Ein Gefängnis öffnen, ist nicht allzu schwer. Die Gefangenen am Leben zu behalten, schon etwas heikler – vor allem wenn es sich um Guantanamo Bay handelt.
Die amerikanische C.I.A. wurde bei ihren illegalen Folter-Praktiken in Guantanamo von Ärzten unterstützt. Die Mediziner hatten zu gewährleisten, dass Al Qaeda-Verdächtige beim Waterboarding nicht ertrinken, beim “In-die-Wand-Rennen” nicht der Schädel zertrümmert wird, beim Einsperren in Kühlzellen nicht erfrieren oder keine bleibenden Schäden davon tragen, wenn sie zu lange an einem Hacken von der Decke herunter baumeln.
Zu diesem Schluss kommt niemand anderer als das Internationale Komitte vom Roten Kreuz IKRK. Das IKRK spricht in einem Bericht von “torture”, die Ärzte haben in erster Linie die Befrager unterstützt und nicht die Gefangenen geschützt, wie das ihre Berufs-Ethik eigentlich vorsehen würde.
Kollege Mark Danner, ein Recherche-Journalist, wie es sie nur noch selten gibt, präsentiert nun seine schockierenden Recherche-Ergebnisse. Eine Zusammenfassung der ausführlichen Dokumentation Danners haben die Kollegen von der New York Times präsentiert.
Es sei allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen: Ihre (An-)Sicht der C.I.A. könnte unter Danners Bericht leiden.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf andremarty.com, einem inhaltichen Partner der Readers Edition.
“…oder keine bleibenden Schäden davon tragen, wenn sie zu lange an einem Hacken von der Decke herunter baumeln.”
Frage:
Wäre es weniger grausam gewesen, man hätte sie an beiden Hacken aufgehängt?