Was es bedeutet, wenn die griechische Außenministerin Dora Bakogianni von einer Lösung im Namenstreit zwischen der ehemaligen jugoslawischen Republik (FYROM) und Griechenland um den Term “Makedonien” spricht und die Lösung dieses Problems mit diplomatischen Worten umschreibt – dann könnte es mitunter Republik “NORD” Mazedonien bedeuten.
In den letzten Tagen überschlagen sich die Meldungen, dass es mitunter schon vor dem kommenden Herbst zu einer, wie Dora Bakogianni die griechische Außenministerin es schon oft verlauten ließ, “Erga Omnes” (wenn ein Urteil nicht nur für die beteiligen Parteien, sondern darüber hinaus für jedermann gilt) Lösung im Namensstreit kommen könnte. Eigentlich verhandelt die Regierung Athens schon lange nicht mehr um den Term “Makedonien”, sondern nur um den Zusatz davor. Wenigen Griechen ist es im Rahmen ihres Alltags bewusst, was diese Äusserung eigentlich bedeutet. Der griechische Parlamentarier der konservativen Partei L.A.O.S. hatte es in einer seiner Reden im griechischen Parlament sehr zutreffend beschrieben. Dora Bakogianni und die Regierung Karamanlis ist die zweite Regierung nach der Regierung “Mitsotakis”, die den Term “Makedonien” für das Nachbarland nicht ausschließt.
Namensänderung nur über Volksentscheid
Der Präsident der griechischen Demokratie, Karolos Papoulias ließ am 15.04.2009 dem neu gewählten Präsidenten der ehemaligen Jugoslawischen Republik, Giorgki Ivanov ein Glückwunschschreiben zukommen, welches unter anderem den Wunsch von Karolos Papoulias äußert, zu einer baldigen Lösung um den Namensstreit im Rahmen der UN-Kriterien zu kommen. Giorgi Ivanov ließ daraufhin ein Antwortschreiben verfassen, indem er den Wunsch von Karolos Papoulias dankend annahm, doch fügte er hinzu, dass die mögliche Änderung des Namens der ehemaligen Jugoslawischen Republik nur über einen Volksentscheid beschlossen werden könne. Im Gegensatz zum Alleingang der griechischen Außenministerin Dora Bakogianni in der Namensfrage, welche wider der griechischen Volksmeinung im Namensstreit handelt, ein lobeswerter Akt des demokratischen Bewusstseins von Giorgi Ivanov.
Dennoch ist hierbei zu betonen, dass – trotz aller “griechischen” Versuche einen Kompromiss in diesen nun 18 Jahre anhaltenden Disput zu finden – die Regierung der ehemaligen Jugoslawischen Republik eine äußerst zwiespältige Vorgehensweise verfolgt. Erst heute hat die ehemalige Jugoslawische Republik eine Reisewarnung an die Bürger FYROMs herausgegeben – ganz nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten – , Griechenland nicht zu besuchen. Der Zwiespalt liegt jedoch in einer Aussage des Außenministers der ehemaligen Jugoslawischen Republik (A.Milososki), welcher erst am 10. April in einem Schreiben an die griechische Außenministerin Dora Bakogianni für eine enge Zusammenarbeit um die Beziehungen zwischen beider Länder bittet, vor allem in Hisicht des Tourismus.
Die Gründe weshalb der Außenminister FYROMs, Antonio Milososki nun ganze fünf Tage später seine eigenen Worte in Zweifel wirft, wird ausschließlich nur er selbst kennen. Der Pressesprecher des griechischen Außenministeriums, G.Koumutsakos, bezeichnete das Vorgehen des Außenministers der ehemaligen Jugoslawischen Republik wie folgt: “Die Regierenden der ehemaligen Jugoslawischen Republik haben einmal mehr die Beziehungen zwischen den beiden Ländern immens torpediert. Einmal mehr haben die Verantwortlichen in Skopjie ihr schlimmstes ‘Ich’ übertroffen.”
Die griechische konservative L.A.O.S erklärte: “Der Hochmut der ehemaligen Jugoslawischen Republik hat keine Grenzen! Es ist unglaublich! – Die Vereinigten Staaten nachahmend geben diese nun Reisewarnungen gegen Griechenland heraus. Wir haben uns zum Lachobjekt derer gemacht, die wir unter anderem regelrecht ‘füttern’”, so der Pressesprecher Kyriakos Velopoulos.
Die griechische mitte-links Partei, P.A.S.O.K ließ auf die Reisewarnung durch ihren Pressesprecher Andreas Lomberdos folgendes verkünden: “Die nationalistische Regierung der ehemaligen Jugoslawischen Republik versucht mit ihrem Vorgehen eine falsche Meinung über die Situation in Griechenland an Dritte zu vermitteln. Das einzige was sie jedoch hierbei bewirkt, ist Kontraproduktivität zu allen Bemühungen einer gegenseitigen Annäherung auch im Fall des Namensstreits.”
Es geht nicht nur um einen Namen, sondern auch um die Identität
Bei all den Reaktionen aus den Reihen der griechischen Politik auf die andauernden provokativen Handlungen der ehemaligen Jugoslawischen Republik könnten die Griechen im Normalfall davon ausgehen, dass die führenden Politiker der hellenischen Republik, dieses unhaltbare Vorgehen der Regierung in Skopjie irgendwann nicht nur mit leeren Worten verurteilen, sondern auch mit dementsprechenden Handlungen erwidern. Doch es wird womöglich vorerst nur bei den leeren Worten, wie in den letzten 18 Jahren um den Namensstreit davor und wenn nicht schlimmer, bleiben. Dora Bakogiannis Zustimmung eines zusammengesetzten Namens mit geografischer Zuordnung (Nord-Mazedonien) gleicht einer simplen Anerkennung einer Republik Mazedonien, indem die griechische Identität der Makedonen, die Geschichte und das kulturelle Erbe Griechenlands an einem fremden slawischen Volk bulgarischer Herkunft abgetreten werden. Denn wie Nikola Gruevski schon mehrmals erwähnte, geht es nicht einzig und alleine um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Republik von Mazedonien, sondern auch um deren Identiät.
Der Name “Nord-Mazedonien” legitimiert mit anderen Worten, die Anerkennung einer “mazedonischen” Sprache, einer neuen slawischen mazedonischen Kultur und einer “nicht”-griechischen mazedonischen Identität gegen alle historischen und archäologischen Tatsachen. 2300 Jahre griechische Geschichte und Kultur hängen somit am Tropf der Entscheidung einer einzigen Frau, die nicht Willens ist den Ruf des griechischen Volkes zu folgen – der von Dora Bakogianni.
Was wollt ihr Griechen denn..???
Vor allem weil bis 1988 gar keine Provinz “makedonien” bestand, sondern nur von Nord Griechenland die Rede war!!!!
Faktisch gibt es die “makedonische” Sprache und sie ist anerkannt! Das was Griechenland macht ist ein “ethnozid”!!!
Vor allem Raftakis. Die Mehrheit der Griechen denkt zum Glück nicht so radikal wie sie!!!!
Schauen sie: http://www.makedonisch-griechisches-projekt.eu
Ich war schon in den 70ern mit meinem Wohnmobil im Norden Griechenlands unterwegs. Schon damals hieß die Provinz Makedonia.
Das was Sie sagen – werter Helmut – kann schonmal nicht stimmen.