Finanzkrise führt zum Zeitungssterben

Nun also wird es amtlich: mit dem Nachtmagazin der ARD vom 17. April dieses Jahres berichtet der Sender (Autorin: Marion Schmickler) vom Sterben renommiertester US-Blätter wie “Chicago Tribune” oder “Chicago Sun Times” – also gleich zwei lokaler Blätter mit langer Tradition. Oder zumindest von der Substitution der Lokalteiles – nicht

tribune.jpgNun also wird es amtlich: mit dem Nachtmagazin der ARD vom 17. April dieses Jahres berichtet der Sender (Autorin: Marion Schmickler) vom Sterben renommiertester US-Blätter wie “Chicago Tribune” oder “Chicago Sun Times” – also gleich zwei lokaler Blätter mit langer Tradition.

Oder zumindest von der Substitution der Lokalteiles – nicht durch nichts, sondern mit einem klassischen Medienbruch in die Online-Welt. Das heißt, der Abonnent möge die Lokalinhalte künftig im Netz abrufen. Überraschend. Gerade in Deutschland wird die Stärke der Tagesprintmedien in der ausführlichen Berichterstattung von Lokalthemen gesehen. Die computerwoche frohlockt und wittert eine Hoffnung für das Enstehen vieler kleiner Websites mit Lokalem – geschrieben von “Möchtegern”-Journalisten.

USA versus Deutschland: kostenpflichtig oder doch lieber kostenlos?

Die Ursache meinen amerikanische Kollegen in der kostenlosen Online-Stellung der Printinhalte sehen. Also auch hier eine umgekehrte Entwicklung in Deutschland: die Verlage stellen zunehmend wieder mehr Inhalte zum kostenlosen Abruf bereit.

Interessant erscheint jedoch, dass tatsächlich die Idee Printinhalte durch verschiedenste Ansätze – von einer PDF-Datei bis hin zu einer blätterbaren Version – nicht so richtig die alte Leserschaft begeistern mögen. Warum, so fragt man sich, ist es bis dato nicht möglich, die Inhalte, die einen interessieren, so online zu abonnieren, dass ich sie morgen wieder neben meiner Tasse Kaffee lesen kann? Ausgedruckt natürlich. In einer lesbaren DinA4-Version. Schwarzweiss. Den Farbpatronen sind teuer…

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