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Repressionswelle in der Türkei

Montag, den 1. Juni 2009 um 21:22 Uhr von Severinus
Das kurdisch bewohnte Gebiet.

Erneute Welle der Repression in der Türkei gegen Kurden.

Repressionswelle

Zu mehr als 400 Festnahmen kam es unter Aktivisten der kurdischen Partei für eine demokratische Gesellschaft (DTP) als am 28. März Kommunalwahlen in der Türkei stattfanden. Diese Verhaftungswelle wurde von der türkischen Regierung jüngst am 28. Mai, einen Monat danach, fortgesetzt.

Die Polizei durchsuchte Räume der Gewerkschaften KESK und Egitim Sen, in Izmir erlaubte das türkische Gericht die von der Militärpolizei beantragten Durchsuchungen, darauf wurden auch in Ankara, Istanbul, Izmir, Van und Manisa die Räumlichkeiten durchsucht. Das Zentralgebäude der Gewerkschaft KESK wurde um 06.30 Uhr von Antiterroreinheiten gestürmt. In Van wurden selbst die Privatwohnungen von Gewerkschaftern durchsucht. Auch das Gründungsmitglied des Friedensrats und Vorstandsmitglied Yüksel Mutlu wurde verhaftet, als Grund wurde die “prokurdische Linie” genannt.

Die türkische Regierung setzt ihre harte Linie ungeachtet des Waffenstillstands der PKK fort. Gegen Jugendliche zwischen 14 bis 18 Jahren laufen Prozesse. Angeblich haben diese Steine auf die Polizei geworfen. Einige Jugendliche haben inzwischen Haftstrafen von über 20 Jahren bekommen.

Widerstand

Gegen diese Repressionswelle formierten sich Proteste. In Izmir protestierten Gewerkschafter und riefen die Losungen “Hoch unsere ehrenhaften Kämpfer!”, “Es lebe unser organisierter Kampf!” und “Wir werden nicht aufgeben!”. Die sofortige Freilassung der Verhafteten wurden gefordert. Der Friedensrat Türkei-Europa erklärte heute: “Diese Unterdrückungsmaßnahmen bedeuten, dass  schon die Forderungen nach Frieden, Demokratie und Freiheit unterdrückt werden.”

Bombardierungen

Am 28. Mai griffen türkische Flugzeuge Südkurdistan/Nordirak an. Die Türkei bombardiert wo sie kurdische Guerillas vermutet. In den letzen Bombardierungen wurden zivile Ziele in diesem Gebiet getroffen.

Bundesdeutsche Momente

Nach dem letzen Abkommen mit der türkischen Regierung dürfen auch Waffen aus deutscher Lieferung im Kriegsgebiet im Kurdistan eingesetzt werden. Ergänzt wird diese Politik mit dem Verbot kurdischer Organisationen in Deutschland.

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6 Reaktionen zu “Repressionswelle in der Türkei”

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  1. Rolf Ehlers

    am 1. Juni 2009 um 22:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    Na klar macht unsere Regierung bei allen Schweinereien mit, die von den “Bündnispartnern” betrieben oder geduldet werden!

    Was ist da viel anders als in Afghanistan?

  2. ID

    am 1. Juni 2009 um 22:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    Weitere Infos: http://kurdistan.blogsport.de/2009/05/31/gewerkschafter-unter-terrorverdacht/

  3. Peter Glanzruß

    am 2. Juni 2009 um 08:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    Was soll diese Miesmache? Da stecken doch bloß wieder ausländerfeindliche Motive dahinter. Die heutige Türkei ist doch in jeder Beziehung ein demokratischer Staat und gehört schon längst in die EU. Hier und da ein paar kleine Menschenrechtsverletzungen darf man nicht auf die Godwaage legen.

  4. Jan van Winried

    am 2. Juni 2009 um 17:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    Selbstverständlich unterstützen unsere und die meisten europäischen Politiker alle Maßnahmen, um die Türkei als unmenschlichen Unrechtsstaat zu brandmarken. Ein echter Beitritt der Türkei zur EU hätte eine sofortige Verschiebung der Machtverhältnisse im europäischen Selbstbedienungsladen zur Folge. Da kriegen einige Politiker das Zähneklappern …

  5. xano

    am 2. Juni 2009 um 20:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ein sehr gelungener Artikel, denn keiner macht auf die Situationen der Kurden aufmerksam. Des Weiteren ist es der türkische Staat, der den Krieg in Kurdistan weiter führt und den Waffenstillstand der PKK nicht akzeptiert und weiter auf Krieg setzt. So sind für die Toten und für die undemokratische Art und Weise der Türkei der Staat schuldig. Die türkische Armee sollte lieber als eine Terrororganisation eingestuft werden, statt die PKK, denn die PKK setzt im Gegensatz zur Türkei für den Frieden ein. Ich hab noch nie Türken in der Türkei gesehen. die auf die Stra0e gegangen sind, um diesen Krieg zu beenden. Die Kurden aber sind jeden Tag auf den Straßen und trotzdem hört man nicht auf sie. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kurden die Hoffnung auf den Frieden verlieren und sich wieder ganz dem Kampf widmen, dass sollte verhindert werden.

  6. Partnernetzwerk – News 02.06.09 « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

    am 3. Juni 2009 um 02:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Fundstücke 02.06 = u. a. = Einheitspartei des Präsidenten gewinnt Parlamentswahlen in Südossetien ~~ Repressionswelle in der Türkei … Erneute Welle der Repressionen in der Türkei gegen Kurden ~~ Ackermanns neues Investment … Die Gläubiger von GM schauen bekanntlich in die Röhre. Dafür werden sie jetzt hoffnungsvolle Aktionäre bei New GM ~~ Cotton Club … Finanziert mit Millionensummen aus staatlicher “Entwicklungshilfe” schmieden deutsche Textil- und Handelsunternehmen ein Abnehmerkartell für afrikanische Baumwolle – gegen die USA ~~ Hungerstreik gegen Abschiebung … Türke nach 30 Jahren in der BRD von Ausweisung bedroht. Anwältin kämpft für seine Haftentlassung ~~ […]

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