Russland: Sinkende Gold- und Währungsreserven

Laut den Angaben der russischen Zentralbank sanken die Gold- und Währungsreserven des Landes in der Woche vom 06.03. bis 13.03.09 um weitere 4,4 Milliarden US $. In der Woche davor sanken sie “nur” um 3,8 Mrd. $. Insgesamt betrugen die russischen Gold- und Währungsreserven am 13. März 2009 noch 376,1

goldre.jpgLaut den Angaben der russischen Zentralbank sanken die Gold- und Währungsreserven des Landes in der Woche vom 06.03. bis 13.03.09 um weitere 4,4 Milliarden US $.

In der Woche davor sanken sie “nur” um 3,8 Mrd. $. Insgesamt betrugen die russischen Gold- und Währungsreserven am 13. März 2009 noch 376,1 Mrd. $, was ein Minus von knapp 220 Mrd. $ gegenüber August 2008 darstellt. Der Grund für dieses Absinken liegt an niedrigen Preisen für russische Exportgüter auf den internationalen Märkten sowie an der Haushaltplanung für 2009, die von einem Preis pro Barrel von mehr als 100 $ ausging und einer Interventionsreihe der russischen Zentralbank auf dem Währungsmarkt, um den Rubelkurs stabil zu halten, was ihr trotz Milliardeneinsätze in zweistelliger Höhe jedoch nicht gelang.

Mittlerweile mahnt die russische Regierung Budgetorganisationen in ihren Ausgaben bescheidener zu sein, schreibt Kommersant.

Abstriche wird es demnach bei der Zuteilung von Sprit für Regierungsfahrzeuge geben (von 100 Liter/ Tag auf 70 Liter/ Tag). Des Weiteren werden die Erstattungen der Dienstreisen nicht mehr so üppig ausfallen. Aber auch bei den Officemöbeln müssen sich die russischen Regierungsbeamten in der näheren Zukunft beschneiden.

Der letzte Clou im Kampf gegen das defizitäre Budget ist der Abbau des präsidialen Verwaltungsapparates um 100 Personen.

Dieser Artikel von Paul Becker erschien zuerst auf gusnews.net, einem inhaltlichen Partner der Readers Edition.

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