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Politik

Wiefelspütz will weiter

Samstag, den 6. Juni 2009 um 17:17 Uhr von Holger Finn
Photo: via PPQ

Nachdem das genaugenommen nur aller vier Jahre wirklich notwendige Stimmvieh ihn in den virtuellen Weiten des teuflischen Internets mächte geärgert hatte, will der von Deutschland einziger wahrer Nachrichtenagentur dpa diesmal als “SPD-Innenpolitiker” bezeichnete Dieter Wiefelspütz jetzt Konsequenzen ziehen.

Die im vielkritisierten Gesetzentwurf gegen Kinderpornografie vorgesehene Sperrung des Zugangs zu Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten müsse auch auf andere “kriminelle Seiten” ausgeweitet werden, teilte der 61-Jährige der Berliner Zeitung mit. Das sei ganz klar und in der SPD auch unumstritten. “Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz. Es könne schließlich nicht sein, “dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Er selbst könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blockieren.

Wie weit würde er gehen?

Später könne das sicherlich auf sittenwidrige Beiträge aller Art ausgeweitet werden, über die Wiefelspütz dann gern selbst befinden wird, da er nicht nur Politiker und SPD-Mitglied, sondern ungeachtet des durch seine Clochards-Frisur verursachten anderen äußeren Eindrucks auch ausgewiesener Rechtswissenschaftler ist.

Eine von ihm geführte McCarthy-Gedächtniskommission könnte dann Abbildungen von Paintball-Gewehren ebenso für sittenwidrig erklären wie unbotmäßige Fragen, die von Wählern ohne korrekte Anrede und weit abseits von Wahlkämpfen an Dieter Wiefelspütz gerichtet werden. Witze, Vorwürfe, staatsfeindliche Gedanken, die sich nicht am SPD-Parteiprogramm orientieren - all dieser Schmutz muss raus aus dem Netz. Am Ende muss eine Gesellschaft stehen, in der “Gaga, Gogo und Tralaffitti” (Dieter Wiefelspütz) ausradiert sind.

Quelle: politplatschquatsch.com

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5 Reaktionen zu “Wiefelspütz will weiter”

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  1. Internetsperren 06.06.2009: Artikel und Kommentare « Wir sind das Volk

    am 7. Juni 2009 um 01:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] ReadersEdition: Wiefelspütz will weiter […]

  2. Rolf Ehlers

    am 7. Juni 2009 um 11:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Und diesen Vorstoß verkauft Wiefelspütz dann noch als moralisches Gebot! Entweder tut er den Leuten einen Gefallen, die uns komplet kontrollieren wollen (und schon weitgehend tun) oder er hat den letzten Schuss nicht gehört!

  3. Er hat eine Geliebte doch er ist ihr nie begegnet! « xxl-killababe berlin wordblog

    am 7. Juni 2009 um 15:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] weitere Meinungen: schreibtischwerkstatt.de – Wiefelspütz reloaded teuchtlurm.de – Natürlich volkszertreter.de – afp spd innenexperte wiefelsputz fuer ausweitung von internetsperren netzpolitik.org – Dieter Wiefelspütz macht klar, dass es um Zensur geht Kunddelbacke – SPD fordert weitere Internetsperren scusiblog.org – Wüfelspitz und Bosbach bestätigen, es geht um Zensur. mogis.wordpress.com – Warum es um Zensur geht f!xmbr.de – An der Schwelle eines Bürgerkrieges ReadersEdition – Wiefelspütz will weiter politically incorrect – Wiefelspütz: “aber ich liebe Euch doch alle” wirres.net – inkompetenz netzpolitik.org – Dieter Wiefelspütz macht klar, dass es um Zensur geht […]

  4. Wiefelspütz will weiter >> Wie weit würde er gehen, Bildnachweis, Wiefelspütz, Dieter, Inhalten, Holger, Finn, Fragen >> Womblog [Worte oder mehr]

    am 8. Juni 2009 um 08:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Von Holger Finn | Readers Edition | - Nachdem das genaugenommen nur aller vier Jahre wirklich notwendige Stimmvieh ihn in den virtuellen Weiten des teuflischen Internets mächte geärgert hatte, will der von Deutschland einziger wahrer Nachrichtenagentur dpa diesmal als “SPD-Innenpolitiker” bezeichnete Dieter Wiefelspütz jetzt Konsequenzen ziehen. […]

  5. Der politische Weg zur Internetzensur fhrt ber eine schlichte Kriminalisierung | PolitikBasis

    am 22. Juni 2009 um 19:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Ganzen Artikel […]

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