Die Revolution verbreitet sich im Internet. Auf Twitter werden Protestveranstaltungen organisiert und Falschmeldungen des staatlichen iranischen Rundfunks schnell entlarvt. Damit es jedoch den Zensoren in Iran möglichst schwer gemacht wird, geben einige Internet-User einfache Tipps, wie den Iranern durch den Mikroblogging-Dienst zu freier Meinungsäußerung verholfen werden kann.
Journalisten dürfen seit gestern ihre Redaktionsbüros nicht mehr verlassen. Blogs und Berichte von Augenzeugen, die über Twitter oder Facebook verbreitet werden (etwa in der Gruppe “Where is my vote?”), werden damit als Informationsquelle immer wichtiger. Schon zu Beginn der Protestwellen Ende vergangener Woche hatten etablierte Medien hinterher gehinkt, wie “Der Standard” aus Wien berichtet, als man sich im Internet längst über eine mögliche Wahlmanipulation austauschte, bis das Blog “ReadWriteWeb” gar irgendwann ein Erbarmen zeigte und darauf hinwies: “Dear CNN, Please Check Twitter for News About Iran”.
Trotz zeitweiliger Sperrungen von Websites wie Facebook und Twitter, finden clevere Computer-Spezialisten im Iran immer wieder Mittel und Wege, diese mittels Ausweich-Servern (sog. Proxys) zu umgehen und der Twitter-Gemeinde freie Kanäle mitzuteilen, so dass der Informationsstrom nie abreißt. (Auf iran.sharearchy.com wird unter anderem erklärt, wie man den eigenen Proxy-Server zur Verfügung stellen kann, um den Iranern zu helfen, sicherer zu bloggen.)
Einfache Wege, den Iranern zu freier Meinungsäußerung zu verhelfenÂ
Bloggerin ReunifyGally gibt in ihrem Text “Einfache Wege, den Iranern zu freier Meinungsäußerung zu verhelfen” Tipps, Zensurbemühungen der iranischen Regierung zu bekämpfen. Immer wieder war es vorgekommen, dass diese sich in die Twitter-Diskussion einschlich, um an Informationen der Demonstranten zu gelangen oder selbst Falschinformationen zu verbreiten.
“Wenn alle von uns Iraner sind…”Â
ReunifyGally empfielt weiter unter anderem, Twitter-Einstellungen auf die Teheranische Zeit GMT (Greanwitch Mean Time/ die mittlere Sonnenzeit am Nullmeridian) umzustellen, die 3,5 Stunden hinter der GMT (Greanwitch Mean Time/ die mittlere Sonnenzeit am Nullmeridian) liegt (GMT +3:30)*, und den Standort zu irgendeiner Stadt im Iran zu ändern. Sie schreibt:
“Wenn alle von uns Iraner sind, dann ist es ein bisschen schwieriger für die Zensoren der Regierung, den iranischen Twitterern auf die Spur zu kommen (Siehe Liste der iranischen Städte auf http://is.gd/13UCt.”).
Weitere Tipps sind auf dem boingboing-Blog (http://is.gd/13TK4) zu finden. Dieser gibt etwa den Rat:
“Gebt KEINE Proxy-IP’s über Twitter bekannt, und vor allem nicht mit dem # iranelection Hashtag. Die Sicherheitskräfte überwachen dieses Hashtag, und zu dem Zeitpunkt, an dem sie einen Proxy ausfindig machen, wird er in Iran sofort geblockt.”
“Some tips to help organize the noise”
Ben Parr zeigt auf mashable.com für Twitter-Neulinge, wie das Medium am effektivsten bei der Suche nach Informationen über den Iran eingesetzt werden kann und welche Grundregeln man befolgen sollte, oder wie er in seinen eigenen Worten umschreibt: “some tips to help organize the noise”.
Unverzichtbar sei vor allem, die richtigen Hashtags (Schlagwörter) zu kennen. Über #IranElection, Ahmadinejad, Mousavi, und Tehran gelange man zu den besten Ergebnissen, da diese Begriffe am häufigsten von denjenigen Menschen gebraucht werden, die über die Ereignisse in Iran twittern. (Anm.: #IranElection oder #gr88 sind die beiden offiziellen Hash-Tags, die von iranischen Bloggern selbst benutzt werden. Wie der boingboing-Blog in seinem Aufsatz “Cyberwar guide for Iran elections” schreibt, brächten andere Hashtag-Ideen nur die Gefahr der Verwässerung des Gesprächs mit sich).
Er empfiehlt Monitter, denn so sei es sehr viel leichter, alle Informationen auf einmal zu konsumieren: “Monitter geht noch einen Schritt über die Twitter-Suche hinaus und ermöglicht es Ihnen, die Twitter-Konversation zu bestimmten Stichworten in Echtzeit zu verfolgen.”
Verantwortungsbewußt korrekt schließt Ben Parr das Twitter-Kapitel nicht ohne den Hinweis, dass Twitter zwar die schnellste Quelle für aktuelle Nachrichten sei, es manchmal aber auch eine Quelle der Fehlinformation sein könne. Achtsamkeit ist also angebracht.
*UPDATE nach freundlichem Hinweis von ReunifyGally (s. Comment)
Photo: roujo via flickr (cc Lizenz)
Greetings from the USA. Apologies for writing in English as I do not know German. I have used the google translation tool to read your post. Thank you for linking to my blog post at ReunifyGally.
A point of correct: people are being asked to change their twitter.com profiles, NOT to GMT time, but to Tehran time which is three and a half (3:30) hours PAST GMT time, hence GMT +3:30.
A more minor point of correction: I, the author at ReunifyGally, happen to be a “she” not a “he.” (I don’t know how your choice of pronoun reads in the original German, but it was translated to the masculine form via the google translator. But I am a woman, not a man. I don’t know if you had it correct in the German and it could have been mistranslated by the google tool.)
[Deutsch übersetzt automatisch von Google-Tool auf translate.google.com / translate_t #. Ich bin sicher, dass diese Übersetzung mit vielen Fehlern. Lesen Sie mit Vorsicht zu genießen.]
Grüße aus den USA. Entschuldigung für das Schreiben in englischer Sprache, wie ich weiß nicht, Deutsch. Ich habe die Google-Übersetzungs-Tool, um Ihre Post. Vielen Dank, dass Sie für die Verbindung zu meinem Blog-Post auf ReunifyGally.
Ein Punkt der richtigen Menschen werden gebeten, ihre twitter.com Profile, um nicht zu GMT-Zeit, sondern nach Teheran Zeit, die drei und eine halbe (3:30) Stunden VERGANGENHEIT GMT-Zeit, damit GMT +3:30.
Eine geringfügige Korrektur der Punkt: Ich, der Autor auf ReunifyGally, passieren nach wie vor ein “sie” nicht “, hat er.” (Ich weiß nicht, wie die Wahl des Pronomens liest in der ursprünglichen deutschen, aber es wurde auf die männliche Form über die Google-Übersetzer. Aber ich bin eine Frau, ein Mann nicht. Ich weiß nicht, ob du es richtig in der deutschen und es hätte sein können falsch von der Google-Tool.)