Kampf im Koma

Endlich geht es wieder aufwärts! Von Krise ist zumindest im Fachbereich der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing nichts zu spüren. Wie von PPQ bereits vor einigen Wochen vorhergesagt, konnte die SPD-Politikerin auch in diesem Jahr großartige Erfolge im Kampf gegen Drogenmissbrauch aller Art melden. Fünf Jahre nach dem Verbot von Alkopops, zwei

komag.pngEndlich geht es wieder aufwärts! Von Krise ist zumindest im Fachbereich der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing nichts zu spüren. Wie von PPQ bereits vor einigen Wochen vorhergesagt, konnte die SPD-Politikerin auch in diesem Jahr großartige Erfolge im Kampf gegen Drogenmissbrauch aller Art melden.

Fünf Jahre nach dem Verbot von Alkopops, zwei Jahre nach dem Verbot von Flatrate-Parties und ein Jahr nach beginn der Diskussion über ein Nachtverkaufsverbot von Alkoholica aller Art gehört das “Koma-Saufen” (Bätzing) nunmehr bei Jugendlichen in Deutschland zum Alltag. Der Suff ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Also etwa dort, wo er bei Papi und Großvater auch schon war.

Mehr als ein Fünftel der Minderjährigen, klagt die Frau, der seit dem Ende der letzten Heroin-Abhängigen-Generation die Drogenklientel auszugehen drohte, sei im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen. Im Vorjahr habe sich noch jeder Vierte einmal monatlich an die Grenze des Ertragbaren herangetrunken – das ist zwar mehr, aber offenbar ist weniger irgendwie doch schlimmer, so lange es nach mehr klingt.

Und schlimmer geht immer, zumindest als Schlagzeile.

Polizei und Rettungskräfte hätten anno 2008 mehr als 23.000 Kinder teils bewusstlos betrunken ins Krankenhaus gebracht – so viele wie nie zuvor und ein schöner Beweis für die Leistungsfähigkeit des deutschen Rettungssystems. Bätzing warf dem Koalitionspartner Union zur Ablenkung vor, “aus Wahlkampf-Gründen ein nationales Aktionsprogramm gegen den Alkoholmissbrauch” (dpa) zu blockieren. Sie hatte sicherlich geplant, mit bunten Plakaten, lustigen Fähnchen und frischen Äpfeln auf bundesweiten Trimmdich-Parties für ein Leben ohne Alkohol zu werben und die “zuletzt bereits von 21,2 auf 17,4 Prozent gesunkene Quote der jugendlichen Alkoholtrinker” (dpa) weiter zu senken. Weiter zu senken? Eben wars doch noch hoch wie nie?

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Grundsätzlich ist Alkohol nichts für Kinder, daran sollte kein Zweifel bestehen. Ich sehe bei dieser Problematik aber eine statistische Seite. Wie der Autor schon richtig erwähnt, waren auch unsere Väter und Großväter in ihrer Jugendzeit keine Abstinenzler. Ich auch nicht. Aber damals kam man mit 14 oder 15 Jahren aus der Schule und ging arbeiten. Sobald man arbeiten ging hat es niemanden gestört, wenn man öffentlich rauchte und Alkohol trank. Man war zwar noch nicht volljährig, wurde aber aufgrund der Berufstätigkeit als Erwachsener gesehen. Und man hat einträchtig
    im Keise der Arbeitskllegen mitgesoffen, stets bemüht, deren Leistungsfähigkeit zu erreichen. Das große Kotzen am nächsten Tag war kein Hindernis für weiteres intensives Training. Da man aber heute mit 16 oder 17 Jahren noch Schüler ist wird man von offizieller Seite mehr als Kind gesehen. Somit beeinflußt man dadurch die Statistik. Aber grundsätzlich : Lieber besoffen ( den das hat historische Tradition ) als bekifft.

    Bernd Stichler