Seit mehreren Tagen brodelt es in China, verfolgt man die Online-Presse, die zu seinem Westteil, Xinjiang schreibt. Vor mehr als einer Woche kam es in einer Spielzeugfabrik zu einer Massenschlägerei zwischen Hanchinesischen Arbeitern und türkischen Muslimen aus der Westprovinz Chinas Xinjiang. Dabei hatte eine chinesische Mitarbeiterin in den Aufenthaltsräumen der Uiguren sich tätlich angegiffen gefühlt. Daraufhin sind beide Gruppen spontan bewaffnet aufeinander zugegangen, zwei Tote, viele Verletzte.
Nun hat sich gestern diese Schlägerei zwischen Uiguren und Chinesen in der Hauptstadt Urumqi im großen Maßstab wiederholt.
Die einen fordern Aufklärung, die anderen Unterdrücken die Proteste aus Angst vor einem Flächenbrand. Dabei gab es gestern so viele Tote wie einst auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Nun entlädt sich das, was seit Jahrzehnten an Druck auf die Uiguren aufgebaut hat. Wir kennen die Folgen aus Tibet vor einem Jahr, das wird gar nicht heiter werden. Die Demonstranten werden durch die Kamera erfasst und später zu Hunderten von zu Hause abgeholt werden.
Ausgangssperren sogar in Dörfern. Die totale Kontrolle, wie schon seit Jahrzehnten.
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Staatspräsident Abdullah Gül, der vor eine Woche seine China-Reise beendete, besuchte am letzten Tag seiner Reise die Hauptstadt der uigurischen autonomen Region Xinjiang Urumchi. Gül erklärte, dass jenes Gebiet einer der Grundbestandteile, die die Türkei und China verbinden. Er sagte: „Die Uigurtürken bilden eine Brücke zwischen der Türkei und China. Diese Rolle der Uigurtürken wird zur Erweiterung unserer Beziehungen beitragen.“ Gül gab bekannt, dass sich die türkisch-chinesischen Beziehungen schnell entwickelten. Die Ansichte der beiden Länder in Bezug auf wichtige internationale Themen stimmten überein, teilte Gül mit, und sagte, dass sie bestreben, ihre wirtschaftlichen Beziehungen mit allen Regionen von China zu entwickeln. Heute protestierte die Türkei China.
Warum verfolgt man gegenüber den Uiguren, die eigentlich eine Brücke zwischen den beiden Staaten darstellen müssten, eine derartige Politik? Der Grund ist folgendes; Die moslemischen Uiguren sind nach Ansicht der Chinesen potentielle Terroristen! Nach den Ereignissen am 11. September bildete die Befürchtung bezüglich des islamischen Terrorismus auch die Basis der von China verfolgten Assimilationspolitik, um im Osttürkestan seine Autorität zu stabilisieren.
In den von ai erfassten Berichten stand, dass China in den letzten Jahren zehntausende von uigurischen Türken unter dem Motto „Kampf gegen Terrorismus“ verhaftet und die meisten davon mit der Begründung, sie seien „Separatisten, Terroristen“ zum Tode verurteilt hat. Zudem stand in diesen Berichten, dass die Verhaftung der uigurischen Türken seitens der chinesischen Führung als „Meinungsverdächtige, welche niemals Gewalt angewandt haben, würde zeigen, dass die Unterdrückungspolitik Chinas über die Dimension des Kampfes gegen Terrorismus hinausragen würde.