Eisbären Bremerhaven entgültig abgestiegen – Eisbären Bremerhaven verlieren in Bamberg mit 66:88
Marten J. Bruns/ Roland News Bremen
Bremerhaven. Das war es also für die Eisbären Bremerhaven. Sportlich sind sie nun abgestiegen, die Basketballer der Eisbären Bremerhaven. Durch eine – aufgrund einer sehr schlechten Spielleistung in der ersten Halbzeit – 66:88 Niederlage bei den Brose Baskets Bamberg kann die Mannschaft um Trainer Milonas nur noch hoffen, dass anderen Mannschaften die Lizenzen entzogen werden, um doch noch in der ersten Liga zu bleiben.
Damit müssen die Eisbären Bremerhaven nach vier Jahren Erstklassigkeit mit drei Playoff-Teilnahmen in der kommenden Saison einen Neuanfang in der Pro A, wie die 2. Bundesliga heißt, wagen. Mit welchem Trainer und mit welcher Mannschaft, das soll in den nächsten Wochen bei Einzelgesprächen herausgefunden werden. Vieles deutet aber darauf hin, dass Aushängeschild Eisbären auseinander fallen wird. Angebote für die besten Eisbären soll es von anderen Vereinen bereits geben, so wird es aus Insiderkreisen bekannt gegeben.
Bei den heimstarken Franken gab es für die ersatzgeschwächten Bremerhavener, die erneut auf die verletzten Zygimantas Jonusas, Jared Reiner und Frank Elegar verzichten mussten, nichts zu holen. Drei Dreier in Folge von John Goldsberry und Predrag Suput verschafften den Gastgebern schnell eine 9:2-Führung. Die offensivschwachen Eisbären hingegen brauchten bis zur fünften Minute, um ihren ersten Feldkorb zu erzielen. Diese eklatante Schwäche haben sie in dieser Saison einfach zu häufig gezeigt, auch ein Grund für den Abstieg.
Zum Ende des ersten Viertels kam zwar Hoffnung auf, weil Yemi Nicholson die Führung Bambergs auf einen Punkt verkürzen konnte (13:12, 8.). Doch Bamberg schlug zurück und lag wenig später erstmals mit mehr als zehn Punkten vorne (27:16, 14.). Zur Halbzeit war das Spiel bereits für Bamberg entschieden.
Die Mannschaft von Trainer Algirdas Milonas leistete sich insgesamt 20 Ballverluste – sieben mehr als die Gastgeber.
Darüber hinaus waren die Eisbären aus der Distanz zu harmlos: Von 27 Drei-Punkt-Würfen fanden nur acht den Weg in den Korb der Gastgeber. Angesichts dieser Harmlosigkeit der Eisbären in der ersten Halbzeit sah wieder einmal alles nach einem Kantersieg für die Brose Baskets aus. Als die Gastgeber einen kleinen Lauf der Eisbären mit 4 Zählern in Folge zum 54:33 konterten, war der ohnehin nur zaghafte Widerstand der Gäste gebrochen. Bremerhaven hatte jedoch das Glück, dass die Bamberger die Zügel im Gefühl des sicheren Sieges etwas schleifen ließen. Nach 30 Minuten stand es “nur” 63:43. Im Schlussabschnitt schafften es die Eisbären immerhin, den Rückstand bei etwa 20 Punkten zu belassen. Doch es reicht in der Bundesliga einfach nicht, erst dann auf Augenhöhe zu agieren, wenn ein Spiel schon längst entschieden ist. Die Partie in Bamberg dürfte damit als Spiegelbild der gesamte Saison angesehen werden. Wer die Körbe einfach nicht trifft, der hat zumindest sportlich gesehen nichts in der ertsen Liga zu suchen.
Eisbären Bremerhaven: Gansey (15), Watson (12), Lipke (10), Nicholson (8), Callahan (8), Michael (7), Ivey (3), Valeika (2), Zabas (1), Osmundson, Wohlers
Beste Werfer Bamberg: Goldsberry 15, Ohlbrecht, Brown je 13, Rivera 12
Kommentare
Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.