Erst letztes Jahr erhielt der britische Forscher John Anthony Allan den “Wassernobelpreis” für seine Entdeckung des “Virtuellen Wassers”, die uns längst hätte wachrütteln müssen – vielleicht sogar die Politiker, die sich der Erhaltung unseres Wohls verschrieben haben.
Das Wort vom “virtuellen” Wasser ist sehr missverständlich. Es meint die gesamte Wassermenge, die für die Verfügung über ein Produkt benötigt wird, auch die versteckten Mengen. Wir hatten doch nach den veröffentlichten Daten gemeint, dass wir Bundesbürger im Schnitt für Waschen, Trinken, Kochen und Rasensprengen am Tag durchschnittlich “nur” 120 bis 130 Liter Trinkwasser verbrauchten. Rechnet man die versteckten “virtuellen” Wassermengen hinzu, kommt man aber auf 4000 Liter am Tag. Wahnsinn, nicht? Aber für die Herstellung einer Seite DIN-A.-4-Papier braucht man schon zehn Liter Wasser, für einen zwei Gramm schweren Mikrochip 32 Liter und für ein Kilo Steak sage und schreibe 14.000 Liter!
Leider ist das verbrauchte Wasser nur begrenzt wiederverwertbar, weil es im Verbrauch mit Pestiziden und Giftstoffen aller Art verseucht wird.
Seit dieses Wissen um die Wasserverschwendung bekannt ist, tut sich indessen nichts. Es ist dasselbe Problem wie bei der maßlosen Energieverschwendung. Wir machen einfach weiter.
Dabei liegt die Lösung auf der Hand. Wir werden als Gesellschaften nie das Sparen lernen. Warum dann aber produzieren wir nicht konsequent mehr Energie aus der Sonne, die täglich so viel Energie zu uns bringt, wie wir nie und nimmer verbrauchen können – nicht einmal, wenn wir damit täglich gewaltige Mengen von Meerwasser in Süßwasser verwandeln?! Glaubt wirklich jemand, dass wir zwar auf Mond und Mars landen können, aber bei gutem Willen nicht in der Lage sind, insbesondere an den Küsten der heißen Regionen der Erde praktisch wartungsfreie ganz billige Solar- und Windkraftanlagen aufzustellen und für mehr als reichlich Trinkwasser für alle Zukunft zu sorgen?
Es gibt nur einen einzigen Hinderungsgrund. Und der hat Namen, einige bekannte wie Exxon, Haliburton, Cheney, Rice, Bush und einige weniger bekannte wie Rockefeller und mehr derlei Herrenmenschen. Ob man uns denn den Riegel vorschiebt, wenn wir im Kleinen zeigen, wie einfach das geht? Was halten Sie denn davon, Herr Gabriel? Oder fördern Sie nur superteure alternative Energien, die den “Großen” beim besten Willen nicht weh tun können?
Photo Quelle/Copyright: Claudia Hautumm, via pixelio.de
Ich liebe moralische Predigten. Die sind zusammengezimmert mit unglaublich vielen Nullaussagen/Worthülsen und Widersprüchen, aber halten schön den Zeigefinger nach oben und wirken dabei soooo überlegen.
Der Widerspruch: Wir verschwenden soviel Energie, also lass uns noch mehr Kraftwerke (für die moralische Überlegenheit modern zu bewahren, natürlich das politisch Korrekte Wind und Sonne! Immerhin, dass absolute Paradoxon im Kontext wurde nicht erwähnt: Wasserkraft) bauen. Nochmal: Weil wir Energie verschwenden, benötigen wir mehr ADDITIVE Kraftwerke.
Was dann noch getoppt wird mit:
Weil wir Wasser verschwenden, müssen wir noch mehr Wasser herstellen.
Das Hauptproblem des Autors? Ist das Wort Verschwendung! Er benötigt es so sehr als Dysphemisme, dass er die korrekte Definition beiseite legen muss. Verschwenden hat was mit sinnlos vergeuden zu tun. Wenn man also soviel hat, dass man es reichlich sinnlos vergeuden könne, wieso bräuchte man dann noch mehr?
Und wie vergeudet der Mensch Wasser? Mit: Waschen, Trinken, Kochen, Rasensprengen, DIN-A.-4-Papier, Mikrochip, Steak. Sinnlose Vergeudung? Auch der Mikrochip für einen Autoren, der gerne im Internet Artikeln schreibt? Waschen? Macht man aus Hygienegründen, Hygiene bedeutet auf Deutsch Gesundheit! Unnötig? – Kochen, Trinken? Unnötig? Papier, unnötig?
Was der Autor nicht erwähnt, dass bei der Rechnung des virtuellen Wassers vor allem die Agrarwirtschaft an der Gesamtsumme viel beiträgt. Forstwirtschaft auch. Pflanzen und Tiere dunsten auch sowas vor sich hin. Ergo: Nur wenn wir die Welt verwüsten, jeden Quadratmeter zu betonieren, wird der Wassergebrauch der Lebensformen der Erde sinken! Tara und somit müsste jedes Kalkül im Kopf eigentlich Karussell fahren. Vor allem, weil Pflanzen und Tiere für das Grundwasser unerlässlich sind.
Aber schon klar, Ressourcensparen gilt als ewige Weisheit hier in Deutschland. Selbst wenn Nachhaltigkeit (wie es beim Thema Wasser in D mehr als der Fall ist) gegeben ist. Oder Nachhaltigkeit sekundär eine Rolle spielt, aber dafür Recycling in Betracht gezogen werden muss(meist Erdschätze). Wieso sollte man gewonnene Erdschätze nicht verwenden bis der Arzt kommt? Und wieso sollte man Erdschätze sinnlos in der Erde liegen lassen? – Bitte nicht als Antwort, weil die Erde sich bestohlen fühlt und sich rächen wird oder ähnlicher Mumpitz.
Und dann das:
„Leider ist das verbrauchte Wasser nur begrenzt wiederverwertbar, weil es im Verbrauch mit Pestiziden und Giftstoffen aller Art verseucht wird.“
Wäre das so technisch unmöglich, könnte man Pestiziden und Giftstoffen auch im Regenwasser in der Regentonne nachweisen. Es lohnt sich Vielerorts einfach nicht, weil vielmehr niederschlägt als benötigt wird. Sprich: Der notwendige technische Prozess von der Natur aus mehr als gegeben ist! Deutschland hat um die 250 Niederschlagstage.
Schade um den Artikel. Denn die Hauptaussage der Überschrift stimmt. Viele Länder der Welt brauchen bezüglich Wasseraufbereitung Unterstützung von den reicheren Nationen.