Klimawandel – Neues aus dem Kuriositätenkabinett

Nachrichten, welche einen bevorstehenden Kollaps ankündigen, sind heutzutage allgegenwärtig. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass beinahe täglich neue Meldungen auftauchen, welche uns unser schädliches Tun vor Augen halten wollen und uns androhen, dass wir bei einem Beibehalten des eingeschlagenen Weges unweigerlich in eine Katastrophe laufen. Weil aber die meisten

dfgaskl.jpgNachrichten, welche einen bevorstehenden Kollaps ankündigen, sind heutzutage allgegenwärtig. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass beinahe täglich neue Meldungen auftauchen, welche uns unser schädliches Tun vor Augen halten wollen und uns androhen, dass wir bei einem Beibehalten des eingeschlagenen Weges unweigerlich in eine Katastrophe laufen. Weil aber die meisten dieser vorhergesagten Katastrophen bislang ausgeblieben sind, macht sich so langsam eine gewisse Müdigkeit breit. Diesem Trend versuchen die geneigten Interessenvertreter zu begegnen, indem immer neue Bedrohungen und Lösungsstrategien präsentiert werden. Hier einige besonders kreativen Beispiele:

Der Zoll soll künftig die illegale Einfuhr von Glühbirnen verhindern

Ende letzten Jahres wurde von der Europäischen Union beschlossen, dass herkömmliche Glühbirnen in einem mehrstufigen Prozess beginnend ab September 2009 verboten werden sollen. Ein Programm, welches wohl eher der Befriedigung von Lobbyinteressen, als der Einsparung von Energie oder dem Schutz des Klimas geschuldet ist (mehr dazu hier).

Jetzt hat ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der Wirtschaftswoche verraten, wie die Bundesregierung künftig dafür sorgen will, dass nach dem Verbot auch wirklich nur noch die klimapolitisch korrekten Leuchtmittel die Wohnungen der Bundesbürger erhellen. Damit in Zukunft auch ja keine unbelehrbaren „Warmlichtjunkies“ ihren Stoff (sprich Glühbirnen) in Onlineshops aus dem Ausland beziehen können, sollen „verdächtige Pakete“ vermehrt durch den Zoll kontrolliert werden. Unklar war laut dem Sprecher noch, was mit der beschlagnahmten Ware dann geschehen soll. Denkbar wären eine Vernichtung oder eine Versteigerung der Glühbirnen an ausländische Interessenten (mehr hier).

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Angesichts von bereits einsetzenden Hamsterkäufen dürfte demnächst konsequenterweise wohl noch eine Handelsbeschränkung für Glühbirnen erlassen werden. Denkbar wären hier Vergabescheine für Glühbirnen in Höhe der üblichen in einem Haushalt verbrauchten Mengen. Als Vorbild könnten die früher üblichen Lebensmittelrationierungen dienen.

Klima-Kongress stellt Demokratie in Frage

Vom 5. bis zum 7. Juni findet in Essen eine denkwürdige Veranstaltung statt. Auf einem Klima-Kongress wird unter Anderem die Frage diskutiert, ob Demokratien überhaupt in der Lage sind, mit den Herausforderungen eines Klimawandels umzugehen, oder ob autoritäre Regime hierfür besser geeignet wären (Can free democratic societies cope with the effects of grate changes in the global climate, or might authoritarian regimes possibly be better placed to enforce the necessary measures?).

Ein Begriff, der in den Informationen zu dieser Konferenz immer wieder auftaucht, ist der einer notwendigen großen Transformation der Gesellschaft. Dieser Ausdruck ist als erstes vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geprägt worden und meint einen totalen Umbau des globalen Wirtschaftssystems zur Begrenzung einer befürchteten Erwärmung.

Ein interessantes Detail ist auch die Entstehungsgeschichte dieses Begriffes. Zunächst wurde vom PIK nämlich der Ausdruck einer globalen Kulturrevolution geprägt. Dieser wurde von den Verantwortlichen allerdings schnell wieder verworfen und durch den der großen Transformation ersetzt, weil Assoziationen zu anderen Kulturrevolutionen wohl zu offensichtlich waren. Nur gut, dass das Internet nichts „vergisst“. So findet kann man den Ausdruck globale Kulturrevolution noch immer im WebArchiv der Seite des PIK.

