06.50 Uhr morgens ist in der Tat nicht Jedermanns Uhrzeit. Wer sich heute morgen nach einem langen Wochenende dennoch die Mühe machte, und schon vor dem Frühstück das Radio andrehte, der konnte unserem RE-Autor und Betreiber des Blogs kamgagnen-fabrik.de, Patrick Brauckmann aus Jena folgen.
Neue Wähler über das Internet
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk äußert er sich zum “Online-Wahlkampf im Superwahljahr”, das im vergangenen März eingeläutet wurde. Neue Wähler gilt es nun vor allem über das Internet zu erschließen. Keine Partei, so Brauckmann, könne es sich leisten, hier nicht dabei zu sein. Obama hat es schließlich vorgemacht.
Jetzt sind sie eifrig dabei: Neue Seiten werden geschaltet, bereits bestehende einem Relaunch unterzogen. Und schnell wird deutlich, was in Amerika ganz gut geklappt hat, wird teils einfach eins zu eins übernommen. Was unser Autor darüber hinaus zur aktuellen “Online-Lage” der Politik zu sagen hat, das erfahren Sie hier.
Photo Quelle/Copyright: Alexander Hauk, via pixelio.de
Die Frage ist ob es fuer neuere Medien weitergehend nicht auch interessant waere, den Wahlkampf multi – skeptisch zu betrachten. Es gibt ja sicherlich den einen oder
anderen, der der Politik etwas distanziert gegenuebersteht und fuer diese nicht
eher cool und sexy waere das insgesamt etwas kritischer anzusehen.
Politik + Medien ergeben in einem Wahlkampf ja so gesehen einen Zirkus, ein
delirium zu mehreren, boshaft gesagt einen Narrenhaus – Effekt.
Da laesst sich so in etwa schon mal im vorhinein abschaetzen, was und wie dabei
vorkommen wird. Die vielen taeglichen Kommentare etwa. Oder die vielen
Meinungsumfragen, die dann auch irgendwann mal fast stuendlich geliefert werden.
Oder die Darstellung der einzelnen Leitartikler.
Daraus laesst sich gewissermassen ein Horoskop erstellen, vorhersagen, was
kommen wird. Fuer eher Distanzierte wohl eher ein “Oh Himmel” oder “Oh Gott!”
Und weitergehend laesst sich auch Distanz recht positiv darstellen, da spricht
auch allerhand dafuer, kann sogar sehr konstruktiv sein. Wenn etwa Politiker
der Boden der Selbstinszenierung etwas entzogen wird, sie nicht in allen Faellen
damit rechnen koennen, dass die ohnehin fragwuerdigen Strategien von allen
konsumiert werden. Und sie schon wegen dieser Strategiern keinen Anlass sehen
irgendwas Vernuenftiges zu sagen oder auszuarbeiten, sondern nur auf reichlich
Vorstellungen von den Waehlern hin agieren. Dies ist ja auch der kleinste
gemeinsame Nenner, sehr schmeichelhaft sind diese Vorstellung genau wirklich
nicht. Und so weiter.
(Das ist keine Kritik an diesem Beitrag, der verlinkte blog ist zudem recht
interessant.)