Nein, Eintagsfliegen sind unsere “Local Heroes” ganz sicher nicht. Sie alle gehen zielstrebig ihren Weg und von Zeit zu Zeit kreuzen sich unsere Pfade erneut. Ob im Backstagezelt eines Festivals, während der Präsentation ihrer Debüt-CD oder aber per Gruß aus der Ferne, wenn sie uns von ihren neuesten Errungenschaften berichten. Am heutigen Mittwoch um kurz nach 12.00 Uhr war es mal wieder soweit. Knapp ein halbes Jahr nach ihrem ersten Erscheinen auf der Readers Edition meldete sich Danijel Bubic, Frontmann der Nürnberger Truppe “My New Zoo” aufgeregt via Email zu Wort.
“Heya”, schallt es uns freudig entgegen, “My New Zoo (…) gewinnt die ‘FritzNacht der Talente‘ im ausverkauften Berliner Admiralspalast.” Rund 2000 Besucher hätten die Pferdekopf tragende Band mit 112 Dezibel Applaus – das entspricht immerhin etwa der Lautstärke eines Düsenjets – zum Gewinner in der Kategorie Musik gekürt, erzählt er im Folgenden und liefert uns sogleich jede Menge Video- und Fotomaterial dazu. Gerne teilen wir an dieser Stelle die uns entgegengebrachte Euphorie. Beweist sie doch, dass auch die Readers Edition mal wieder den richtigen Riecher gehabt hat und auch diese jungen Herren weiter auf dem Erfolgskurs schwimmen.
Ein knallhartes Publikum entschied über Wohl und Wehe
Am vergangenen Samstagabend war es also soweit: Insgesamt zwölf Newcomerbands, Autorinnen und Autoren hatten die Chance für gerade einmal drei Minuten auf den traditionsreichen Brettern des Admiralspalasts in der Friedrichstraße 101 zu stehen. Denn “Fritz” war gemeinsam mit seinen Zuschauern nun schon zum sechsten Mal auf der Suche nach jungen Talenten – und zwar bedingungslos. Während hinter der Bühne gebibbert wurde und Pferde derweil Gitarre spielten, sollte sich Folgendes in den heiligen Hallen zutragen: “Klatscht das Publikum wie wild oder gerät vor Schreien in Ekstase, ist der Künstler in der nächsten Runde. Buh-Rufe und Pfiffe sind eher ein schlechtes Zeichen und bedeuten, dass die fiesen Clowns einschreiten und den Künstler wenn’s sein muss von der Bühne schicken, tragen oder schieben”, so das Reglement an diesem Abend. Und Gebrauch von diesem haben die Gäste anscheinend rege gemacht: “Nicht allen Talenten habt Ihr es gegönnt, bis zum Schluss auf der Bühne zu bleiben. Wer zu wild war, oder zu nervös, wurde ratzefatz wieder nach Backstage gebuht”, erzählen die Verantwortlichen von der knallharten Urteilsfähigkeit vor der Stage, die ihren letzten Ausschlag am Ende der Veranstaltung im unbestechlichen “Applausometer” fand.
“Von der Dorfkneipe auf die große Bühne”
Mit ihrem “Wave’N'Roll zum Anfassen”, den sie seit 2005 gemeinsam zelebrieren, haben Sänger Danijel Bubic, Gitarrist Robert Zovko, Bassist Christian Glaser und Drummer Wolfram Glaser in einer “metaphorischen Prügelrunde zwischen Keath Richards und Paul McCartney” überzeugt. Endlich sind sie nach Aufritten bei “Rock im Park”, auf dem “SZIGET Festival” in Ungarn oder dem “Sintflut Festival” in Erding mal wieder da angekommen, wo sie schon immer hin wollten “von der Dorfkneipe auf die große Bühne”. “Wir erwarten nichts, geben aber immer alles”, erklärte Danjiel noch vor sechs Monaten die Herangehensweise der ehemaligen PopCamp-Teilnehmer. “Wir versuchen eine gute Zeit mit dem Publikum zu haben und uns einen adrenalinreichen, hormonellen Tag zu bescheren. Es geht immer nur um die Musik, die Band und das Publikum. Die heilige Dreifaltigkeit.” Das hat auch in Berlin funktioniert und ihr Motto “Tiere, Gitarre, Emotionen” die Zuhörer in Aufruhr versetzt.
Das kroatisch-deutsche Quartett mit eigenem Label ist sich sicher: “Wir müssen nur uns und unserer Idee treu bleiben und dabei Spaß haben.” Ihrem Anliegen, einen “kleinen Punkt auf die musikalische Landkarte” zu setzen sind sie in der Hauptstadt auf jeden Fall ein ganzes Stück näher gekommen. “Habe die Band bei der 6. Fritz Nacht der Talente in Berlin erlebt. Sie haben einen überzeugten Auftritt geliefert und sympatisch sind sie noch dazu. Was hat der Moderator über sie gesagt?! Sie wollen unbedingt Musik machen…. und das spürt man”, ist auch Myspace-Kommentatorin Susanne voll des Lobes, dem sich auch die Readers Edition nur anschließen kann.
Nun thront ihr Preis stolz in der hauseigenen M.N.Z.-Vitrine und wer weiß, vielleicht gesellen sich schon bald weitere hinzu. Denn momentan ist die quirrlige Truppe auch auf dem Hamburger Radiosender N-JOY in den Neuvorstellungen zu hören und wie uns Danjiel gesteht, wohl “heißer TOP 40 Chartanwärter”.
MY NEW ZOO -Kiss You
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