht haben, ist doch die Judicative nicht unabhängig, sondern von der Exekutive abhängig. Ist das schon mal zur Anzeige gebracht worden?

  13. Rolf Ehlers

    am 24. März 2009 um 14:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Franz Petersmann: Niemand in Deutschland hat ein Weisungsrecht ggenüber der Vierten Gewalt, ganz sicher auch nicht der Justizminister, der nur der Justizverwaltung vorsteht. Den Richtern kann er keine Anweisung geben.

  14. Rolf Ehlers

    am 24. März 2009 um 15:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Franz Petersmann: Weder der Justizminister noch sonst jemand hat gegenüber einem Richter ein Weisungsrecht. Das ist der harte Kern der Gewaltenteilung, die
    nach dem Grundgesetz Ewigkeitswert hat und selbst von einer 2/3 Mehrheit des
    Bundetages nicht geändert werden kann.

  15. Stefan Wehmeier

    am 24. März 2009 um 15:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die so genannte “Finanzkrise” hat sehr viel tiefere Wurzeln:

    http://www.deweles.de/files/child_in_time.pdf

  16. Nagel

    am 25. März 2009 um 08:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    wehmeier: da haben sie recht. weil der mensch so blöd ist, den warentausch über den mathemtischen zins als unnatürliches wachstumsprinzip laufen zu lassen.

  17. Franz Petersmann

    am 25. März 2009 um 13:57 Uhr | Link | Kommentar melden

    Herr Ehlers, es fällt mir schwer, Ihre Argumentation nachzuvollziehen. Sie haben selbst diesen Artikel verfaßt, der sich auf den kritischen Vortrag von Andreas Clauss bezieht, der auch offen von einer Systemkrise spricht. Sie schreiben selber, daß die Regierungen für den Erhalt dieses korrupten Systems arbeiten. Aber warum unterstützen Sie in Ihren Kommentaren jetzt wieder dieses System? Sie geben zu dem Videovortrag eine Dauer von einer Stunde an. Das erklärt mir Ihre Äußerung zu dem von mir angeführten Zitat zum Vertrag von Lissabon. Sie können die dritte halbe Sunde nicht gesehen haben.

    Allgemein gehen wir von drei Gewalten aus und als vierte Gewalt werden landläufig die Medien bezeichnet: http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt
    Bei dem Verhältnis der Exekutive zur Judicative geht es mir hier um das Weisungsrecht gegenüber Staatsanwälten. Aber hören wir doch Justizministerin Zypries dazu:
    „Stellen Sie sich doch einmal das Gegenteil vor: Sie haben eine Staatsanwaltschaft, die nicht ermittelt. Wenn Sie dann kein Weisungsrecht haben, können Sie nichts tun. Dann haben Sie das Problem, daß Straftaten nicht verfolgt werden …..“
    Frankfurter Rundschau vom 17.09.2003 http://www.drb-hamburg.de/j2000/030917fr.pdf
    Am 8. Juni 2007 teilt die Generalbundesanwältin Monika Harms mit, daß sie in der „Sachsensumpf“-Affäre nicht ermitteln werde. Frau Zypries macht von ihrem Weisungsrecht keinen Gebrauch.
    „Immer wieder haben Harms und ihre Ermittler Gesetze missachtet oder sie zu weit ausgelegt, ihre Befugnisse überschritten oder unhaltbare Verdächtigungen in die Welt gesetzt. … Erst Ende der vorigen Woche befand der Bundesgerichtshof die Razzien bei Globalisierungskritikern, die Harms im Mai 2007 angeordnet hatte, für rechtswidrig.“
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/exzesse-ohne-folgen/?src=SZ&cHash=6cecedb1b5
    Frau Zypries macht von ihrem Weisungsrecht keinen Gebrauch. Das korrupte System schützt sich selber.

    Kommen wir nun wieder zum Thema und sehen uns den 2. Satz des Art. 88 GG an: „Ihre Aufgaben (Bundesbank) und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet.“ Seit 1992, als dieser Satz eingefügt wurde, haben wir also eine wirkliche dritte Gewalt. Diese Änderung geht auf eine Initiative der Bundesregierung zurück; der Zusatz, welcher auch die Unabhängigkeit beinhaltet, wurde dann von einem Sonderausschuss, “Europäische Union”, Rechtsausschuss, Auswärtiger Ausschuss, EG-Ausschuss, ergänzt.
    http://mensch-sein.de/bank.html

  18. Rolf Ehlers

    am 25. März 2009 um 14:50 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Franz Petersmann: ich muss mich korrigiren. Die Justiz ist die Dritte Gewalt. Die ist
    unabhängig . Die Staatsanwaltsschaft ist de lege lata weisungsabhängig, sie ist aber
    auch Teil der Exekutive. De lege latea sollt man das m.E. mal ändern, die Regierungen
    werden das aber hintertreiben.

    Nur zur Klarstellung: 1. Gewalt ist die Legislative, 2. Gewalt ist die Exekutive, 3. Gewalt ist die Judikative. Die von der Exekutive unabhängige Zentralbank könnte man als 4. Gewalt kennzeichnen, auch wenn für sie nicht dieselben verfassungsrechtlichen
    Existenzgarantien streiten. Von der Presse asl 4. Gewalt kann man politoöogisch sprechen, nicht verfassungsrechtlich. Ich denke, dass wir uns darauf einigen können.

