Nach dem durchschlagenden Erfolg seiner Kampagne steht US-Präsident Obama immer noch unter Zugzwang. Doch so recht will das digitale Regieren noch nicht anlaufen, wie Gregor Peter Schmitz festellt. Gelang ihm mit whitehouse.gov noch ein wichtiger Meilenstein seiner Strategie, so wird die Verwendung der 13 Millionen in der Kampagne gesammelten Mail-Adressen bereits zur Herausforderung. Die direkte Kommunikation mit dem Wahlvolk scheiterte an techologischen Schwierigkeiten und den Datenschutzbestimmungen des Landes.
Kampagnenmodus versus digitalem Regierungsstil?
Es scheint, als würde sich dies widersprechen, da die präsidialen Wirkmechanismen nicht immer im Netz abzubilden sind. So war zwar das Konjunkturpaket der Regierung im Netz einsehbar, doch wer es durch die 1071 Seiten geschafft hatte, durfte maximal 500 Zeichen kommentieren – vielen war das zu wenig. Indes funktioniert die Obama-Community immer noch und der Präsident der USA nutzt sie eifrig als politisches Machtinstrument, etwa wenn es um die Beeinflussung von Abgeordneten vor Ort geht. Hier können die “grassroots” ihre Stärke als Wahlvolk ausspielen und so Obamas Machtbasis sichern helfen.
erscheint auch auf kampagnen-fabrik.de
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