Und zumindest eine Frage sollte angesichts solch drastischer Statements schon erlaubt sein: Was passiert eigentlich, wenn die Delegierten zu dem Ergebnis kommen, dass eine Demokratie nicht die richtige Regierungsform darstellt, um auf die von ihnen beschworenen Herausforderungen für die Zukunft zu reagieren? Soll hier eventuell ein Grundstein für einen Umbau der Gesellschaft weg von einer freiheitlich organisierten Demokratie hin zu einem autoritären Obrigkeitsstaat gelegt werden?

Weiterführende Informationen gibt es hier, hier und hier.

Arktisexpedition sollte auf globale Erwärmung hinweisen – und hatte vor allem mit der Kälte zu kämpfen

Am 28. Februar fiel der Startschuss für eine ungewöhnliche Expedition. Eine Gruppe von drei Polarforschern machte sich auf den beschwerlichen Weg über 800 km zu Fuß über das arktische Packeis zum Nordpol. Im Grunde handelte es sich hierbei um eine PR Aktion mit der auf die viel beschworenen Gefahren einer globalen Erwärmung hingewiesen werden sollte. Um dem Ganzen noch einen wissenschaftliche Anstrich zu verleihen, sollte das Team zudem vor Ort Messungen der Eisdicke vornehmen. Dass solche Messungen jedoch heutzutage wesentlich präziser und effektiver mit Hilfe von modernem Gerät durchgeführt werden können, hat das Bremer Alfred-Wegener-Institut jüngst eindrucksvoll gezeigt (auch hier und hier).

Finanziert wurde die Unternehmung vom britischen Versicherungskonzern Catlin. Vergleichbar zu dem Engagement der Münchner Rück beim PIK, finanziert auch hier ein großer Rückversicherer Aktivitäten, die die These der menschengemachten globalen Erwärmung stützen sollen. Aus Sicht einer Versicherung ist ein solches Engagement durchaus sinnvoll. Die Versicherungsprämie errechnet sich schließlich aus dem zu versichernden Wert mal der Schadenswahrscheinlichkeit. Und die von den IPCC-konformen Klimawissenschaftlern vertretene Meinung besagt schließlich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsschadens in Zukunft in vielen Gebieten zunehmen wird. Für die Versicherungen heißt dies: Je dramatischer die Prognosen, desto höher die Versicherungsprämie. Verständlich also, dass diese Konzerne eben jene Forscher fördern, die möglichst drastische Vorhersagen liefern.

Eine gute Versicherung hatte die Catlin-Expedition dann auch bitter nötig. Schon bald machte den Abenteurern die für diese Jahreszeit außergewöhnlichen Kälte zu schaffen (hier und hier). Die drei Forscher kamen wesentlich langsamer voran als geplant, Versorgungsflugzeuge konnten wegen des schlechten Wetters nicht landen und auch die Messgeräte gaben auf halber Strecke ihren Geist auf. Schließlich musste die Expedition abgebrochen werden, ohne dass die Forscher ihrem eigentlichen Ziel, dem Nordpol, auch nur nahe gekommen wären.

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Der Auftritt erinnerte sehr an die im letzten Jahr durchgeführten Aktion von zwei britischen Umweltaktivisten, die beim Versuch den Nordpol mit dem Kajak zu erreichen, grandios scheiterten. Die Expedition musste nach wenigen Tagen aufgegeben werden, weil das dichte Eis ein Weiterkommen unmöglich machte.

Das Märchen von der Skeptiker-Verschwörung

Eine Meldung, die so recht in das Bild vieler Klima-Aktivisten passte, brachte die “New York Times” vor einigen Wochen auf ihrer Titelseite. Seit mehr als 12 Jahren würde demnach eine „Globale Klimakoalition“ (Global Climate Coalition), eine von der Öl-, Kohle- und Automobilindustrie bezahlte Lobbyistengruppe, wider besseren Wissens in der Öffentlichkeit Falschmeldungen zum Klimawandel verbreiten.

