Ryanair – Nur Cargo ist schöner

Die vergangenen Wochen war ich auf Trainingslager (berichtete darüber im Video-Blog) in Spanien. Hin und zurück ging es mit Ryanair. Flug von Frankfurt-Hahn nach Jerez bzw. umgekehrt. Nun sind beide Flughäfen zusammengerechnet bereits gefühlt kleiner als meine Wohnung- und nein, meine Wohnung ist nicht übergroß. Zudem liegen sie, vor allem

ruym.jpgDie vergangenen Wochen war ich auf Trainingslager (berichtete darüber im Video-Blog) in Spanien. Hin und zurück ging es mit Ryanair. Flug von Frankfurt-Hahn nach Jerez bzw. umgekehrt. Nun sind beide Flughäfen zusammengerechnet bereits gefühlt kleiner als meine Wohnung- und nein, meine Wohnung ist nicht übergroß. Zudem liegen sie, vor allem im Fall Hahn, nicht gerade zentral. Das Ergebnis waren also An- und Abreisekosten, die schon längst dazu beitrugen, dass ein Lufthansa-Flug ab Frankfurt nicht teurer gewesen wäre.

Aber was soll’s. Der Service war jedoch auch kein Renner. Auf dem Hinflug wurde jemandem ein Extra-Kilo beim Gepäck berechnet, weil es 100g zu viel wog (immerhin 15 Euro). Apropos Hinflug: In Hahn muss man an Automaten einchecken- was pro Person etwa fünf Minuten dauert. Machte in meinem Fall aber nichts, weil bei einem “ß” im Namen der Automat eh nicht funktioniert. So durfte ich zu einer Frau am Schalter- die vermutlich entlassen wird, sobald der Software-Fehler behoben ist.

Im Flugzeug selbst fühlte ich mich an Filme aus Legebatterien erinnert, womit wir bei der Beinfreiheit wären. Diese kam mir auf dem Rückflug noch geringer vor, ob sie wirklich geringer war, habe ich jedoch nicht überprüft. Auf jeden Fall reichte der Platz zum Vordersitz nicht, um meinen Laptop aufzuklappen!

Gelegentlich liefen welche der Stewardessen vorbei, welche meine Idee, die Beine auf den Gang auszustrecken, zu Nichte machten. Dafür verkauften die Damen, die zumindest nach meinen optischen Empfinden Dienstkleidung der Marke “Sicher gehen, dass sie keiner anbaggert” trugen, fleißig Getränke. Diese muss man extra bezahlen – das ist von Ryanair ja weitläufig bekannt. Geschockt war ich jedoch, als meine Banknachbarin für ihren Sohn eine 7up bestellte. Die mehrere Euro teure Dose war nämlich etwa groß wie die Sambuca in meiner Lieblingskneipe.

Bei Ryanair gibt es übrigens freie Sitzwahl. Mit Passagierlisten wird es daher wohl eher schwierig sein. Auf jeden Fall kam ich in Jerez durchs Boarding, ohne das auf meinen Boarding-Pass (einem Zettel, anders kann man es nicht nennen) geschaut wurde. Meinem recht lauten (scherzhaften) Satz “Cool, ich komm echt mit der Madrid-Karte in die Frankfurt-Maschine!”, wurde keine Beachtung geschenkt. Genauso wenig wie meinem Boarding-Zettel beim Einsteigen. Zumindest wurde der Kringel auf meiner Karte erst gemacht, nachdem ich noch einmal freiwillig zurück ging.

Dafür wurde kurz vor dem Abflug noch einmal durchgezählt, ob die Personenanzahl stimmte. Und das Personal war stets freundlich. Aber man kann ja auch nicht alles nur mit Extra-Gebühren bieten, richtig? Angekommen sind wir dann auf alle Fälle, auch wenn zum bereits unangenehmer empfundenen Rückflug noch eine unangenehme Landung kam, aber das mag auch am schlechteren Wetter gelegen haben.

Mein Fazit ist auf alle Fälle: Ryanair muss wirklich nicht sein. Meine vergangenen Flüge mit Lufthansa, Air Berlin und auch anderen Fluglinien waren um einiges angenehmer.

Artikel zuerst erschienen auf meinem Blog: http://griess.wordpress.com

Photo Quelle/Copyright: law_keven, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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