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China: Netzbürger halten zu der Kellnerin, die einen Beamten tötete

Montag, den 18. Mai 2009 um 17:41 Uhr von Global Voices

Deng Yujiao, eine Kellnerin in der Provinz Hubei erstach einen Beamten und verletzte einen anderen um deren sexuellen Annäherungen zu entgehen. Kommentare im Internet zeigen kein Mitgefühl mit dem Beamten und unterstützen zumeist die 21jährige, nenne sie die nächste Yan Jia, die auf eine Ungerechtigkeit reagierte.

Der Tote, Deng Guida ist der Bezirkschef des Investment-Promotion Büros. Er kam mit zwei Kollegen in die Unterhaltungsstätte “Dream city” für eine Massage und traf dort auf die Kellnerin. Sie baten sie um einen ‘Specialservice’ was in China sexuelle Dienste bedeutet, aber wurden zurückgewiesen.

Mutmaßlich, nahm Deng Guida einen Packen Geldscheine aus seiner Hosentasche und schlug die Kellnerin damit auf den Kopf. Von dieser Handlung gedemütigt versuchte sie den Raum zu verlassen, aber der Beamte stieß sie auf ein Sofa. Die Kellnerin fand ein Messer und stach das Opfer in die Kehle und tötete ihn damit, sie verletzte einen seiner Kollegen.

Die Kellnerin rief später die Polizei und stellte sich.

Die Neuigkeiten lösten sofort nach ihrer Bekanntgabe eine öffentliche Diskussion aus. Zuerst ging es darum, ob die Handlung des Mädchens Notwehr war oder nicht. Rechtsexperten waren sich jedoch einig, dass sie höchstwahrscheinlich angeklagt werden würde. Einige diskutierten in Xing-Dao Daily, einer Hong Konger Zeitung:

“Der Beamte verlangte von Deng Yujiao einen ‘Spezicalservice’, aber wurde zurückgewiesen! Er stieß sie mit Gewalt zweimal auf ein Sofa, eine Handlung die man mit Recht als versuchte Vergewaltigung ansehen könnte. Der Eingriff auf Denga Yujiao’s Rechte war ein angehender und könnte sie sehr wohl schwer verletzt haben. Der war das benutzen des Messers eine Handlung aus Notwehr und im angesicht des Notfalls… sie sollte nicht angeklagt werden!”

Viele Netzbürger sprachen mit großem Respekt über Denga Yujiao.

Yi Li in Tianya kommentierte die Nachricht mit den Worten,

“Deng Yujiao, du bist gut. Ich bewundere und unterstütze dich, und ich werde von dir lernen. Liebe Grüße”

Darüber hinaus, wurde ihre Geschichte in einer kurzen Chronik in traditionellem Chinesisch verfasst, das für gewöhnlich von Historikern im Altertum benutzt wurde, um ein heldenhaftes Beispiel in Erinnerung zu halten. Für alle die chinesisch lesen können, hier ist der Text:

“邓玉娇者,荆州巴äää,美而烈,ää脚ää。
ä夕,浣纱ä室,野ä关镇吏黄德智、邓贵大、邓某相携寻欢ä遇,见玉娇,遂破门而入,欲强狎焉。玉娇ä词斥ä,邓贵大怒,鞭面ä币,曰:吾辈多金,岂惧汝 ää哉。玉娇ä顾,贵大愈怒,ä按其ä卧塌,强起,复按ä,ä者相视而笑。玉娇羞愤,遂操细刃刺ä,ä创而毙,德智复犯,玉娇又刺ä,重创,邓者大惧,ä 敢前。玉娇ä投刃自首ä官。”

jy_xyp sagte:

“ich wäre zufrieden, wenn ich so ein Mädchen heiraten könnte.”

Jungfräulichkeit ist sehr wichtig in China, und es gibt zahlreiche Geschichten darüber wie Frauen ihre Ehre verteidigen. In diesem Fall vereint sich die Bewunderung für ein Mädchen, das seine Jungfräulichkeit verteidigt mit dem Hass auf korrupte Beamte.

