Ein Traum erfüllt sich

Kunsthalle Schweinfurt lässt Vergleich zwischen dem 20. und 21. Jahrhundert ziehen Neonröhren, anthrazitfarbene Betonfließen, strahlend weiße Wände – schlicht und edel nimmt sich der Rahmen zurück, lässt ganz den Inhalt wirken. Mit der Eröffnung ihrer neuen Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad hat Schweinfurt einen weiteren Schritt in seinem historischen Wandel vom

traunm.jpgKunsthalle Schweinfurt lässt Vergleich zwischen dem 20. und 21. Jahrhundert ziehen

Neonröhren, anthrazitfarbene Betonfließen, strahlend weiße Wände – schlicht und edel nimmt sich der Rahmen zurück, lässt ganz den Inhalt wirken. Mit der Eröffnung ihrer neuen Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad hat Schweinfurt einen weiteren Schritt in seinem historischen Wandel vom reinen Industriestandort hin zu einer Stadt der Vielfältigkeit und breiten Chancen vollzogen.

Kunst und Industrie bedingen und fördern sich hier gegenseitig.

Auf rund 2000 Quadratmetern finden neben der städtischen Sammlung, die unter dem Motto “Diskurse – Deutsche Kunst nach 45″ steht, die Sammlung Joseph Hierling mit Werken des expressiven Realismus, der MuseumsService “MuSe” im “Atelier unter den Arkaden” sowie die Aktivitäten des Schweinfurter Kunstvereins im “SalonG” ausreichend Platz. Im Erdgeschoss mit seinen unterschiedlich großen Kabinetten und seiner riesigen Ausstellungshalle, der früheren Schwimmhalle, will man sich auch zukünftig der zeitgenössischen Kunst widmen. Anzutreffen sind hier die Gruppe “ZEN 49″ ebenso wie Künstler um die Vereinigungen “Spur”, “Wir” und “Geflecht”.

Bereits im Foyer eröffnen die Exponate das Angebot zum Diskurs mit repräsentativen Arbeiten von Rupprecht Geiger, Richard Mühlemeier, Angelika Summa, Soigrid Kopfermann, Oskar Koller sowie Georg Meistermann. Allesamt setzen sie sich mit dem Thema Landschaft auseinander. Der Vielschichtigkeit der Kunstgeschichte Rechnung tragend, will das Angebot dem Betrachter die Gelegenheit geben, zwischen den unterschiedlichen Kunstäußerungen des 20. und 21. Jahrhunderts Vergleiche zu ziehen. Mit der Eröffnung der Kunsthalle ist auch der akustische Brunnenweg der Installationskünstlerin Tanja Hemm abgeschlossen. Bis 27. Juli kann man sich nun vom Marktplatz über den Roßmarkt, Jägerbrunnen und den Schillerbrunnen dem Josef-Wackerele Brunnen und damit der Kunsthalle akustisch annähern.

drcuk.jpgBasisarbeit zur Sammlung

Ein Zwischenkriegsgebäude als Rahmen für Zwischenkriegskunst – treffender könnte die Sammlung Joseph Hierling kaum untergebracht sein. Seit Ende Mai ist sie jetzt der breiten Öffentlichkeit im Untergeschoss der neuen Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs- Bad zugänglich.

Was macht diese Kunst der Jahre zwischen den Kriegen aus? Was ist unter diesem sie einenden Begriff des “expressiven Realismus” zu verstehen? Antwort darauf gibt der optisch wie inhaltlich begeisternde Katalog zur Sammlung, den Ingrid von der Dollen zusammen mit Dr. Rainer Zimmermann und Dr. Gerhard Finckh verfasste.

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