Michi Mayer hat wieder Spaß am Volleyball

SG Eschenbacher Eltmann verliert gegen den vielleicht neuen deutschen Meister Bundesliga Männer SG Eschenbacher Eltmann – Generali Haching 0:3 (20:25, 16:25, 18:25) Hat die SG Eschenbacher Eltmann im letzten Heimspiel der Saison 0:3 gegen den neuen deutsche Meister verloren? Eltmanns Trainer Mark Lebendew hält das durchaus für möglich,”auch wenn die

eltm0.jpgSG Eschenbacher Eltmann verliert gegen den vielleicht neuen deutschen Meister

Bundesliga Männer
SG Eschenbacher Eltmann – Generali Haching
0:3 (20:25, 16:25, 18:25)

Hat die SG Eschenbacher Eltmann im letzten Heimspiel der Saison 0:3 gegen den neuen deutsche Meister verloren? Eltmanns Trainer Mark Lebendew hält das durchaus für möglich,”auch wenn die Saison noch lange geht. Aber sie sind am ausgeglichensten und mannschaftlich am Stabilsten, ich kann mir durchaus vorstellen, dass Gerenrali Haching am Ende Meister wird.” “Ein Ziel, das uns nicht erschreckt”, sagte auch Unterhachigs Coach Mihai Paduretu. Der Sieg in Eltmann war der elfte Pflichtspielsieg in Folge für den frisch gebackenen Pokalsieger. Zudem konnten die Münchener Vorstädter im Bayerischen Derby wohl die größte Hürde aus dem Weg räumen, der ihnen den ersten Platz nach Abschluss der Punktspielrunde noch hätte vermiesen können. Ein 3:1 im letzten Heimmatch gegen Königs Wusterhausen würde nun genügen, das ist machbar. Trotzdem bleibt Paduretu vorsichtig: “Wir schauen von Spiel zu Spiel. Friedrichshafen hat die größte Erfahrung, aber auch Berlin kann Meister machen und selbst Moers eine Überraschung schaffen.”Doch die oberbayerische Vorstellung in Unterfranken war schon aller Ehren wert. Nicht den Hauch einer Chance ließ die nur aus deutschen Akteuren bestehende Generali-Stammsechs. “Die Mannschaft trainiert sehr gut, organisiert auch außerhalb des Spiels sehr viel und macht einfach auch privat sehr viel zusammen, da ist so eine Leistung dann die konsequente Folge von”, so Paduretu.

Nur zweimal roch Eltmann ein wenig am Satzgewinn.

Im ersten Satz hielt die SGE immerhin bis zum 18:18 mit. “Wir müssen konstanter werden”, sagte Florian Tafelmayer. “Wir haben wieder einen dummen Fehler gemacht und dann gehen bei uns gleich drei, vier Punkte weg.” Nach 18:22 war der erste Satz dann auch verloren. Nachdem Kapitän Andras Geiger einmal mehr nicht auflaufen konnte, machte Tafelmayer selbst gegen seinen Ex-Verein aber eine ordentliche Partie. “Mit der Zeit kommt das Selbstbewusstsein. Dann geht man schon ganz anders an einen Ball hin.” Auch Paduretu meinte: “Eltmann hat einige wirklich talentierte junge Spieler. Genau so hat die positive Entwicklung bei uns auch begonnen.”

elo3.jpgIm zweiten Durchgang allerdings gerieten die Hausherren schnell ins Hintertreffen. “Da war ich ein wenig enttäuscht, weil wir nicht füreinander gekämpft haben”, kritisierte Lebedew. Das änderte sich erst wieder, als der Australier für den immer unglücklicher agierenden Falko Steinke den langjährigen Hachinger Kapitän Michi Mayer brachte – und der brannte förmlich, war er doch im Oktober 2007 im Streit weggegangen. “Michi hat nicht sehr oft trainieren können”, begründete Lebedew, warum Mayer erst bei 7:14 im zweitem Satz kam. “Falko hätte es nicht verdient gehabt, nicht anfangen zu dürfen.”

Mit Mayer kehrte auf jeden Fall Leben ins Eltmanner Spiel zurück.

Vor allem im dritten Satz kämpften die Hausherren um jeden Ball, auch wenn es am Ende nur bis zum 14:14 reichte, den Spitzenreiter in Bedrängnis zu bringen. Mayer machte in eineinhalb Sätzen zehn Punkte und war damit bester Eltmanner Scorer, genausogut wie Hachings Diagonalangreifer Marco Liefke und nur einen Punkt schlechter, als Nationalspieler Eugen Bakumovski, die aber beide durchspielten.

“Es macht mir einfach Spaß Volleyball zu spielen”, freute sich Mayer über jeden Punkt, “aber nicht, weil es gegen Haching war, das wäre gegen jeden anderen Gegner auch so gewesen.” Eigentlich sollte Mayers Gastspiel im Schatten der Wallburg ja nur eine halbe Saison dauern, doch nun scheint eine Überraschung möglich. “Eigentlich wollte ich im Sommer heiraten und zu Hause in Viechtach ein Haus bauen, aber nun hat sich eine neue Situation ergeben, weil mich meine Freundin sitzen gelassen hat”, sagte der Ex-Nationalspieler. Er habe wieder Spaß am Volleyball und überlege sogar “mein Referendariat in Eltmann fortzusetzen oder für ein Jahr wieder Profi zu werden und als Lehrer zu pausieren.” Entschieden sei das aber nicht nicht. “Zu gegebener Zeit.” Trainer Lebedew steht einer Vertragsverlängerung jedenfalls positiv gegenüber, “unter ein paar Bedingungen.” Zu der eben verstärkte Anwesenheit in Eltmann gehöre. “Nur wer trainiert, spielt auch nächste Saison.” Dass Mayer mehr tun muss, weiß er selbst. “Ich habe das brutal unterschätzt, ich habe gedacht, ich spiele da locker mit und bin wir früher unbesiegbar. Wirklich helfen konnte ich Eltmann wohl nicht.” Nur gegen Leipzig habe er ein gutes Match gemacht und eben zum Saisonende gegen Haching. “Aber ich würde mir schon zutrauen, wieder mitspielen zu können.”

Sicher weiterhin bei der SGE werden neben Trainer Lebedew, der noch zwei Jahre Vertrag hat, auch Florian Tafelmayer, René Bahlburg und Falko Steinke, deren Kontrakte ebenfalls noch weiter laufen. Von allen anderen Akteuren hat zumindest noch keiner explizit geäußert, dass er Eltmann verlassen wolle. Die Gespräche zwischen Verantwortlichen und Spielern haben offenbar schon begonnen.

Eltmann: Bauer, den Boer, Bahlburg, Nowak, Steinke, Tafelmayer, deSalvo (Libero). Eingewechselt: Mayer.

Haching: Bakumovski, Günthör, Liefke, Schwarz, Dewes, Steuerwald, Tille (Libero). Eingewechselt: Castro.

Schiedsrichter: Garthoff (Nordhausen), Leuthäußer (Gotha).

Zuschauer: 750.

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