Auf People.com fragt der Blogger Sun Xiabo:

“Wie kommt es, dass diese Beamten soviel Geld haben? Während des Streites schlug das Opfer dem Mädchen auf den Kopf mit einem Packen Geldscheine. Wie kann ein Arbeiter im öffentlichen Dienst von seinem Gehalt soviel Geld übrig haben, dass er so damit umgehen kann ohne Skrupel oder einen zweiten Gedanken darüber zu verlieren? Waren es öffentliche Mittel oder unterschlagenes Geld?

Wie können sie Unterhaltungsstätten wie diese so oft besuchen und so besessen mit ‘Spezialservice’ sein?”

Blogger, Netzbürger und Intellektuelle handeln jetzt, um Den Yujiao zu unterstützen. Ein öffentlicher Brief, der im Internet erschien und Deng als Helding bezeichnet, bittet Menschen darum ihre Sympathibekundungen zu Deng Yujia zu senden, die nun im Gefägnis ist. Viele machen sich jedoch immer noch sorgen, die Polizei könnte die Beweise manipulieren, um dem Gericht zu helfen Deng schuldig zu sprechen.

In einer vorbereitenden Anhörung, wurde festgestellt, dass Deng Yujiaos Geisteszustand fragwürdig ist. Auch hat die Polizei behauptet, dass die Waffe die Deng benutzte tatsächlich ein Obstmesser war anstatt der Clippers, die Deng in ihrem Beruf benutzt um Kunden die Zehennägel zu schneiden. Zu diesem Punkt schrieb Blogger Zhou Zhongming einen Artikel:

“Als erstes erwähnt die Polizei nicht mal den Packen Geld!
Zweitens, angeblich war die Waffe ein Obstmesser und kein Nagelclipper! Dies ist ein kleiner Unterschied, denn falls es ein Nagelclipper war zeigt das, dass das Mädchen sich selbst in ihrer Panik mit einem Werkzeug verteidigte, dass sie bereits in ihrer Hand hatte. Wenn es jedoch ein Obstmesser war, deutet das darauf hin, dass das Mädchen sich das Messer von anderswo her holte und den Beamten mit Absicht tötete anstatt in bloßer Notwehr.

Weiterhin, wird behauptet, dass Medikamente für eine Geisteskrankheit in der Tasche des Mädchens gefunden wurden. Was für ein bösartiger Trick um den Ruf des Beamten zu beschützen! Sie können das Mädchen sogar in eine Nervenheilanstalt schicken.
Jeder weiß, dass es bei weitem schlimmer ist in eine staatliche Nervenheilanstalt geschickt zu werden als ein Todesurteil zu erhalten.”

Die Blogger gaben ein mögliches Szenario für den Schluss der Polizei an: dass das Mädchen, wegen ihrer Geisteskrankheit und ihrem Verfolgungswahn die beiden Beamten mit einem vorbereiteten Messer erstach.

Könnte eine solche Vermutun wahr werden? Netzbürger warten auf eine endgültige Antwort der Polizei.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Veronica Bauer, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehemigung von Global Voices.

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Eine Reaktion zu “China: Netzbürger halten zu der Kellnerin, die einen Beamten tötete”

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  1. Rolf Ehlers

    am 19. Mai 2009 um 17:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Was für eine spannende Geschichte! Auch in unserem Rechtssystem gäbe es bei dieser Konstellation viele Fragen. Im Ergebnis sieht alles auch wie ein Versuch eines
    erzwungenen Geschlechtverkehrs oder anderer sexuellen Handlung und die wilde Abwehrhandlung des Opfers. Nichts spricht dafür, dass sie in Tötungsabsicht handelte.
    Selbst wenn sie in Bestürzung, Angst und Schrecken über das nötige Maß der Abwehr hinausgegangen sein sollte, wäre nach unseren Regeln keine persönliche Schuld festzustellen. Es schein t ganz so, dass die Bevölkerung in China das auch so sieht.

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