50.000 gewinnt! Online-Petition hat es geschafft

Dass die Online-Petition von Franziska Heine “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” auf regen Zuspruch stößt, das war bereits kurz nach der Freischaltung der Zeichnungsmöglichkeit am vergangenen Montagvormittag klar (wir berichteten). Binnen weniger Stunden hatten sich Tausende der Dame angeschlossen, die sich nicht mit den einschneidenden Maßnahmen von

peti.jpgDass die Online-Petition von Franziska Heine “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” auf regen Zuspruch stößt, das war bereits kurz nach der Freischaltung der Zeichnungsmöglichkeit am vergangenen Montagvormittag klar (wir berichteten). Binnen weniger Stunden hatten sich Tausende der Dame angeschlossen, die sich nicht mit den einschneidenden Maßnahmen von “Zensursula” und ihren Anhängern abfinden wollten. Zeitweise war die Seite des Deutschen Bundestages sogar gänzlich überlastet. Heute morgen um 01:15:05 war es dann soweit: die geforderten 50.000 Mitzeichner wurden erreicht (aktueller Stand um 13.40 Uhr: mehr als 54.000) – und das in Rekordzeit.

Die Konsequenz ist nun klar: Dem Volk kann man nicht den Mund verbieten. Der Petitionsausschuss des Bundestages muss sich jetzt in einer öffentlichen Sitzung mit den vielen kritischen Stimmen, die sich gegen Internet-Sperren gegen Kinderpornographie zu Wort melden, auseinandersetzen. Und das noch bevor der Gesetzesentwurf abgestimmt wird.

“Es geht nicht um merkwürde Nerds und Geeks”

“Damit hat die Petition Geschichte geschrieben und Rekorde gebrochen”, gibt es auf gulli.com bereits eine erste Wertung des Ergebnisses. Nun habe man zunächst einmal eine Öffentlichkeit, die die Diskussion um die Sperren von Seiten mit kinderpornographischem Inhalt endlich auf eine andere Ebene heben müsse. Doch diese gelte es nun argumentativ zu nutzen.

Bereits am vergangenen Dienstag äußerte sich auch die Hauptpetentin, Franziska Heine in einem Interview mit Alpha-Blogger Sascha Lobo. Über ihre Beweggründe berichtet sie den Lesern Folgendes: “Es geht nicht um merkwürde Nerds und Geeks, denen der Zugang zu ihrem Spielzeug verwehrt wird. Es werden Strukturen geschaffen, die dazu geeignet sind, elementarste Grundrechte zu beschneiden und das darf einfach nicht sein”, sagt sie bestimmt. Es dürfe nicht sein, dass Themen instrumentalisiert würden, aber das eigentliche Problem dabei unberührt bleibe. Das Appell der 29-jährigen Berlinerin, die sich in diesem Zusammenhang auch rege auf der Microblogging-Plattform Twitter engagiert, an die versammelte Internetgemeinde lautet daher: “Es ist nicht wichtig, wer den Stein ins Rollen gebracht hat – was wir jetzt alle gemeinsam daraus machen, darauf kommt es an!” Sie jedenfalls zeigt sich überzeugt, dass die Masse etwas ändern könne und gibt auch Frau von der Leyen einen guten Rat mit auf den Weg. “Lesen Sie, was die vielen Menschen da draußen zu sagen haben! Schauen Sie in die Diskussion, die sich aus der ePetition heraus entwickelt hat, und lernen, verstehen und handeln Sie!”

Interessante Links zum Thema:

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