Zensursula vor Ort: “jenapolis” als lokaler Machtfaktor der Politik in Jena?

Die Abstimmung im Bundestag zum Thema Online-Überwachung hat viel Beachtung gefunden. Auch die Online-Petition zum Thema ist mittlerweile viel diskutiert. Doch wie sieht es vor Ort in den Wahlkreisen aus? Wissen Sie, ob Ihr Abgeordneter dafür oder dagegen war? Genau hier setzt die lokale Plattform “jenapolis” in der Stadt Jena

adgadf.pngDie Abstimmung im Bundestag zum Thema Online-Überwachung hat viel Beachtung gefunden. Auch die Online-Petition zum Thema ist mittlerweile viel diskutiert. Doch wie sieht es vor Ort in den Wahlkreisen aus? Wissen Sie, ob Ihr Abgeordneter dafür oder dagegen war? Genau hier setzt die lokale Plattform “jenapolis” in der Stadt Jena an. Die Redaktion schaute nach, wie die einzelnen MdBs sich in Sachen “Internetsperre” verhalten haben und hat dazu auch die Ergebnisse der Abstimmung im Bundestag dargestellt. Zusätzlich können die Leser des Online-Magazins selbst abstimmen. Hier fand sich eine überwältigende Mehrheit gegen das Gesetz zusammen.

Lokale Online-Plattformen

Interessant ist aber – neben der Publikation an sich – vor allem die Form und der Ort der Publikation solcher Ergebnisse im Internet. Es sind vor allem die lokalen Plattformen, die stark frequentiert werden. Dies liegt wohl an der überwiegend lokalen Brisanz von politischen Themen und dem immens hohen Interesse der Bürger an Ereignissen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Damit entwickeln solche Plattformen ein Potential zu einem bestimmenden Machtfaktor für die lokale Politik werden zu können.

Machtfaktor lokale Online-Plattform

Gerade in Zeiten des Wahlkampfes kann eine solche Plattform bestimmenden Einfluß auf die Wähler haben, wenn lokal bedeutsame Themen gepostet und Kandidaten in einem bestimmten Licht präsentiert werden. Im Falle der Plattform jenapolis geschah dies völlig neutral: jeder Leser kann aufgrund seiner eigenen Meinung beurteilen, ob der Abgeordnete sich richtig oder falsch verhalten hat. Die Botschaft entsteht erst durch die Masse der Teilnehmer, die ihre Meinung abgeben und damit – ganz im Sinne des web 2.0 – die Meinung der Community bilden. Im konkreten Fall waren alle Leser gegen Internetsperren und bewerteten damit auch ihre Abgeordneten – der Machtfaktor ging damit von der Basis der Nutzer der Community aus, kanalisiert über selbige. So funktioniert web 2.0 in der Politik…

Bildquelle: http://www.jenapolis.de

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. ist ja klasse! jörn thießen, der für den bürger eine wahlpflicht mit strafgeld von 50€ vorgeschlagen hat, hat lt. der auflistung (pdf) gar nicht mit abgestimmt.

    und herr von und zu guttenberg, der so enttäuscht war, über die e-petition, hat auch nicht mit abgestimmt.

    ebenfalls nicht mit abgestimmt hat auch herr schäuble. auch frau merkel hat nicht mit abgestimmt.