Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXXXVI): Offener Brief an Institut für Urbanistik

Wenn einer Mutter aus Mönchengladbach die Kinder weggenommen werden, sollte man ihren Bekanntenkreis erweitern, damit sie sich nicht so allein fühlt. Dieser Auffassung sind möglicherweise das Amtsgericht in Mönchengladbach-Rheydt und der gerichtspsychologische Gutachter Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch aus Duisburg. Da aus der Trennung von ihren Kindern inzwischen eine Familiensache

Wenn einer Mutter aus Mönchengladbach die Kinder weggenommen werden, sollte man ihren Bekanntenkreis erweitern, damit sie sich nicht so allein fühlt. Dieser Auffassung sind möglicherweise das Amtsgericht in Mönchengladbach-Rheydt und der gerichtspsychologische Gutachter Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch aus Duisburg. Da aus der Trennung von ihren Kindern inzwischen eine Familiensache geworden ist, bekam diese Mutter am 4. November 2008 Post vom Gericht. Die las sie mit großer Aufmerksamkeit, denn in einigen beigefügten Schriftstücken ging es um Personen, die den Gutachter Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch nicht so sehr mögen, wie es sich dieser nach eigener Meinung in 31 Berufsjahren eigentlich verdient hätte.

Aber einige Zeitgenossen sind eben nicht so, sie wollen sogar herausgefunden haben, dass Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch im Januar 2003 an der staatlichen Universität Uljanowsk einen Doktortitel, den der 64-Jährige damals gern bekommen hätte, nicht bekommen hat, während er eine Doktorarbeit, die im Februar 1999 von der Universität/Gesamthochschule Essen mit der Note 1,0 bewertet worden ist, im Internet für 38 Euro verscherbelt.

Das hat diese Mutter bis dahin gar nicht gewusst, also schrieb sie an Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch und wollte am 10. November 2008 von ihm wissen, ob es sich bei diesen vom Gericht zugesandten Schriftstücken um Irrläufer handeln könne. Außerdem bat sie den Gutachter um Hilfe.

Das hatte diese Mutter gut gemacht, fand Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch in seiner umgehenden Antwort und machte dieses Angebot: “Wir sollten und müssen uns auch dringend sprechen.” Dabei wäre es möglicherweise um die Kinder gegangen, vielleicht aber auch um jene Personen, die diesem Gutachter derart kritisch gegenüber stehen?

Möglich ist das, denn bereits am 30. Oktober 2008 hatte Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch sich beim Amtsgericht schriftlich über diese Zeitgenossen beschwert. Punkt 7 widmete er einem Vater aus Mönchengladbach, der nach des Gutachters Erkenntnissen “zu zahlreichen Gefängnisstrafen” verurteilt worden ist und einem gewissen “Herrn Tjaden aus Bremerhaven”.

Damit könnte Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch mich gemeint haben: Ich wohne zwar in Wilhelmshaven, aber da sich dieser Gutachter zumindest zweimal auf dem Weg zu den Eltern verheddert hat und deshalb Termine kurzfristig absagen musste, könnten auch andere seiner geographischen Kenntnisse mangelhafter Natur sein. Kund tat er in diesem Zusammenhang: “Zusammen mit den folgenden Internet-Aktionen und den Aktivitäten des Herrn Tjaden wurden alle Internet-Informationen von mir ausgedruckt und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach zugeleitet.”

Das wissen jetzt: ein Amtsrichter, ein Staatsanwalt, eine Mutter aus Mönchengladbach – und Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser. Verraten Sie es aber nicht weiter, sonst beschwert sich Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch auch noch über Sie, wie er sich in einem Gutachten über eine Mutter beschwert hat, weil sie ihm als “notorische Lügnerin” begegnete. Später wurde sie seine Kronzeugin, denn notorisch ist bei diesem Gutachter eben nur ein vorübergehender Zustand.

Die Frage, ob die Geschichte aus Uljanowsk stimmt, hat Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch übrigens bis heute nicht beantwortet – jedenfalls nicht mir – aber vielleicht weiß ja irgendeine Mutter aus Nordrhein-Westfalen mehr. Bitte melden!

Auf diese ironische Weise habe ich mich am 27. November 2008 damit auseinander gesetzt, dass dieser Gutachter Fragen von mir nicht auf direktem Wege beantwortet, sondern hinten herum. Er wendet sich an das Amtsgericht in Mönchengladbach-Rheydt, dieses Amtsgericht leitet diese Beschwerde an eine Mutter weiter, die ich bis dahin gar nicht gekannt habe.

Doktortitel bekommt er nicht

Nun zur Doktor-Geschichte von Uljanowsk. Die dortigen Wissenschaftler haben Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch eine schlechte wissenschaftliche Arbeitsweise bescheinigt. Deswegen bekam er den gewünschten Doktortitel auch nicht. Gleichwohl ist er laut eigenem Briefkopf “Vereidigter gerichtspsychologischer Sachverständiger gemäß Vereidigung beim Präsidenten des Landgerichts Duisburg für alle Gerichte des Landes Nordrhein-Westfalen”. Zu Internet-Protokoll gibt er auch, dass er sich in über 30 Berufsjahren um das Wohl von über 20 000 Kindern gekümmert habe.

Dazu gehörte Jessica Müller aus Mönchengladbach. Seit über einem Jahr kämpfe ich als Redakteur mit den Behörden um eine vernünftige Lösung. Jedes Gespräch wird auch vom Mönchengladbacher Jugendamt abgelehnt. Jessica Müller lebt seit über vier Jahren im Schloss Dilborn.

