China blockt Twitter, Flickr und Co.

Seit dem heutigen Dienstagmorgen sind in China einige Webseiten wie Flickr, YouTube, Bing oder Google-Hotmail nicht mehr erreichbar. Vermutet wird, dass Internet-Diskussionen zum 20. Jahrestag des blutigen Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens (am 4. Juni) vorgebeugt werden soll, bei dem hunderte Studenten bei Protesten brutal und kaltblütig von

Seit dem heutigen Dienstagmorgen sind in China einige Webseiten wie Flickr, YouTube, Bing oder Google-Hotmail nicht mehr erreichbar.

Vermutet wird, dass Internet-Diskussionen zum 20. Jahrestag des blutigen Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens (am 4. Juni) vorgebeugt werden soll, bei dem hunderte Studenten bei Protesten brutal und kaltblütig von chinesischen Regierungssoldaten ermordet worden waren.

Wer im vergangenen Jahr noch optimistisch eine Öffnung Chinas im Sinne einer Lockerung der Meinungsfreiheit durch die Olympischen Spiele zumindest theoretisch in Aussicht gestellt hatte, wird nun eines Besseren belehrt. Immerhin waren bereits im Vorfeld und während der Sportveranstaltung Internetseiten (etwa die der “Deutschen Welle”) blockiert worden. Ein demonstrierender deutscher Tibet-Aktivist war unverzüglich arrestiert und erst nach vier Tagen wieder freigelassen worden. Und fast zehn Monate später zeigt sich, dass sich in der Volksrepublik allen Beteuerungen und (Lippen)bekenntnissen zum Trotz offensichtlich nur wenig an der Strategie der Kommunistischen Partei in Bezug auf abweichende Meinungen im Web 2.0 geändert hat.

Überrascht von dem Ereignis zeigen sich hingegen die meisten User, auch hierzulande, eher weniger. So twittert etwa Internetaktivist Sascha Lobo lakonisch: “Hätte man ahnen können.”

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  1. Die Chinesen sehen diese Internetplattformen als das, was sie sind: Instrumente des Kapitalismus, um sich einseitig und kostenfrei Vorteile zu verschaffen. Kein Wunder also, dass die Chinesen dabei nicht immer mitmachen möchten und gelegentlich die Tore schließen.