Exporte: Einbrüche viel schlimmer als erwartet.

Noch im Dezember 2008 hieß es, dass bei den Exporten im kommenden Jahr ein regelrechter Einbruch um 8,9 Prozent zu erwarten sei, dem 2010 ein Anstieg um 2,6 Prozent folgen werde. Das war die Prognose des bekannten Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), das daraus folgerte, dass Deutschland vermutlich vor der

Noch im Dezember 2008 hieß es, dass bei den Exporten im kommenden Jahr ein regelrechter Einbruch um 8,9 Prozent zu erwarten sei, dem 2010 ein Anstieg um 2,6 Prozent folgen werde. Das war die Prognose des bekannten Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), das daraus folgerte, dass Deutschland vermutlich vor der schwersten Rezession der Nachkriegszeit stünde.

Wohlgemerkt: ein Einbruch von 8,9 Prozent.

Jetzt ist es auf dramatische Weise viel schlimmer gekommen: die Exporte sind im April 2009 -im Vergleich zum Vorjahresmonat Abril – um genau 28,7 Prozent eingebrochen.

Wohlgemerkt: ein Einbruch von 28,7 Prozent!

Das ist die exakte Zahl des Statistschen Bundesamtes. Eine Sprecherin des Amtes erklärte:

“Seit Beginn der Statistik (1950) hatten wir noch keinen Einbruch in dieser Höhe.”

Da diese Zahlen denen, die selbst in höchster Not meinen, die Probleme lägen nur an der allgemeinen Miesmacherei, angeblich nicht selbsterklärlich sind, äußern die berufsmäßig eher optimistischen Ökonomen von UniCredit Bankengruppe aus Italien, die noch kurz vor der großen Finanzkrise die marode HypoVereinsbank aus München übernommen hatten, wie auch die Analysten der angeschlagenen Commerzbank die Einschätzung, die Zahl sei “wegen bestimmter statistischer Effekte überzeichnet”. In Wirklichkeit sei die Rezession zwar noch nicht vorbei, eine Wende bei den Exporten in absehbarer Zeit jedoch sehr wahrscheinlich. Das Gros der Pressemeute gibt diese unsinnige Erklärung dann auch noch unzensiert weiter:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article1109778/Staerkster_Export_Einbruch_seit_1950.html

http://de.news.yahoo.com/1/20090609/tbs-strkster-export-einbruch-seit1950-3cc71f2.html

http://www.epochtimes.de/articles/2009/01/08/391409.html

Armes Deutschland!

Photo Quelle/Copyright: Jens Bredehorn, via pixelio.de

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  1. Warum der deutsche Export gnadenlos abschmiert

    Deutschland muss deshalb eine neue Balance zwischen einer starken Exportwirtschaft und einer stärkeren Binnennachfrage finden. Möglichkeiten hierfür stehen genug zur Auswahl: Die Palette an Vorschlägen reicht von Konsumschecks für jedermann über eine Absenkung der Mehrwertsteuer für bestimmte Produkte, Freibeträge in der Sozialversicherung bis hin zur Wiedereinführung der Eigenheimzulage, um die deutsche Bauindustrie wieder zu stärken. Das Problem an all diesen Vorschlägen ist nur: Sie kosten den Staat viel Geld, das er momentan nicht hat.

    Wirkungsvoller wären deshalb höhere Lohnabschlüsse. Sie müssen allerdings so hoch sein, dass sie nicht wie im vergangenen Jahr direkt von der Inflation wieder aufgefressen werden. Höhere Löhne würden auch nicht gleich, wie vielfach befürchtet, die deutsche Exportwirtschaft abwürgen – dafür sind die deutschen Produkte viel zu gut und viel zu gefragt auf dem Weltmarkt.
    Quelle: Welt Online
    http://www.welt.de/wirtschaft/article3891179/Warum-der-deutsche-Export-gnadenlos-abschmiert.html

    Anmerkung :
    Dieser Artikel in der der erzkonservativen Welt ist schon beachtlich -und fast könnte man von einem Umdenken sprechen – allein mir fehlt der Glaube. bei diesem Blättchen .