Bear Market Ralley vor dem Ende?
In dieser Woche sollen die Ergebnisse des Stresstests der 19 größten US-Banken von der Fed veröffentlicht werden. Dies führt im Vorfeld zu einer Fülle von Meldungen, die diese Resultate für einzelne Banken vorwegnehmen. Schenkt man derartigen Meldungen Glauben, dann droht rund der Hälfte ein erneuter Rekapitalisierungsbedarf, um sich gegen die im Stresstest gemachten Annahmen durch eine ausreichende Eigenkapitalausstattung abzusichern. Dabei ist zu bedenken, dass Kritiker wie die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) die im Stresstest der Fed gemachten Annahmen sogar noch als zu optimistisch ansehen. Das Risikopotential könnte daher größer ausfallen, wenn sich die Rezession wie bisher fortsetzt.
Insbesondere die Annahmen beim Stresstest über den Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA auf 8,3 Prozent sind bereits jetzt realisiert, ohne dass es bereits jetzt zu einer Stabilisierung des US-Arbeitsmarkts gekommen ist. Mithin bleibt offen, ob die am Ende veröffentlichten Ergebnisse zu einer nachhaltigen Vertrauensbildung der Marktteilnehmer beitragen wird.
Leerverkäufe von Aktien der US-Banken erreichen neue Höchststände
Ein Anzeichen für ein mögliches Ende der seit rund zwei Monaten andauernden Bear Market Ralley an den weltweiten Aktienmärkten könnte, der derzeit erreichte Höchstsand an Leerverkäufen von US-Bankaktien sein, die gerade dem Stresstest unterzogen worden sind. Nach Meldungen der Financial Times Deutschland [1] hatte bereits am 15. April 2009 das Volumen der Leerverkäufe für die 18 an der Börse gehandelten US-Banken bereits ein Rekordniveau von 2,1 Mrd. Aktien erreicht. Dies entspricht 7,1 Prozent der im Streubesitz befindlichen Papiere dieser Geschäftsbanken. Im Juli 2008, auf dem Höhepunkt der Leerverkäufe des vergangenen Jahres, waren es dagegen nur 1,05 Mrd. Aktien bzw. vier Prozent des Streubesitzes dieser Papiere.
Leerverkäufe dienen dazu, durch den Verkauf nur symbolisch geliehener Aktienoptionen mit extrem hohen Hebelwirkungen, den Aktienkurs dieser Aktien kurzfristig nach unten zu treiben und im Erfolgsfall durch Rückkäufe dieser Papier auf dem gesunkenen Kursniveau eine hohe Arbitrage aus der entstandenen Kursdifferenzen am Markt zu realisieren. Dies wird aufgrund der hohen spekulativen Positionen zwangsläufig die Volatilität der US-Bankenkurse drastisch erhöhen. Je nach spekulativen Positionen wird es hohe Gewinne bzw. Verluste für die am Spekulationsgeschäft beteiligten Akteure geben. Um neuen Börsenturbulenzen vorzubeugen erwägt offenbar die SEC, die US-Börsenaufsicht, erneut die Möglichkeit wie im vergangenen Jahr Leerverkäufe an den US-Börsen einzuschränken. Die nächsten Tage könnten daher der Beginn des Endes der Bear Market Ralley in den USA sein.
[1] FTD: Leerverkäufer aktiv wie seit Langem nicht mehr – Banken doppelt so stark betroffen wie 2008, Financial Times Deutschland vom 5. Mai 2009. Quelle: Bloomberg.











Georg Erber
Es gilt diesmal offensichtlich immer nochh: Sell in May and go away.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Kapitalmarkt-Pimco-Chef-erwartet-heftige-Kurseinbr%FCche/528100.html
Georg Erber
Na siehste:
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:Wochenausblick-Tsch%FCss-Rally/529467.html
Georg Erber
Der Bär tanzt.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=a_PbXfujO9zc
Georg Erber
Nun ja, das haben Roubini, Stiglitz und andere auch schon vorher gesagt:
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar-Finanzm%E4rkte-sind-dumm/531769.html
Georg Erber
Europa muss sich auf die nächste Phase der Krise vorbereiten:
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=a8_dpTbkyBlU