Nun stellt das Institut für Urbanistik bei einer Fachtagung, die sich auch an Jugendämter wendet, die Frage in den Raum, wie man mit Medien umzugehen habe und wie diese eigentlich ticken. Das soll am 23. und 24. April 2009 in Berlin geschehen. Wie aber tickt das Jugendamt in Mönchengladbach, das sich geradezu verbarrikadiert, wenn ich als Journalist vermitteln will?

Werden Gutachten gelesen?

Übrigens: Ich habe das Gutachten, Jessica Müller betreffend, gelesen. Ich wage nicht zu behaupten, dass das Jugendamt Mönchengladbach und Familiengericht Mönchengladbach-Rheydt das auch getan haben. Sonst hätte diesen beiden Instanzen auffallen müssen, wie dieser Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch arbeitet. Schlampig ist die Antwort.

Doch nicht nur die Eltern von Jessica Müller haben diesen Gutachter in schlechter Erinnerung, es gibt viele. Also ist die Arbeitsweise von Dr. Dr. Dr. Zoch von einem Experten auf den Prüfstand gestellt worden. Dieser Privatdozent, Diplom-Psychologe, psychologische Psychotherapeut, Familien- und Paartherapeut und Gerichtspsychologe aus Mönchengladbach leitet seine Expertise so ein: “Es ist ein zwiespältiges Unterfangen, auf Mängel oder Defizite in der Arbeit eines Kollegen öffentlich hinzuweisen. Es gibt einen fachlich überzeugenden Grund, diese Stellungnahme anzufertigen: Nach Meinung des Verfassers ist die wichtigste Aufgabe von psychologischen ExpertInnen im Familienrecht, mit allen zur Verfügung stehenden fachlichen Mitteln für den Schutz von Kindern in einer komplexen und für sie höchst belastenden familiären Dynamik zu sorgen, von Herrn Zoch nicht erfüllt worden.”

Dann zählt dieser Sachverständige die Kriterien auf, die nach seiner Auffassung zu beachten sind und stellt Überlegungen an, die für den Gutachter aus Duisburg schlicht vernichtend sind. Man liest, dass die Personen gar nicht “wirklich exploriert werden, sondern es haben lockere Gespräche mit ihnen stattgefunden.” Man erfährt: “Die Fülle der befragten Personen ist bemerkenswert.” Anmerkung: Bei seinen Gutachten kommt Dr. Dr. Dr.. Zoch meistens nicht mit unter 130 Seiten aus.

Kein methodisches Konzept

Die Analyse mündet in die Feststellung: “Der Gutachter hat zusammengefasst gesehen kein methodisches Konzept für die Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung. Das Vorgehen und seine Begründung genügen wissenschaftlichen Standards nicht. Das wissenschaftliche Vokabular erweist sich bei genauerem Hinsehen als pseudo-wissenschaftlich, es bleibt plakativ ohne hinreichende fachliche Substanz. Untersuchungsplan und hypothesengeleitetes Vorgehen sind nicht vorhanden. Damit genügt das Gutachten den Grundsätzen einer wissenschaftlich fundierten Gutachtenerstellung nicht.”

Ähnlich urteilt übrigens auch ein anderer Experte über die Arbeit von Dr. Dr. Dr. Zoch aus Duisburg. Diese beiden Sachverständigen kennen sich nicht.

Bei der Fachtagung des Instituts für Urbanistik sind möglicherweise auch Vertreterinnen und Vertreter des Jugendamtes in Mönchengladbach anwesend. Wenn nicht, dann vielleicht welche aus Krefeld. Dann einfach mal in die Nachbarstadt rufen: Wir wissen jetzt, wie ein Medienvertreter tickt, er hat einen öffentlichen Brief an uns geschrieben. Er fordert vom Jugendamt in Mönchengladbach und vom Familiengericht in Mönchengladbach-Rheydt: Stellt endlich alle Gutachten dieses Sachverständigen auf den Prüfstand und hört endlich einmal zu, wenn Heinz-Peter Tjaden aus Wilhelmshaven (nicht aus Bremerhaven) Vorschläge macht, wie man einen sanften Übergang für Jessica Müller vom Schloss Dilborn zurück ins Elternhaus organisieren könnte. Hört endlich einmal zu: Es geht um ein Kind! Bei Dr. Dr. Zoch allerdings um viel mehr!

Wenn jemand wissen will, wie die anderen heißen, dann auf www.kindesunwohl.de gehen. Dort findet man meine Email-Adresse! Will jemand Näheres über die Leidensgeschichte von Jessica Müller aus Mönchengladbach erfahren, es gibt eine Broschüre mit dem Titel “Böse Kinder kommen in böse Kliniken”, erschienen bei http://stores.lulu.com/hwilmers

Kommentare

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  1. Wir verweisen die Staatsanwaltschaft höflichst auf die in Österreich aufgedeckten Skandale und sehen darin Parallelen leider auch zu Deutschland.

    AUFGEDECKT: Die Kinderverarbeitungs-Industrie – Teil 1 -
    03.08.2008 von Peter Ehrenreich

    http://www.xlarge.at/?p=558&cpage=1

    AUFGEDECKT: Die Kinderverarbeitungs-Industrie – Teil 2 –
    Die Knospen des politisch legalen Kinderhandel
    26.03.2009 von Peter Ehrenreich

    http://www.xlarge.at/?p=1307