Notes of a dirty (nicht tot, nur dreckig) black man! Keine Witze über MJ!

Der Regenwalddunst der letzten Tage verzieht sich. Mauersegler segeln und stürzen, Raben krähen. Das Internetvolk zwitschert herum und ist den Medien Artikel wert. Ein SPDer wird Pirat und sitzt im Bundestag. Ich sitze und warte – auf Nachwuchs. Meine Katze Wednesday lacht mich aus! Und ich lese. Weil lesen bildet.

vollyneu1.JPGDer Regenwalddunst der letzten Tage verzieht sich. Mauersegler segeln und stürzen, Raben krähen. Das Internetvolk zwitschert herum und ist den Medien Artikel wert. Ein SPDer wird Pirat und sitzt im Bundestag. Ich sitze und warte – auf Nachwuchs. Meine Katze Wednesday lacht mich aus!

Und ich lese. Weil lesen bildet. Da such ich doch lieber in den Ecken der Handlungen der Bücher. Nicht auf den Hittischen und -listen, da beißen sich seit Monaten Vampire der unterschiedlichsten Qualitäten in die gegenüberliegenden Hälse. Sondern lasse mich beschicken, zum Beispiel. Und da ich mit Rezensionen den Kühlschrank meiner werdende Tochter fülle, bekomme ich oft und gerne was ich will auch kostenfrei. Muss nur dauernd zum Lindenau-Postamt zwischen Eckensitzern in aschgrau und rotweinrot und voller Blutdruck bis zur Halskrause – dümpelnd am Rande der Dystopien – und glatzköpfigen Finsterblickern mit Hang zu einfachem Weltbild und schnellen Fäusten zur Regelung nicht vorhandener Probleme.

So sagt denn auch Spock, der Schlitz- nein, Spitzohrige, zu mir – im Buch, nicht im Film: „Wir sind auf der Suche nach fremder Intelligenz – auf der anderen Seite des Bildschirms!“ – wie passend in meiner Zeit in meiner Wirklichkeit. Hier nämlich ist´s den Veranstaltern des größten dunklen Festivals der Welt nicht zu dusslig ein rechtes Logo auf die Obsorgekarten zu schummeln und im nachhinein zu schreien – obwohls eher leise und versteckt daher kommt – „Was?? Die Schwarze Sonne aus der Wewelsburg ist ein Nazisymbol? Wir haben Heerscharen von Wissenschaftlern, die uns belegen, dass der Segen aus der Schlacht hinten im Teutoburger Wald eiskalt von der, ja ebender, zwölfzinkrigen Sonne plumpste!“ Und da das Netz voll ist – wie ebendieses Boot der Republikaner um einen Zombiewalkman – vor allem mit Schnelligkeit ohne Reflektion – wird palavert und verspottet. Obwohl doch klar ist was hier läuft – und verdammte Axt – ein deutsches T-Hemd mit der Aufschrift „Ich bin WGTarier!“ ist einfach gequirlter Mist. Mal sehen, wie weit unpolitisch geht, Herr Heckinese (Insider für die außerhalb der zu bekolumnierenden SL/ Schwarzes Leipzig-Gemeinde – Hecki ist da ein Moderator, der gern und oft der Meinung ist, dass Politik nur von Politikern – diesen Schwwwweeeeeiiiiinen! – gemacht wird und das alles andere im Leben natürlich nichts, null, niente damit zu tun hat).

Zurück zum Glück. Zum Stück am Rande. Der Bande im Sande und mitten im Wirbel. Sagte doch Christian von Aster vorgestern beim Kaffee, während er mir einen Miniablass gab: „Ach, Volly, wir leben in Rom!“ Ein Guter – der Puter, schlank und rank und voller intelligentem Witz pocht er in den Schlitz, den immer noch Fruchtbaren. Nicht wie Pocher, der pocht einfach drauflos und die Massen jubeln im Stadion und zwischendurch gibt’s Brot in den Spielen. Nein auch wenn Geld den Fußball regiert. Hier in Leipzig. Gut so. Weil ehrlich. Red Bull – Hundert zu Null! Ich freue mich auf´s Aufeinandertreffen der Lokfaschisten mit gut gerüsteten, weil einfach besser mit neueren Waffen bestückten RBleipzigHooligans. Aufe Fresse Alder!!! KrachBum – und diesmal nicht diese Kinderkacke Paintball, sondern richtig mit Blut und Eiter und Zerplatzern!

Doch warum drückt der Schuh mir denn dort? Wo doch Michael, der Heilige des Pop, sein Herz zum letzten Male klappern ließ. Er opfert sich für die Sünden der Musikindustrie. Immer, wenns flau wurde im Verkauf mit einer neuen Idee – einfach geschüttelt. Mal ein Kind aus dem Fenster, mal eins vorm Pillermann – und dazu etwas Sex mit der Ex – oder Schimpansin oder Krankenschwester oder Elvistochter. Ein Schlechter, wer schlechtes dabei denkt. Ein Comcfilm Leben beim Streben nach der höchsten Konsumistenschar im Publikum. Jetzt eben tot. Lebt Osama bin Laden eigentlich noch?

MICHAEL JACKSON – DIE ABWRACKPRÄMIE FÜR DIE MUSIKINDUSTRIE! Mal sehen, wer da die Zeche zahlt, nach der Wahl. Bei den Autos wird’s wohl der Steuerzahler. Steuerzähler wären langsam ganz gut. Doch auf der Hut ist kaum einer, wenn der neue Wagen blitzt und funkelt. Und der Rest der Mannschaft hat sowieso keine Lobby.

Ich könnt noch vielviel mehr bekritteln. Dass die Süddeutsche Zeitung am 23.Juni 09 in einem Beitrag über Rainald Grebe unsre Stadt mit einem Staatsschauspiel Leipzig beschenkte ist Fußnote im Pressegewimmel. Der KREUZER ist da ja auch nicht besser. Recherche – oh hohes Gut. Ist schwer, wo doch allerorten schnell geschossen werden muss, sonst sind die Dämmernden im Tittytainmentland gelangweilt.

Doch was ist gut, nach all der Meckerei? Wird dem Kolumnator in mir doch oft und gerne und immer aus derselben Ecke vorgeworfen zu schwarz zu malen. „Nur Kinder und einfache Leute sehnen sich nach lebhaften Farben!“ las ich gestern auf einem Shirt und unterschreibe es nicht! Gut ist – hmmmmmmmmm…

Ich weiß es, ich weiß es!!!! Ein Johnny Depp in der Rolle des verrückten Hutmachers in Tim Burtons neuem Film!! Das ist gut! Und ich gefangen. In der Falle. Verdammt! Verfickte Scheiße!

Jetzt fehlt nur noch der Wurm. An der Angel hänge ich schon!

Euer Vau Tee – in Zeiten in denen ein Kim seinen Nachfolger introniert auf der Parkspur mit Schild: „Töchterchen, komm bald. Eine muss ja die Welt retten!“

Und immer noch im Wirbel, Volly Tanner

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