Der Nachdruck von Hitlers Werk Mein Kampf ist bis heute in Deutschland verboten. Das Buch, in dem Hitler seine Rassenideologie formulierte und auch seine militärischen Überfälle auf Frankreich und die Sowjetunion ankündigte, fasziniert durch den Nimbus des Verbotenen. Filmemacher Antoine Vitkine zeichnet in historischen und aktuellen Dokumenten, sowie in Gesprächen mit Historikern und Zeitzeugen die Geschichte eines Buches nach, das die Welt verändert hat. Seine Dokumentation ist die erste filmische Auseinandersetzung mit Hitlers Mein Kampf und spürt der Editionsgeschichte der Hetzschrift nach.
Dieser Videotipp erschien auch auf andersdenken20.de, einem inhaltichen Partner der Readers Edition.
Als mein Vater 1934 aus Südamerika nach Deutschland zurückkehrte, schrieb er auf dem Schiff in sein Tagebuch: “Frau (…) schwärmt von Hitlers ‘Mein Kampf’. Lesen.”
1935 kehrte er Deutschland wieder den Rücken und ließ später kein gutes Haar an ‘Mein Kampf’.
1939 wurde er mit seiner englischen Frau in Indien interniert. Damals schrieb er in sein Tagbuch: “Warum werden die deutschen Juden zusammen mit den Nazis interniert?”
Ich finde es falsch, ein Buch wie ‘Mein Kampf’ zu verbieten und damit zu mystifizieren und zu glorifizieren.
Jeder sollte sich selbst davon überzeugen können, welchen Schwachsinn dieser Herr Hitler verzapft hat.