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Wirtschaft

Abchasien: Bau einer neuen Straße nach Russland beschlossen

Dienstag, den 31. März 2009 um 14:36 Uhr von gusnews.net

Abchasische Regierung plant den Bau einer neuen Straße, die die russische Provinz Karachaewo-Tscherkessien mit den Seehäfen der Republik verbinden wird. Die neue Straße würde die Verbindung um das Dreifache verkürzen, sagte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch in einem Fernsehinterview.

Die Straße wird durch den Kodori Tal verlaufen und verbindet in Zukunft den Süden Karachaewo-Tscherkessien mit dem Norden der neuen Republik.

“Man braucht heute 16 bis 17 Stunden um aus Wladikawkas hierher zu kommen”, sagte Bagapsch im russischen Fernsehsender Vesti am Samstag. “Wenn diese Straße erstmal gebaut ist, verkürzt sich der Weg um das Dreifache”. Laut Bagapsch werden nur wenige künstliche Bauten von 22 Killometer länge benötigt, um den Ladestrom aus dem südlichen Russland direkt in die Hochseehäfen Abchasiens zu lenken.

Des Weiteren erklärte Bagapsch wofür in Abchasien russisches Geld ausgegeben wird. “In erster Linie wird das Geld für den Straßenbau ausgegeben. Das zielt auf Touristen aus Russland ab, die hierher kommen wollen. Russische Staatsbürger sollten auf guten und sicheren Straßen fahren dürfen. Zum anderen wird das Geld für Rekonstruktionen von Kirchen und anderen Plätzen, die für Touristen vom Interesse sein werden”, teilte abchasischer Präsident im russischen Fernsehen mit.

Abchasien war zu Sowjetzeiten eine Touristenhochburg. Mit ihrem milden Klima, sauberen Meer und freundlichen und für Kaukasusregion so tüpischen gastfreundlichen Bevölkerung hat die Republik sehr gute Möglichkeiten an die Erfolgsgeschichte von damals anknüpfen zu können.

Dieser Beitrag von Paul Becker erschien auch auf gusnews.net, einem inhaltlichen Partner der Readers Edition.

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2 Reaktionen zu “Abchasien: Bau einer neuen Straße nach Russland beschlossen”

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  1. Dachtender Mensch

    am 31. März 2009 um 16:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich dachte,
    daß auf neugebauten Straßen auch Militärtransporte gut vorankommen, aber wenn der Herr Präsident der weltweit anerkannten neuen Republik sagt, daß diese für Touristen gebaut wird, dann ist das so. Vielleicht kann der Autor noch ein paar Bildberichte aus den Touristenhochburgen in einem neuen Beitrag bringen.

  2. Rudolf Kipp

    am 5. April 2009 um 00:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dachtender Mensch

    Mit dem Argument, dass durch verbesserte Infrastruktur auch Militärtransporte erleichtert werden könne Sie natürlich jedwede Art von Fortschritt verbieten. Das es für die Menschen in der Region aber durchaus von Vorteil sein kann, wenn man nicht mehr 17 Stunden auf extrem schlechten Straßen, sondern 6 Stunden auf neuen Verkehrswegen benötigt dürfen Sie dabei nicht außer Acht lassen.

    Auch für die Wirtschaftentwicklung einer Region ist es vor allem Wichtig, dass man über eine möglichst gut ausgebaute Infrastruktur verfügt.

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