Aktion gegen Milchpreis-Dumping! Unterzeichnen Sie den Appell!

Über 24.000 Menschen haben unseren Appell gegen Exportsubventionen unterschrieben, die weltweit die Milchpreise für Bauern zerstören. Am Donnerstag wollen wir die Unterschriften mit einer Aktion an Ministerin Aigner übergeben und bis dahin 30.000 werden. Unterzeichnen Sie den Appell! Liebe Leserinnen und Leser,”Fit for global Business” – unter diesem Motto zelebriert

MILCH 1.jpgÜber 24.000 Menschen haben unseren Appell gegen Exportsubventionen unterschrieben, die weltweit die Milchpreise für Bauern zerstören. Am Donnerstag wollen wir die Unterschriften mit einer Aktion an Ministerin Aigner übergeben und bis dahin 30.000 werden. Unterzeichnen Sie den Appell!

Liebe Leserinnen und Leser,”Fit for global Business” – unter diesem Motto zelebriert Landwirtschaftsministerin Aigner am Donnerstag den Agrar-Außenwirtschaftstag in Berlin. Doch es gibt keinen Grund zum Feiern: Weltweit fallen die Milchpreise ins Bodenlose. Hunderttausende Milchbauern stehen vor dem Aus – bei uns und in den Ländern des Südens. Mit Exportsubventionen liefern sich EU und USA einen Dumping-Wettlauf um Weltmarktanteile. Jetzt will Ilse Aigner die Subventionen auch noch erhöhen!

Wir wollen der Ministerin vor der Tagung unseren Appell für den Stopp der Subventionen überreichen, der bisher von über 24.000 Campact-Aktiven unterzeichnet wurde. Helfen Sie uns, bis zur Übergabe mindestens 30.000 Menschen zu werden.

Unterzeichnen Sie den Appell!

Aigners Politik schafft Hunger und Not in armen Ländern. Milchprodukte aus Europa überschwemmen dortige Märkte zu Preisen, mit denen lokale Milchbauern nicht mithalten können. Profiteure sind die Lebensmittelkonzerne und Großmolkereien bei uns, die Millionenbeträge einstreichen, wie eine letzte Woche von Greenpeace veröffentlichte Liste belegt.

Gleichzeitig steht in Deutschland jeder fünfte Milchbetrieb vor dem Aus. Doch den Milchbauern ist klar, dass Exportsubventionen mittelfristig auch hier die Milchpreise zerstören. Deshalb unterstützen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund Deutscher Milchviehhalter die Aktion. Eine andere EU-Agrarpolitik muss den Bauern faire Preise garantieren, die ihre Milch nach hohen Standards herstellen. Die Subventionierung der Lebensmittelkonzerne ist zu beenden.

Am Donnerstag wollen wir mit einer Aktion Aigner und der Öffentlichkeit die Folgen der Subventionen drastisch vor Augen führen: Ein riesiger Schiffscontainer mit der Aufschrift “Milch-Exportsubventionen” wird an einem Kran über vielen großen Milchkannen schweben. Er droht, die bäuerliche Landwirtschaft “platt” zu machen.

Kommentare

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  1. Hallo,
    gute Idee. Ich hätte zwar die Quotenregelung auch noch gerne abgeschafft, aber das ist wohl zu schwierig. Dieser planwirtschaftliche Ansatz ist das eigentliche Übel.

    Bei der Quelle zu Subventionen würde ich allerdings nicht auf Greenpease verweisen, sondern auf die Veröffentlichung der EU:
    http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

    Einfach ganz unten >1000000€ eingeben und die Ergebnisse nach Gesamt sortieren… Da sieht man dann die stärksten Profiteuere der Agrarsubventionen. z.B. auf Platz 1:
    Südzucker AG Mannheim mit läppischen 34.365.579,87€.

    An grossen Milch-Produktfiremen finden sich z.B. Campina mit 1.951.472,11€, die Nordmilch AG mit 1.499.809,78€…

    Für Campina bedeutet das bei einer Produktionsmenge von 860 Mio. kg (2007), dass jedes kg mit 0,2 ct. subventioniert ist. Das verändert wohl nichts an der Lage…

    Trotzdem finde ich die Aktion sehr gut.
    Gruß
    Rainhelt