Placeblog-Rundschau: die Wochenendtipps

Wer hätte das gedacht: Mit ganzen 83 Jahren geht der bekannte und hochgeschätzte Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider noch einmal unter die Blogger. Ab kommenden Montag, 4. Mai, so ist auf news-adhoc.com zu lesen, gebe es seine Video-Kolumne “Speak Schneider!” bei sueddeutsche.de. Sein Buch “Deutsch für Profis” findet sich wohl

maib.jpgWer hätte das gedacht: Mit ganzen 83 Jahren geht der bekannte und hochgeschätzte Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider noch einmal unter die Blogger. Ab kommenden Montag, 4. Mai, so ist auf news-adhoc.com zu lesen, gebe es seine Video-Kolumne “Speak Schneider!” bei sueddeutsche.de. Sein Buch “Deutsch für Profis” findet sich wohl in fast jedem Redakteursregal. Nun können wir uns das Nachschlagen sparen, der Honorarprofessor an der Universität Salzburg und “Levitenleser der Nation” kommt in unser aller Wohnzimmer. Das hat allerdings auch schon Kollege Bastian Sick versucht – zwar tut er dies etwas unpersönlicher via Zwiebelfisch-Kolumne und mit so gut gemeinten Werken wie “Happy Aua”, dennoch bleibt auch beim aktuellen Vorgehen die Frage: wird auch dieser Messias entzaubert?

Bevor wir das allerdings beurteilen können, schickt sich nun erstmal ein langes Wochenende an und die Fudder-Redaktion weiß auch diesmal: “Wo rockt’s? Alle Partys und Konzerte fürs Wochenende.

Freiburg:

Nicht zum Lachen, sondern zum Staunen müssen Freiburger Kultur- und Theaterfreunde am kommenden Samstag in den Keller gehen. Denn das hiesige Ensemble “Die Immoralisten” laden ein, um ab dieser Woche Shakespeares berühmtestes Drama “Macbeth” im unterirdischen Projektkeller Rauraum zu geben. Nach Hofmannsthals “Electra” widmet sich die Truppe abermals schwerer Kost und versucht in dieser Saison das “bekannte Theaterwerk (…) als archaische, publikumsnahe Parabel über Macht und Ehrgeiz” ihren Zuschauern schmackhaft zu machen.

Pforzheim:

Düster geht es am kommenden Sonntag auch in Pforzheim zu. Allerdings viel realer als es uns der große Dichter je vermitteln könnte. Im Rahmen der diesjährigen Führungen auf dem Hauptfriedhof wird es heuer auch einen Rundgang durch das dazugehörige Krematorium geben. Neben der Vorstellung der Anlage werden auch nützliche Informationen zur Feuerbestattung und den Arbeitsabläufen geboten. Treffpunkt ist am Haupteingang in der Ispringer Straße.

Würzburg:

gayp.jpgWesentlich lebensbejahender gebärdet sich dagegen die unterfränkische Universitätsstadt. Zwar sagt auch Würzblogger Ralf Thess, “es ist ein bisschen wie auf einem Grab tanzen”, aber eben doch nur ein bisschen. Denn, man höre und staune, die Gay-Party, die er auf seinen Seiten bewirbt, findet doch tatsächlich imt AKW statt. “Also Homos und Heten, besucht ein letztes Mal die Mutter und den Vater aller Gay-Partys in Würzburg – und genießt noch ein letztes Mal das AKW”, ruft er mit schwermütigem Blick auf kommenden Samstag in die Runde. Aber vielleicht hat der Insolvenzverwalter der Location noch einmal Erbarmen…

Übrigens, auch der “Propeller macht die letzte Umdrehung” in Würzburg. Bereits am heutigen Donnerstag ist es soweit: eine Ära in der Karmelitenstraße geht zu Ende. Nicht einmal seinen ersten Geburtstag wird er erleben dürfen, ist Herr Thees auf ein Neues betrübt. Denn das Gebäude, welches diesen “Hauch von Großstadt” beherbergt, wird abgerissen. Abschied genommen werden kann angeblich schon seit 16.00 Uhr. “Kränze dürfen gelegt werden und Grablichter gestellt. Ein Sorgentelefon wird es aber nicht geben, dafür Alkohol zu ertränken derselben.”

München:

Trauer, Dunkelheit, Düsternis – irgendwie scheint sich das an diesem Wochenende quer durch die Republik zu ziehen. Dabei sollten drei freie Tage eigentlich mehr als nur Anlass zur Freude geben. Wie dem auch sei. In der Weißwurstmetropole München geht es jedenfalls im gleichen Stile weiter. “Nightmares & Other Fancies” lautet da der Ausstellungs-Titel, zu dem die Künster Markus Merkle, Julia Rüther und Anne Torpe noch bis zum 13. Juni in die Galerie Christa Burger laden. Malerei, Zeichnung, Installation und Video sorgen hier hoffentlich für offene Münder, aber vor allem weit aufgerissene Augen.

