War die Implantologie in den letzten Jahrzehnt in der Zahnmedizin ein Highlight, bahnt sich nun Revolutionäres an: es ist gelungen, den Karies verursachenden Bakterien Paroli zu bieten. Die Idee ist einfach: Gegenspieler der “Streptococcus mutans” sind Milchsäurebakterien (Lactobacillen). Sie verklumpen mit den Karieserregern und lassen sich dann aus dem Mund spülen. Auf der Jahreskonferenz der Zahnmediziner in Miami Anfang April zeigten die Wissenschaftler der University of Connecticut Health Center Beeindruckendes. “Der Zahnverfall werde”, so Professor Jason M. Tanzer, “um bis zu durchschnittlich 27 Prozent reduziert”. 40 Prozent der kariesverursachenden Bakterien auf den Zähnen werde vermindert. Das entwickelte Produkt pro-t-action sei geschmacksneutral, geruchlos und ph-neutral. Nach zehn bis fünfzehn Sekunden zeige der Lactobacillus paracasei-Stamm den Verklumpungseffekt mit seinen Gegenspielern, den Streptococcus mutans.
Deutsche Unternehmen entwickelten
Das High Tech Zahnpflegemittel wurde von BASF im Rahmen der Industriellen, so genannten “Weißen” Biotechnologie und dem Berliner Unternehmen OrganoBalance entwickelt. Das von der BASF entwickelte Produktionsverfahren erlaube die Verwendung des Inhaltsstoffes in Mundpflegemitteln wie Mundspülungen, Zahncremes, Bonbons oder Kaugummis.
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Ein Mittel gegen Karies ist aber auch sowas von überfällig. Eine Reduktion von 27% noch viel zu wenig. Da machen wir gerne so, alles hätten wir alles im Griff und wüssten alles, aber kaum besucht man einen Zahnarzt werden nostalgische Gefühle erweckt. Es hat sich bisher nichts verändert. Von der Behandlung, den Möglichkeiten bis zum Zahnersatz. Okay, außer dass beim letzteren endlich auch importiert wird.