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Politik

Ali Chamenei stützt Ahmadinedschad

Freitag, den 19. Juni 2009 um 13:05 Uhr von Felix Kubach

Im ersten öffentlichen Auftritt seit den einige Tage zurückliegenden umstrittenen Präsidentschaftswahlen beim Freitagsgebet an der Universität Teheran hat Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer des Landes, Mahmud Ahmadinedschad heute zum eindeutigen Wahlsieger erklärt.

Mit den Worten, die Ansichten Ahmadinedschads zu auswärtigen Angelegenheiten und sozialen Fragen seien betreffend der zurückliegenden Wahlen näher den seinigen gewesen als die irgend eines anderen Kandidaten, stärkte er Ahmadinedschad den Rücken.

Den Betrugsvorwürfen erteilte er eine Absage und forderte die Opposition dazu auf die Wahl anzuerkennen und die Proteste einzustellen. Wörtlich sagte er: “The result of the election comes from the ballot box, not from the street” (Die Wahlentscheidung fällt an den Urnen, nicht auf der Straße) Gleichzeitig beschuldigte er das westliche Ausland, die Proteste im Land geschürt zu haben.

Hier ein Auszug aus der Rede Chameneis (via BBC News)


Seit Tagen demonstrieren hunderttausende Anhänger des Oppositionsführers Mir Hussein Mussawi auf den Straßen Irans und fordern eine Wiederholung der Präsidentschaftswahlen. Sollten die Proteste nun weitergehen, und Mussawi (engl.: Mousavi) hat für Samstag bereits eine Großkundgebung angekündigt, werden diese sich nun nicht nur gegen Ahmadinedschad, sondern auch gegen den obersten Führer des Landes richten, was die Situation noch verschärfen dürfte. Diese Befürchtung äußert auch Tom Trewinnard auf Twitter: “In this speech Khamenei has allied himself so closely with Ahmadi, that to attack Ahmadi is to attack Khamenei and the revolution” (In dieser Rede hat sich Khamenei (engl. Schreibweise) so eng mit Ahmadi (Ahmadinedschad) verbündet, dass ein Angriff auf Ahmadi (gleichzeitig) einen Angriff auf Khamenei und die Revolution bedeuten würde)

Facebook und Google jetzt auf Persisch

Unterdessen reagieren Facebook und Google auf das gesteigerte Kommunikationsbedürfnis der Iraner und stellen zusätzliche Persisch-sprachige Dienste zur Verfügung. Google Translate hilft ab sofort dabei, Persisch (=Farsi) zu übersetzen. Facebook hat angekündigt, dass ab heute Nacht auch eine persische Version des Sozialen Netzwerkes online sein wird.

Soziale Netzwerke und Blogs im Internet sind für die meisten Iraner, speziell für iranische Jugendliche der einzige Weg, sich zu informieren, in Verbindung zu bleiben und sich mitzuteilen. Sie haben keinen Zugang zu ausländischen Medien wie Zeitungen, Radio oder TV. Letztere unterliegen in Iran der strengen staatlichen Kontrolle und unterstützen rückhaltlos Amtsinhaber Ahmadinedschad.

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Photo: Ali Khamenei, Autor: ManilaRyce via flickr (cc Lizenz)

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Eine Reaktion zu “Ali Chamenei stützt Ahmadinedschad”

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  1. Readers Edition » Iran: “Wir betreten eine neue Ära der Gewalt” - Hamid Tehrani im Interview

    am 28. Juni 2009 um 03:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Ali Chamenei hat am Freitag Mahmoud Ahmadinejad den Rücken gestärkt. Inwieweit wird dies, glauben Sie, die gegenwärtige Situation auf den Straßen Irans verändern? […]

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