Bad Honnef:

Noch spiritueller kann es eigentlich nur in einer Kirche zugehen. Und in genau diese wollen uns am kommenden Sonntag um genau 20.20 Uhr die Bad Honnefer locken. Sie meine, das ist “eine gute Zeit, um auf die Stille, die Musik, sich selbst und die Bibel zu hören.” Die Evangelische Kirchengemeinde fühlt sich nämlich ab sofort “Connected – mit sich und Gott verbunden”. Alle, die sich eine kleine Auszeit vom Alltagsstress gönnen wollen, sind also herzlichst in die Erlöserkirche eingeladen.

Bonn:

Jetzt wird es dann doch etwas fröhlicher. Oder nicht? Die ehemalige Bundeshauptstadt feiert jedenfalls drei Tage lang “Rhein in Flammen“. Was sich auf den ersten Blick erneut bedrohlich bis nicht gerade Freude spendend anhört, ist in Wahrheit ein Rheinauen-Fest, das am morgigen ersten Mai ab 14.00 Uhr mit einem bunten Showprogramm startet und am Tag darauf mit einem 22-minütigen musiksynchronen Feuerwerk seinen Höhepunkt finden wird.

Trier:

Ein richtiges Spektakel ist dieser Tage auch in Trier angesagt. Tausende haben das Bistumsfest der Diözese schon besucht und ebensoviele sollen bis kommenden Sonntag auch noch folgen. Höhepunkt der so genannten “Heilig-Rock-Tage” ist die “Dom-Nacht”, zu der das Haus Gottes die ganze Nacht geöffnet sein wird. Geboten wird hier nicht nur das “Sacred concert” von Duke Ellington, sondern auch eine Fotoausstellung im Domkreuzgang.

Nach durchgemachter Nacht könnte es an Ort und Stelle auch gleich weiter gehen. Denn am Sonntag lädt das Theater Trier ab 11.15 Uhr zum Theatercafé zu Dale Wassermanns “Einer flog übers Kuckucksnest”. Was als Kultstreifen mit Jack Nicholson schon hinlänglich bekannt, flatter nämlich ab 10. Mai als Bühnenversion unter der Regie von Jürgen Lorenzen über die Bretter. Neben Ausschnitten aus der Produktion gibt es im Rahmen dieser Traditionsveranstaltung natürlich auch wieder jede Menge Hintergründiges und Informatives.

Zur Erinnerung, hier noch einmal das Original:

Leutersdorf:

Während die ersten Maibäume der Republik wahrscheinlich schon stehen und die das ein oder andere Bier gezapt ist, sei an dieser Stelle noch ein Vorausblick auf das nächste Wochenende erlaubt. Denn am 9. und 10. Mai heißt es in Leutersdorf “Rock am Kopp“. Unter dem Motto “Wir feiern immer noch” gibt es dann die zweite Auflage des im April vergangenen Jahres eingeführten Volkfestes auf dem Gelände der ehemaligen “SB-Halle”. Mit dabei sind unter anderem ein LineDance, ein Kinderprogramm, Live-Bands, eine Sketchshow sowie eine Modenschau.

Nun sind wir wieder einmal am Ende unserer Rundschau angelangt. Wer sich jetzt noch in den eigenen vier Wänden befindet, der sollte sich schleunigst aufmachen, um die sicherlich auch diesmal spektakulär aufgezogene Maibaumaufstellung vor der eigenen Haustüre nicht doch noch zu verpassen. Offline ist heute abend angesagt, denn spätestens Montag lädt uns ja Herr Wolf zu seinem neuen Video-Blog.
In diesem Sinne, machen Sie’s gut. Bis nächsten Donnerstag!

Abschließend sei jedoch auch heute erlaubt unseren traditionellen Hinweis anzubringen:

Denn die Readers Edition vereinigt die Feeds aus zahlreichen lokalen Blogs! Erfahren Sie, worüber in ihrer Region gebloggt wird: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. Tragen auch Sie Ihren lokalen Blog in unser Wiki ein oder schreiben Sie uns unter info@readers-edition.de, wenn Sie Ihren Feed ebenfalls bei uns integrieren wollen!

Sollten Sie Interesse am Austausch mit anderen Placebloggern haben, steht hierfür eine Gruppe bei XING zur Verfügung.

Photo Quelle/Copyright: Awaya-Legends, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr, stovak, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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