Fränkisches Frühlingslied
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Es ist nun rechte Zeit, die Biberburg zu suchen
Und dort im hohen Schilf nach Firlefanz zu sehn,Die Frauen ziehen Bleche mit goldnem Zwiebelkuchen,
Die Männer fahren Mist, er lässt die Winde weh`n.
Kalle Klee
Kritik
Wie klein ist die Welt, zumal die fränkische, möchte man sagen. Und, weiß Gott, so oder so ähnlich ist es auch. – In einer Region, wo Glaube noch etwas wie innere Bildung ist, wie ein innerer Halt, wenn auch als Stützstock oft, als Beiwerk sozusagen, dort ist Land noch wie Land und es wird beackert, bepusselt, dass die Feldernten später sprießen können, wie auch die Reben.
Und der Main fließt durch dieses schöne Land mit seinen hellroten Dächern, wo sogar Veil Relin gut altern kann, immer noch an der Bühne stehend, der Kunst hold und dem Wein nicht minder.
Mitunter wächst Schilf am Fluss, zu dem man durch welkes Gras gehen muss, im Vorfrühling, hier, wo noch Heimat bis zum Himmel sich türmt und wo es nach Landwirtschaft duftet…
Ed Moercke
Ein klitzekleines Gedicht, wie mit lockerer Hand dahergeweht, vom Frühlingswind vielleicht. Und doch sagt es mehr aus als manches, das langatmig ist, das viel versucht und doch nur langsam hinführen kann zu dem, was wichtig ist.
Wichtig ist hier einiges, was kurz angedeutet wird und trotzdem hätte ich mir mehr noch gewünscht, noch eine Strophe oder gar zwei. Wie dem auch sei, eigentlich ist es ist einerlei.
Mark Ritzi
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 1
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Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de
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