Da war er endlich aufgedeckt, der Komplott bestehend aus der bösen Industrie und aus von dieser finanzierten Wissenschaftlern, die aus Gewinnsucht die Öffentlichkeit bewusst in die Irre führen. In bester Tradition von Verschwörungstheoretikern zeichnete der Autor ein düsteres Bild von einem Bündnis von intriganten und skrupellosen Forschen, Politikern und Lobbyisten, die einen Pakt gegen die Menschheit geschlossen hätten.

Ein Politikum wurde der Artikel, als Al Gore ihn in einer Anhörung vor dem Kongress als Kronzeugen nutzte, um die CO2 emittierende Industrie anzuklagen: Die größten Verschmutzer hätten einen Betrug begangen, der größer wäre als der Anlegerbetrug von Bernie Madoff (Dieser hatte zahlreiche Anleger mit seiner dubiosen Finanzfirma um insgesamt mehr 50 Mrd. Dollar gebracht). Wörtlich sagte Gore weiter: „Sie (die Global Climat Coalition) haben gelogen, um Geld zu verdienen.“

Dumm war nur, dass an dem Artikel so gut wie nichts stimmte. Und so musste der Autor eine Woche später eingestehen, dass er in seinem Beitrag wohl die falschen Schlüsse gezogen habe. Diese hätten auf einer veralteten Version eines Dokumentes beruht, auf welches ihn ein Leser die “New York Times” hingewiesen habe.

Und an dieser Stelle fängt man dann spätestens an, sich zu wundern. Bei einem Leitartikel einer so renommierten Zeitung wie der “New York Times” sollte man schließlich etwas mehr Recherche-Leistung erwarten können, als das ungeprüfte verwenden von Dokumenten aus Leserbriefen.

Interessant ist auch der eigentliche Grund für die Anhörung von Al Gore im Kongress. Es sollte die Frage der Kosten für den globalen Handel mit CO2-Zertifikaten untersucht werden sowie geklärt werden, inwieweit Al Gore persönlich von diesem Handel profitiert. Schließlich ist er mit seiner Firma Generation Investment Management einer der großen Gewinner des Geschäftes mit den „Verschmutzungsrechten“. Diese Aktivitäten haben dem Träger des Friedensnobelpreises bislang etwa 100 Millionen Dollar eingebracht. In Anbetracht der geplanten weiteren Ausweitung des „Handels mit heißer Luft“ ist Al Gore wohl auf dem besten Weg, der erste CO2-Milliardär zu werden. Da wundert es nur wenig, dass er sich auch persönlich so vehement für die Aufrechterhaltung einer Alarmstimmung beim Klima einsetzt.

Angesichts der zahlreichen Falschaussagen, die Al Gore in seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ nachgewiesen wurden, stellt sich einem hier unmittelbar die Frage, wer denn letztendlich gelogen hat, um Geld zu verdienen.

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Photo 1/Quelle: Gerd Altmann(geralt) via Pixelio

Photo 2/ Quelle: Rainer Sturm via Pixelio

Photo 3/ Quelle:  wattsupwiththat.com

Kommentare

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  1. Herr Kipp, Ihr Artikel kommt mir gerade recht. Am bevorstehenden Glühbirnen-Verbot will ich meinen Kommentar mal aufhängen:

    In der Quintessenz ist es vollkommen gleichgültig ob und wie “sinnvoll” der Ersatz von Glühbirnen durch “Energiespar”-Leuchtmittel nun ist oder nicht. Und wieviel Prozent Einsparung denn das für einen Durchschnitts-Haushalt nun bringen mag. Darum geht es überhaupt nicht! Wer sich auf diese Diskussion einlässt, ist schon in die Falle der Ökos gegangen.

    Normalerweise setzen sich Handelsgüter im freien Wettbewerb durch. Niemand, der recht bei Trost ist, wäre auf die Idee gekommen, Koffer-Radios, klassische Fotoapparate oder schnurgebundene Festnetz-Telefone zu verbieten. Da wirkt der freie Wettbewerb. Und das ist gut so. Die Leute entscheiden durch ihr Kaufverhalten, was sich durchsetzt.