    Unsere Demokratie als solche, den Rechtsstaat und die Gewaltenteilung ist m.E. unverzichtbar. Wenn sie verschwänden hätten wir weit schlimmere Probleme als die jetzige Krise zu erwarten. Wenn diese rechtlichen Strukturen bleiben, kann auch
    Versuch der Unterwanderung der Staaten durch das große Geld nie ganz gelingen.

  19. Stefan Wehmeier

    am 25. März 2009 um 16:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sorry, hab´s jetzt erst bemerkt: “Wirtschaftsfachmann” Andreas Clauss. Er gehört zu einer ganz besonderen Spezies, die noch am ehesten als “Goldbug-Öko” bezeichnet werden kann. Am Anfang seines Standardvortrages könnte man noch glauben, dass er zumindest den entscheidenden Fehler im heutigen Geldsystem kennt, nämlich die parasitäre Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass er noch nicht einmal das weiß, sondern im Gegenteil sogar eine mittelalterliche Goldwährung propagiert, die ein friedliches Zusammenleben prinzipbedingt unmöglich macht, was schon Silvio Gesell 1916 ausführlich begründete:

    3.17. Gold und Frieden?
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/3_17.htm
    3.18. Ist der Bürger- und Völkerfrieden vereinbar mit der Goldwährung?
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/3_18.htm

    Ansonsten ist die Verfassung eines Staates irrelevant, solange die makroökonomische Grundordnung nicht funktioniert. Es gibt keine Gerechtigkeit durch das “Recht”, wie hier ausführlich begründet wird:

    http://forum.nrw.tv/forum/showthread.php?t=5147

    Dagegen kann man auf das, was heute als “hohe Politik” bezeichnet wird, getrost verzichten, sobald absolute ökonomische Gerechtigkeit hergestellt ist:

    http://www.deweles.de/files/soziale_marktwirtschaft.pdf

  20. Franz Petersmann

    am 25. März 2009 um 17:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Herr Ehlers, das habe ich nicht bedacht, daß die Staatsanwaltschaft nach dem Grundgesetz zur Exekutive gezählt wird, trotzdem ist dies einer Demokratie nicht förderlich. Lesen Sie hierzu ein „Plädoyer für unabhängige Staatsanwälte“ der Neuen Richtervereinigung (NRV): „Die Staatsanwälte wachen darüber, dass die Polizei als Teil der Exekutive bei ihren Ermittlungen die Rechte der Bürger wahrt. Sie wachen damit auch darüber, ob die Exekutive sich an die Strafgesetze hält. Deswegen ist es widersinnig, dass der Justizminister, selbst ein Teil der Exekutive, mit Hilfe des Weisungsrechts den Wächter überwacht.“
    http://www.nrv-net.de/main.php?id=151&vo_id=301&lv_id=&fg_id=6

    Eine unabhängige Staatsanwaltschaft gehört auch zum Selbstverwaltungskonzept der NRV. Eine Selbstverwaltung fordert auch der Deutsche Richterbund.

    Was die jetzige Krise für uns noch bereithält, werden Sie sich wohl schwerlich vorstellen können.

    Herr Wehmeier, Sie haben eine wichtige Kritik angebracht. Es gibt auch andere Modelle eines gerechten Geldsystems ohne Goldstandard.

  21. Rolf Ehlers

    am 25. März 2009 um 17:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Franz Petermann: in allem d’accord. Die Initiative für eine unabhöngige Staatsanwaltschaft ist mir bekannt. Ich ünterstütze sie, gebe ihr in der heutigen
    politischen Landschaft aber absolut keine Chance. Dann müssten ja auch die Politiker
    fürchten, verfolgt zu werden und könnten es nicht unterbinden!

  22. Stefan Wehmeier

    am 26. März 2009 um 12:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Franz Petersmann: Nicht dass wir uns missverstehen; es gibt per definitionem kein gerechtes Geldsystem mit Goldstandard!

    Versuchen Sie erst gar nicht, die Worte von Silvio Gesell anzuzweifeln; das haben schon ganz andere versucht, angefangen bei Franz Oppenheimer und John Maynard Keynes, um nur die bekanntesten zu nennen. Alle sind argumentativ gescheitert, wobei Keynes sogar wusste, dass Gesell in allen Punkten Recht hatte. Er war garantiert nicht so dumm, selbst daran zu glauben, dass konstruktiv umlaufgesichertes Geld (Freigeld) durch irgendwelche “Ersatzzahlungsmittel” wieder aus dem Umlauf gedrängt werden könnte. Er gebrauchte diese Ausrede nur, um seine “Allgemeine Theorie” an die “hohe Politik” verkaufen zu können, von der er wusste, dass sie diese mit Begeisterung annehmen würde. Denn nichts freut die politische Seifenoper mehr, als auch noch mit “wissenschaftlicher Legitimation” in der freien Marktwirtschaft herumpfuschen zu dürfen.

    Dass sich die Natürliche Wirtschaftsordnung (ideale Makroökonomie) dennoch bis heute nicht durchsetzen konnte, hat einen ganz anderen und sehr viel tiefer liegenden Grund: der bis heute weiterwirkende kollektive Wahnsinn der Religion, der allerdings erforderlich war, damit sich die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt auf die Benutzung von Geld (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld) einlassen konnte:

    http://www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

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