Eisbären Bremerhaven verspielen Matchball

Einen Rückschlag haben die Eisbären Bremerhaven gestern im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Das Schlusslicht der Basketball-Bundesliga kassierte eine bittere 83:92-Heimniederlage (31:40, 76:76) nach Verlängerung gegen die Tigers Tübingen. Jan Lipke war gestern so etwas wie der große Unglücksrabe des Spiel. Der 25 – jährige Zuschauerliebling der Bremerhavener leistete sich kurz vor

Einen Rückschlag haben die Eisbären Bremerhaven gestern im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Das Schlusslicht der Basketball-Bundesliga kassierte eine bittere 83:92-Heimniederlage (31:40, 76:76) nach Verlängerung gegen die Tigers Tübingen.

Jan Lipke war gestern so etwas wie der große Unglücksrabe des Spiel. Der 25 – jährige Zuschauerliebling der Bremerhavener leistete sich kurz vor Schluss bei einer 76 : 74 Führung beim Einwurf, weit weg vom Ball, ein Unportliches Foul gegen Jermaine Anderson. Der Kanadier in Tigers-Diensten versenkte beide Freiwürfe, und glich aus. So kam es zu einer Verlängerung, in der den Seestädter am Ende doch noch einmal die Luft ausging. So gingen die Eisbären im dritten Heimspiel in diesem Monat zum erstmals als Verlierer vom Parkett. Somit vergaben die Seestädter einen sehr wichtigen Matchball zum Klassenerhalt, zumal die beiden Mitkonkurrenten Köln und Gießen ebenfalls am Wochenende verloren. Es bleibt somit weiterhin bei 4 Punkten Abstand zum Tableau – Vorletzten Köln.

Im Grunde war es nur ein Viertel, die die Eisbären ganz nahe an den erhofften Sieg brachten. In den letzten 10 Minuten war die Mannschaft von Trainer Milonas im Vergleich zu den anderen Vierteln nicht wieder zuerkennen. Nach einem Stand von 50 : 59 nach ¾ kamen die Seestädter aufgrund eines großartigen Auftrittes von Jan Lipke zu einem 62: 60, ehe die Gäste aus Süddeutschland wieder zu einer knappen Führung (62:64) aufholen konnten.

In den folgenden fünf Minuten avancierte Haynes dann doch noch zum Matchwinner. Nachdem schon Branislav Ratkovica einen Dreier versenkt hatte, legte der 28-jährige Routinier mit zwei weiteren Distanztreffern aus der Ecke nach. Wie von Tigers-Trainer Tolga Öngören vorgegeben, war Haynes von seinen Teamkollegen vorbildlich frei gespielt worden. „Diese beiden Treffer haben uns emotional einen Knick gegeben“, klagte Bremerhavens Trainer Algirdas Milonas auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Am Tigers-Vorsprung von 85:78 bissen sich die Eisbären die Zähne aus, das Spiel war entschieden.

Das große Manko der Saison bleibt aber weiterhin die schwache Freiwurfquote. So fanden von 23 Versuchen gerade einmal 13 Würfe das Ziel. „In einem so wichtigen Spiel ist das zu wenig“ so der Head Coach der Eisbären Algirdas Milonas. Zufrieden zeigte sich indes der Coach der Gäste, Tolga Öngören „Meine Mannschaft hat Charakter bewiesen“, freute sich der Tübinger, „sie hat sich nach dem Führungswechsel im letzten Viertel nicht hängen lassen.“

Alle Fans, die sich den an Spannung kaum zu überbietenden Sport nicht entgehen lassen wollen, haben bereits an diesem Sonntag (5.April) wieder die Gelegenheit, das Team beim Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Um 17 Uhr ( geänderte Anwurfzeit ! ) ist dann das Team aus Göttingen zu Gast im Eisbären Käfig in der Stadthalle. Karten gibt es in allen bekannten Vorverkaufstellen oder unter: www.eisbaeren-bremerhaven.de

Eisbären: Callahan (20), Reiner (17), Lipke (16), Watson (11), Ivey (8), Nicholson (4), Osmundson (4), Michael (3), Elegar (2), Valeika.

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