Asset stripping bei Opel

Die Signale einer schrittweisen Abwicklung des zur Zeit von Opel-Teuhand verwalteten GM-Europe nimmt konkretere Formen an. Mit dem geplanten Einstieg russischer Partner beim angeschlagenen deutschen Autobauer Opel soll nach Einschätzung des Chefs des russischen Unternehmensverbandes, Alexander Schochin, Opel-Technologie nach Russland geholt werden. ‘Insgesamt geht es natürlich um den Versuch, das

Die Signale einer schrittweisen Abwicklung des zur Zeit von Opel-Teuhand verwalteten GM-Europe nimmt konkretere Formen an. Mit dem geplanten Einstieg russischer Partner beim angeschlagenen deutschen Autobauer Opel soll nach Einschätzung des Chefs des russischen Unternehmensverbandes, Alexander Schochin, Opel-Technologie nach Russland geholt werden. ‘Insgesamt geht es natürlich um den Versuch, das Opel-Kompetenzzentrum nach Russland zu verlagern oder es gemeinsam in einer russisch-deutschen Kooperation zu betreiben, um zu vermeiden, dass es weiterhin beim Import von Hochtechnologie bleibt’, sagte der Chef-Lobbyist und ehemalige Wirtschaftsminister im Gespräch mit der Tageszeitung ‘Welt’.

Magna will das Russland-Geschäft von GM

Passend zu dieser Einschätzung ist heute in der Financial Times Deutschland nachzulesen, dass Magna sich ebenfalls um das Russlandgeschäft von GM-Motors bemüht. Offensichtlich plant Magna sich als wichtiger Automobilhersteller in Russland zu etablieren. Dafür gibt es offensichtlich auch den Segen der russischen Regierung, die sich durch einen Technologieimport unabhängiger von den ausländischen Automobilherstellern machen möchte. Dafür ist dann auch der russische Staat über die von ihm kontrollierte Sberbank bereit Geld in die Hand zu nehmen. Allerdings freut man sich über die Bereitschaft der Bundesregierung diesen Kauf und Technologietransfer der in Opel vorhandenen Technologie nach Russland noch durch deutsche Steuergelder zu subventionieren.

Von daher wundert es auch nicht, dass die Vereinbarung von GM mit Opel, dass diese vom nordamerikanischen und chinesischen Markt ausgeschlossen sein sollen, weniger ins Gewicht fällt. Da man vorrangig erstmal die marode russische Automobilindustrie auf Vordermann bringen möchte damit man den heimischen Bedarf durch heimische Produktion und Technologie decken kann, sind diese Probleme aus russischer Sicht nachrangig.

Offshoring und Outsourcing

Es ist das alte Lied. Die neue Opel-Gesellschaft wird schrittweise ihre Produktion einschließlich der Technologie- und Entwicklungszentren ins russische Ausland verlagern. Bis dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen ist, haben die Beschäftigten bei Opel noch eine Gnadenfrist. Da Magna zugleich als Zulieferer weltweit tätig ist, kann bei einer Kontrolle der neuen Opel-Gesellschaft durch Magna auch ein Teil der Produktion von Opel durch Outsourcing an Magna übernommen werden. Dadurch geht zwar Beschäftigung bei Opel verloren, aber die anderen Magna-Werke werden hierdurch besser ausgelastet. Mithin geht es bei einer solchen Übernahme nur um eine kontrollierte Abwicklung und nicht um die Schaffung einer langfristigen Perspektive des Unternehmens und der Standorte in Deutschland.
Hätte der chinesische Hersteller BIAC den Zuschlag erhalten, dann würde dies unter chinesischem Vorzeichen vorzogen werden.

Realistisch betrachtet hat Opel keinerlei langfristige Überlebenschance. Es gibt nur zwei realistische Alternativen. Der schnelle Tod oder ein langsamer Sterben auf Raten. Von den schönen Versprechungen der Interessenten wird am Ende nichts übrig bleiben. Am Ende gilt dann. Was schert mich mein Geschwätz von gestern.

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  1. Der deutsche Steuerzahler sollte nicht veranlasst werden, das langsame Sterben von Opel auf Raten noch zu unterstützen. Auch wenn neben einem großen Autobauer auch die große Volkpartei SPD, die sich von ihrme Engagement für Opel die eigene Rettung verspricht, mit baden geht.

    Dass unser Staat es fördert, dass Know How gegen Lizenzzahlung aus Steuermitteln an GM nach Russland transferiert wird und die Großzahl der Arbeitsplätze gleich mit,
    soll unsere Regierung mal den Opel-Konkurrenten klar machen!