Von der kleinen U&D-Bühne direkt ins große Radiostudio

DJ Damian Duda zu Gast bei “Sunshine Live” in Mannheim Rund 8000 Menschen haben am letzten Juni-Wochenende gefeiert, was das Zeug hält. Das 14. U&D in der bekannten unterfränkischen Kurstadt Bad Kissingen bot mit seiner Mischung von Rock bis Hip Hop ein breitgefächertes Spektrum, das Jung und Alt teils bis

duda.jpgDJ Damian Duda zu Gast bei “Sunshine Live” in Mannheim

Rund 8000 Menschen haben am letzten Juni-Wochenende gefeiert, was das Zeug hält. Das 14. U&D in der bekannten unterfränkischen Kurstadt Bad Kissingen bot mit seiner Mischung von Rock bis Hip Hop ein breitgefächertes Spektrum, das Jung und Alt teils bis in die frühen Morgenstunden auf dem Festivalgelände hielt. Zum fröhlichen Treiben beigetragen hat in diesem Jahr auch DJ Damian Duda, der nun – nur eine Woche später – beim bekannten Sender “Radio Sunshine Live” zu hören war.

Als “die Bombe” hat Tobias Schneider, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Jugendveranstaltungen e.V. das vorletzte Wochenende auf dem ehemaligen US-Kasernengelände bezeichnet. Stars der Szene trafen auf regionale Formationen und gemeinsam konnte so wohl eines der besten Lineups in der Geschichte des Vereins geboten werden. 35 Bands tobten an zwei Tagen über drei Bühnen. Doch für den erstmals engagierten Kissinger DJ, Damian Duda war mit dem letzten Ton, der von draußen hinein ins &-Bühnen-Zelt schwappte, noch lange nicht Schluss. Knapp eine Stunde heizte er dem Publikum mit einer Mischung aus “ambienten” Klängen und “minimalen” Beats ein. Am vergangenen Sonntag, den 5. Juli, konnte er nun erneut beweisen, was in ihm steckt. Denn der “Herr über das Pult” war zu Gast in der Newcomer-Sendung “Hire & Fire” bei Radio Sunshine Live in Mannheim. Deutschlands bekanntestem und einflussreichsten Radiosender für elektronische Tanzmusik.

Völlig überraschend kam dieser Auftritt allerdings nicht. Die Einladung ins Studio des baden-württembergischen Radiosenders stand schon vor der schweißtreibenden Performance in Bad Kissingen fest. “Vor knapp einem halben Jahr habe ich mich ganz spontan bei dieser Talentshow beworben”, erklärt er die Reise nach “Monnem”. Das komplett neu aufgelegte Konzept der renommierten Sendung habe ihn angesprochen. Denn hier entscheide der Zuhörer per SMS-Voting noch während der Show, wie erfolgreich der eigene Auftritt gewesen sei. Direkter könne Rückmeldung auf das eigene Können gar nicht stattfinden, gibt er zu verstehen.

Im Dunstkreis von Paul Van Dyk und Co.

Doch bevor es soweit sein sollte, galt es, ein strenges Auswahlverfahren zu durchlaufen. “Mit hunderten von anderen Bewerbungen ist mein damals 30-minütiger DJ-Mix durch die strenge Bemusterung der Musikredaktion des Radiosenders gegangen”, erklärt er das Prozedere. Vor gut vier Wochen kam es schließlich zur Entscheidung. Als erster “Act” sei ausgerechnet er für die dreimonatige Staffel “Hire & Fire” ins Studio eingeladen worden, um an den gleichen Decks zu spielen, an denen normalerweise Szenegrößen wie Paul Van Dyk, Felix Kröcher, Karotte oder Tiësto ihre eigene Radioshow präsentieren würden, freut er sich über seinen Erfolg.

Doch mit der Einladung allein, sei noch lange “kein Blumentopf gewonnen”, gibt er zu verstehen. Schließlich waren aufgrund der Neugestaltung die Kriterien so streng wie nie zuvor: Ziel von “Hire & Fire” ist es, während des DJ-Sets so viele positive SMS-Votings wie möglich zu bekommen. Derjenige DJ, der am Ende der dreimonatigen Staffel prozentual die meisten “Hires” von den Zuschauern auf seinem Konto gutschreiben kann, gewinnt einen zweistündigen Auftritt in der Sunshine Live-Sendung “DJs Afterwork”, welche abwechselnd von Sunshine Live-Residents DJ Falk und Charlie the Diggerman moderiert wird.

“Es ist wirklich schwierig den aktuellen Tagesgeschmack zu treffen”

Am gestrigen Nachmittag, kurz nach 16 Uhr, war es dann endlich soweit: Damian Duda wurde von Sunshine Live-Moderator Gregor angesagt und hatte zunächst 20 Minuten Zeit, um über 50 Prozent der SMS-Votings bis zum ersten Werbeblock zu erhalten, damit er am Ende die komplette Stunde durchspielen durfte. “Ich habe auf einen sehr sommerlichen Mix mit unterschiedlichen balearischen Klängen und unterschiedlichen Drums, der den Hörern ein Gefühl von Urlaub auf einer sonnigen Insel vermitteln sollte, gesetzt”, beschreibt er sein Programm mit dem er jedoch leider nicht alle Hörer für sich gewinnen konnte. “Die Entscheidung, die nach den ersten 20 Minuten gefallen ist, war sehr knapp. Bundesweit stimmten 54 Prozent für ‘Fire’ und nur 46 Prozent für ‘Hire’.” Somit musste Damian Duda sein Set nach 20 Minuten erst einmal abbrechen. “Es ist wirklich schwierig den aktuellen Tagesgeschmack von Tausenden von Radiohörern aus ganz Deutschland in dieser kurzen Zeit zu treffen, da gehört wie überall nun mal ein bisschen Glück dazu”, sagte er im Nachhinein. “Dann kommt auch noch die Aufregung hinzu, die noch recht unvertrauten Decks und der Mixer, auf denen man anderweitig irgendwann einige Zeit gespielt haben muss, um diese technisch perfekt zu beherrschen”, sagt er über die anspruchsvolle und rund 4000 Euro teure “DJ-Ausstattung”. Im Großen und Ganzen sei er aber mit dem Ergebnis zufrieden, gibt er zu verstehen. Es sei eine große Ehre und tolle Erfahrung für ihn gewesen. Die Studio-Runde sei sich zumindest sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sei.

Diejenigen, die den Auftritt verpasst haben, können das komplette Set demnächst auf seiner Myspace-Seite hören. Zudem wird das komplett geplante, 60-minütige Programm kostenlos als eigenständige “Compilation” zum Download bereit stehen.

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