    Die Glühbirne ist ein vergleichbares Produkt. Jede(r) sollte selbst entscheiden können, ob er/sie Glühlampen verwendet oder nicht – ohne dies gegenüber irgendjemand in irgendeiner Weise rechtfertigen zu müssen. Es gibt keinen rational stichhaltigen Grund, wieso Menschen durch ZWANGSMASSNAHMEN die Benutzung verboten werden sollte. Niemand kommt zu Schaden oder wird belästigt – es sei denn, man holt irgendeine Ideologie aus der Kiste. Und DAS ist der entscheidende Punkt – nicht der Sinn oder Unsinn der Verwendung von Glühlampen !!!

    Dieses Verbot ist glasklar ein (wenn nicht der erste) flächendeckender Vorbote der sich einschleichenden Öko-Diktatur. Eine (geschmeidig die demokratischen Strukturen unterwandernde) neue Nomenklatura setzt als Universal-Pseudo-Begründung auf die Behauptung der sogenannten “Klima-Schädlichkeit”. Wie völlig irrational und rein ideologisch diese Behauptung im Hinblick auf die Glühbirne ist, zeigt sich selbst dann, wenn man den AGW-Glauben ernst nimmt.

    Selbst AGW-Vertreter haben Probleme damit, dass der klimatische Einfluss des Glühlampen-Verbots nicht einmal Promille-Werte erreicht. Doch da “helfen” die Profit-Interessen der Industrie. Sie kann mit Glühbirnen nicht genug verdienen. Und es hilft der Verweis auf sogenannten “Klimaschutz-Ziele” (realitätsferne Definitionen, vergleichbar mit kommunistischen Parteitagsbeschlüssen). Mit dem Anstreben dieser sogenannten Klimaschutz-Ziele kann die tatsächliche klimatische Wirkungslosigkeit wunderschön kaschiert werden. mit dem Erreichen derselben kann auch dann ein Erfolg gefeiert werden, wenn klimatisch NICHTS erreicht wurde (ganz so wie eine Ameise im Bemühen den Mond zu erreichen, dass klettern auf einen Stengel als Schritt dahin feiert). Klimatisch völlig unwirksamen / bedeutungslosen Massnahmen wird so ein gesellschaftlicher Schein-Sinn eingehaucht. Klimaschutz entpuppt sich als das, was er ist: als eine reine Ideologie zur Ausblendung/Überblendung der Realität.

    Deshalb erinnert mich das Verbot der Glühbirne stark an die willkürlichen Zwangsmassnahmen der letzten Diktatur auf deutschem Boden: der SED-Diktatur in der DDR. Um ihre uneingeschränkte Macht zu sicher, musste sie das alltäglichen Verhalten der Bevölkerung beständig steuern und kontrollieren und möglichst gleichschalten. Niemand sollte die Macht der herrschenden Nomenklatura gefährden.

    Jetzt geht es wohl um die klammheimliche, leise Unterwanderung demokratischer Strukturen durch den sich ausbildenden ökologisch-ideologisch-industriellen Komplex, welcher – wie die kommunistischen Parteien in Osteuropa – immer recht zu haben glaubt (die Partei, die Partei, sie hat immer recht). Wer dort den Marxismus-Leninismus angriff, war ein gesellschaftlicher Schädling, schlimmstenfalls ein Staatsfeind. Wer brav mitschwamm und nicht aufbegehrte, merkte seine Fesseln nicht. Gleiches zeichnet sich allmählich in unserer Gesellschaft ab. Wer brav an den Klimaschutz glaubt, merkt auch nichts. Mein Arbeitsplatz – mein CO2-Kampfplatz, jawoll! Die zur Zeit stärkste Ideologie ist AGW/Klimaschutz mit dem Argument der furchtbaren Bedrohung durch den Kapitalismus …. äh …. Moment …. äh … den Satan … äh …. ach ja: das CO2 (ich komme gerade mit den Ideologien durcheinander, ist ja doch immer das gleiche Schema, nur die Begriffe, Ziele und Nutzniesser wechseln).

    Mit Thorsten und M.Klusmann können wir hier ja zwei willige Parteimitglieder dieser neuen Ideologie beobachten – und auf diese Weise sozusagen auf unterster Ebene in das hohle Innere blicken.